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BP mit manipuliertem Bild ertappt

Jul 22nd, 2010 | By Stefan Hartmann | Category: NEWS

Wenn jemand gerade in den USA überhaupt keine gute Presse hat, dann ist es der Ölkonzern BP. Da wird im Augenblick jede Kleinigkeit zum PR-Gau.

Etwa ein nachträglich bearbeitetes Foto. Das Bild zeigt BP-Mitarbeiter in einem Kontrollzentrum,  die auf Monitoren die Arbeit am Bohrloch im Golf von Mexiko überwachen. Auf der Originalfotografie sind einige der Monitore ausgeschaltet. Auf der manipulierten Aufnahme dagegen sind alle Bildschirme aktiv.

Veröffentlicht wurde das Bild auf der Webseite des Konzerns. Dass etwas mit der Aufnahme nicht stimmt, entlarvte der Blogger John Aravosis auf der Seite americablog.com. Das Thema wurde promt von so renommierten Blättern wie der Washington Post und Le Figaro – selbstverständlich auch von Bild - aufgegriffen und hochgekocht. BP sah sich in Erklärungsnotstand.

Ob ein einzelner Monitor zum Zeitpunkt der Aufnahme angeschaltet ist oder nicht, ist letztlich ja keine besonders bewegende Frage. Zumindest nicht angesichts der echten Probleme des Konzerns. Aber im Krisenmanagement von BP ist ohnehin alles verfahren.

Da fällt dann selbst eine so ungeschickte Erklärung wie die des BP-Sprechers Scott Dean auch nicht mehr ins Gewicht: „Der Fotograf hat nur seine Photoshop-Kenntnisse unter Beweis stellen wollen.“ Sprich: Der Konzern selbst sei eigentlich ja unschuldig. Zum Beweis wurde das Originalbild auf der BP-Webseite nachgeliefert und die manipulierte Aufnahme entfernt.

Aber wer möchte diesem Konzern schon noch glauben?

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