Artikel aus der Kategorie „Events“ 474




  • Das World Press Photo zeigt das Attentat auf den russischen Botschafter in Ankara im Dezember 2016. Aufgenommen hat es der türkische Fotograf Burhan Ozbilici von der Nachrichtenagentur AP. Die Jury würdigte die Aufnahme als ein „explosives Bild, das den Hass in unserer Zeit ausdrückt.“


    Die internationale Jury hatte das Siegerfoto aus über 80.000 Einsendungen ausgewählt. Insgesamt wurden 45 Fotografen in acht Kategorien ausgezeichnet. Hier die Galerie der Siegerbilder worldpressphoto.org/collection/photo/2017 [weiterlesen]

  • Weibliche Migranten stehen im Mittelpunkt der Fotoausstellung der Fotografin Alexandra Lechner, die am 7. März in Frankfurt im Haus am Dom eröffnet wird.

    Sie will auf ihren Bildern die Frauen ganz anders zeigen, als das gängige Vorurteil es erwartet. Statt bemitleidenswerter Opfer sieht man attraktive, selbstständige junge Frauen, die es geschafft haben, in Deutschland Fuß zu fassen und sich zu integrieren.

    Einen Perspektivwechsel beim Betrachter auszulösen, ist ihr wichtig. Die Frauen haben oft einen harten Weg hinter sich, Gewalt erleben müssen, manche wurden zwangsverheiratet. Dass sie ihren Weg trotzdem energisch bewältigt haben, zeichnet sie um so mehr aus.

    Junge männliche Migranten werden zur Zeit weniger als Opfer, als als möglicherweise gefährliche Täter gesehen. Da kommt die spontane Idee einer thematisch gespiegelten Ausstellung „Mensch.Mann.Sanftmut“. (Barbara Hartmann)

    „Mensch.Frau.Mut“
    7. März bis 7. Mai 2017
    Haus am Dom Frankfurt, Domplatz 3, 60311 Frankfurt

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  • Rechtsanwalt David Seiler wird der neue Berater für rechtspolitische Interessenvertretung und juristische Themen beim Bundesverband professioneller Bildanbieter.

    Er kann auf langjährige Erfahrungen im Fotorecht in seinem juristischen Werdegang zurückblicken. Seine Nähe zur Materie setzt er damit unter Beweis, dass er schon als Kind selber den Fotoapparat in die Hand nahm und schon in Schülertagen Geld mit Veranstaltungsfotografie sowie Portrait- und Modelfotografie verdienen konnte.

    Er ist Mitglied im Verwaltungsrat der VG Bild-Kunst und im Verein der Fotojournalistinnen und Fotojournalisten e.V. Freelens. Wissenschaftlich gearbeitet hat er am Institut für Urheber- und Medienrecht in München. (Barbara Hartmann) [weiterlesen]


  • "Menschen haben mich immer interessiert!", meinte Lennart Nilsson. Auf meine naheliegende Frage: "Warum?" antwortete er: "Weil sie so wenig erforscht sind!"

    Und der fotografischen Erforschung des werdenden Menschen verdankt der schwedische Fotograf auch seinen Weltruhm: seinen Aufnahmen von Embryonen, die er Anfang der 1960er Jahre mithilfe von Endoskopen im Mutterleib fotografierte.

    Diese Bilder waren damals ungesehen und sensationell! Das Magazin Life brachte Nilssons Bild eines in seiner Fruchtblase schwimmenden Embryos 1965 auf seiner Titelseite, das Buch "Ein Kind entsteht" ist bis heute ein Bildband-Klassiker.

    Vor allem das Foto Lennart Nilssons, das einen "am Daumen lutschenden Fötus" zeigt, gehört zweifellos in den engen Kanon des visuellen Gedächtnisses der Menscheit! [weiterlesen]

  • Das Fotobookfestival Kassel lädt auch dieses Jahr wieder Fotografen ein, ihre bislang unpublizierten Bücher einem internationalen Publikum und einer Jury vorzustellen.

    Zum Ablauf: In einer ersten Runde werden 50 Bücher von einer Shortlist-Jury für die Shortlist ausgewählt und auf internationalen Fotografie-Festivals in Istanbul, Moskau, Lodz, Madrid, Dublin und Aarhus ausgestellt. Aus diesen 50 Titeln kürt die Haupt-Jury anlässlich des Istanbul Photobook Festival am 29. April 2017 den Gewinner, dessen Buch ins Programm des Mitveranstalters Verlag Kettler aufgenommen wird.

    Infos: fotobookfestival.org/kassel-dummy-award-2017/ [weiterlesen]
  • 1984 ist zwar lange her, aber das Thema Überwachung ist heute in der Ära der 24:7 angeschalteten mit dem Internet vernetzten Geräte so aktuell wie brennend.

    Im Münchner Stadtmuseum und in der ERES-Stiftung in München kann man sich in der an beiden Orten aufgebauten zweiteiligen Ausstellung mit Bildern der Überwachung tiefere Gedanken zumThema überlegen.

    Über Bilder hinaus, wurden zeitgenössische Kunstwerke aller denkbaren Gestaltungsformen zusammen getragen – dreidimensionale Installationen, zweidimensionale Fotografien und Videos, Plakate und Gemälde.

    Aspekte wie die Standardisierung der Verbrecherfotografie werden ebenso beleuchtet, wie die Einführung der öffentlichen Straßenbeleuchtung. Die im Dunkeln sieht man nicht – die im Hellen hat der große Bruder dagegen klar im Blick.

    Vom 24. März bis zum 16. Juli wird die Ausstellung im Münchner Stadtmuseum zu sehen sein. (Barbara Hartmann)




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  • Kriztian Bocsi (Bloomberg) Die britische Premierministerin, Theresa May steigt im Bundeskanzleramt zum gespräch mit Bundeskanzlerin Merkel aus dem Wagen. 18.11.2016, Berlin


    Die Jury hat ihre Entscheidung getroffen, die Sieger des deutschen Preises für politische Fotografie und dem Karikaturenpreis der deutschen Zeitungen sind gekürt.

    Mit einem Bild, auf dem man den auffälligen roten Lack-Pumps am graziös angewinkelten rechten Bein der neuen Premierministerin bewundern kann, die im nächsten Moment aus ihrer Limousine steigen wird, gewinnt Fotojournalist Kriztian Bocsi den mit 7000 Euro dotierten ersten Preisin der Kategorie Fotografie.

    Den ersten Preis in der Kategorie Karikatur und damit 5000 Euro gewann Martin Erl mit sparsam schlichten Zeichnung einer türkischen Flagge, auf der das Sternsymbol fehlt. Die Frage, wo er sei, beantwortet eine Sprechblase aus dem Off kurz und scharf mit „Verhaftet!"

    Wer mehr sehen will, kann eine Auswahl von 90 Fotografien und 50 Karikaturen in der… [weiterlesen]


  • So sind sie, die Bayern! Feiern "100 Jahre Freistaat Bayern". Aber wollen sie das historisch wirklich? Wollen sie daran erinnert werden, dass der Freistaat in der Nacht vom 7. auf den 8. November 1918 von Kurt Eisner, dem linksradikalen Anführer der Arbeiter und Soldaten-Räte, ausgerufen wurde? Ein weiß-blauer Erinnerungs-Taumel unter der Devise "Es lebe die Räte-Republik"? Eher nicht.

    Wie überschreibt mauritius images sein Porfolio? "Bilder aus dem Land des Märchenkönigs". Die heutigen Bayern feiern lieber mit dem "Kini", dem wahrlich etwas eigenartigen Ludwig II. Und freuen sich über seine Schlösser. Vergessen nicht zu erwähnen, dass sie auch rund 5 Kilometer Bodenseeufer besitzen, Oberschwaben - und natürlich das kulturreiche Franken! Weiß-rot. Klar, die Oberpfalz verschweigt man besser, damit kann man halt nicht angeben.

    All das, was überall in der bewohnten Welt als "Baierisch" angesehen wird, findet sich nun als Postkarten-Motiv im Portfolio von mauritius. Gegründet von… [weiterlesen]
  • "World Travel Storytelling" - so Agentur-Chef Stefan Oberhauser - ist der Fokus von Oneworld Picture. Die junge Reisebildagentur aus Ronnenberg stellt eine neue Webseite vor, die den Ansatz "geschlossene Bildstrecken in durchgängiger Bildsprache" anzubieten, deutlich besser unterstützt als die bisherige Version. Die Strecken reichen thematisch von „Kanuwandern auf der Mecklenburgischen Seenplatte“, „Schritt für Schritt um die Annapurna, Trekking in Nepal“ bis hin zu „Rundreise und Entdeckungstour durch Kuba“.

    Der Relaunch zeigt, auf was die Agentur hinaus möchte: Ansprechen will sie nicht nur die Verlage der "Reisebranche", sondern auch Werbeagenturen, die Bilder für Kampagnen eben mit anderem Fokus suchen. Entsprechend sind die Filter konzipiert: nach emotionalen Suchbegriffen (mutig, Stille, verlassen, dunkel), nach dominierenden Farben, Anzahl der Abgebildeten, Blickwinkel (Draufsicht, Gegenlicht, Tiefenunschärfe) oder auch Bildformaten.

    Neben dem eigenen Internetauftritt [weiterlesen]

  • Seit einem halben Jahrhundert fotografiert Angelika Platen die Großen der zeitgenössischen Kunstszene. Mehr als 500 Künstler, Galeristen und Ausstellungsmacher hielt sie mit der Kamera fest, manche mehrmals im Abstand von Jahren oder Jahrzehnten.

    Ihre Fotos zeigen Sigmar Polke beim Luftsprung, Jeff Koons vor überdimensionalen High Heels oder Walter de Maria auf einer Flughafen-Landebahn.

    In Berlin ist jetzt erstmals eine Retrospektive der Künstler-Fotografin zu sehen. Die Ausstellung im Willy-Brandt-Haus (Wilhelmstraße 140, 10963 Berlin) dauert vom 26. Januar bis 5. März 2017.

    Die Bilder können auch lizenziert werden, über bpk images stehen über 2.000 Fotos von Angelika Platen zur Verfügung.


    Bild: Angelika Platen: Julian Rosefeldt, Berlin, 2001 [weiterlesen]