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  • Der Otto-Steinert-Preis 2019 der Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPh) geht an Rafael Heygster. In der entscheidenden Runde am 11. Oktober überzeugte seine Arbeit "I died 22 times".


    Rafael Heygsters Photoessay beschäftigt sich mit dem Thema "Krieg außerhalb realer Schlachtfelder". Mit Krieg, wie er in Friedenszeiten als Spiel und Freizeitbeschäftigung, als einträgliches Geschäft und als Machtdemonstration einer Gesellschaft präsent ist. Dazu fotografierte Heygster Händler und Besucher von Waffenmessen, Kriegsspieler im Wald, militärische Paraden, sowie militär-affine Menschen in ihrem privaten Umfeld.

    Die Arbeit sieht man auf der Website rafael-heygster.com des in Hannover lebenden Fotografen. [weiterlesen]
  • Die französische Agentur Studio X - Images de Presse hat zum 16. 9. 2019 ihren Betrieb eingestellt. Betroffen sind beide Büros in Paris und Limours.

    Die bis dahin auch von Studio X in Deutschland vertretene Agentur Polaris bittet deshalb darum, alle noch nicht beglichenen Nutzungen Polaris/Studio X ab sofort über die Kölner Agentur laif abzurechnen.

    Laif ist damit die einzige Agentur, die Polaris in Deutschland und Österreich exklusiv vertritt. (In der Schweiz vertritt laif Polaris nicht-exklusiv.) [weiterlesen]

  • Bild: Helmut Reiss: Peter Maffay, 1976

    Glanzzeiten des Boulevard in den Siebzigern und Achtzigern: Blitzlichtgewitter analoger Kameras, Homestories... Roy Black, Rex Gildo, Uschi Glas, Jürgen Drews, Marianne Rosenberg, Peter Maffay, Liselotte Pulver, Esther und Abi Ofarim, den legendären Joachim Fuchsberger und den in diesem Jahr gerade erst verstorbenen Costa Cordalis. Ein weiterer Fotonachlass, der des ehemaligen Hamburger Presse- und Personality-Fotografen Helmut Reiss, wurde von United Archives an imago images weiter gegeben. [weiterlesen]
  • Die Bildagentur mauritius images aus Mittenwald hat auf ihrer neuen Webseite mauritius-images.com die Bildersuche mittels künstlicher Intelligenz, genannt „AI+ Ähnlichkeitssuche", implementiert. Diese Funktion ermöglicht das Auffinden von Bildern anhand eines Referenzbildes, also ohne Eingabe von Keywords. Woher das Referenzbild kommt, ist der Suche gleichgültig: es kann von der Agentur-Webseite stammen, aber auch irgendwo aus dem Netz oder aus den Tiefen des irgendwann abgespeicherten lokalen Bilder-Fundus.

    Anders als bei der in vielen Agenturen eingesetzten konventionellen, sprich: textbasierten, Bildsuche ist die AI+ Bildsuche eine Ähnlichkeitssuche anhand ausschließlich visueller Bildinhalte und Parameter, die sich mitunter nur schwer in Form von Keywords darstellen lassen: Copy Space, Bewegungsunschärfe oder eine bestimmte Lichtstimmung etwa.

    Es macht allemal Spaß, damit zu spielen... [weiterlesen]


  • Jan Sluijters, Moon night II, Laren, 1911, Öl auf Leinwand, 50,5 × 71,5 cm, Kunstmuseum Den Haag © VG Bild-Kunst, Bonn 2019

    Das Marta Herford Museum zeigt bis zum 9. Februar 2020 die Ausstellung „Vom Leben im Halbdunkel“. Anhand von rund 100 Gemälden, Skulpturen, Fotografien, Videos und Installationen von der frühen Moderne bis zur Gegenwart wird dem Betrachter das Phänomen der „entgrenzten Nacht“ demonstriert. Seit der Erfindung des elektrischen Lichtes wird es in der Großstadt nicht mehr rabenschwarz dunkel, bestenfalls halbdunkel.
    Mit der Etablierung der Schichtarbeit und dem Einsatz von multimedialen Kommunikationsmitteln gilt die heutige Generation als 24-Stunden-Gesellschaft mi veränderten Wahrnehmungen und Lebensgewohnheiten. Die Ausstellung beleuchtet innerhalb von drei Schwerpunkten diese Phänomene und lässt die Besucher durch den Einsatz besonderer Lichtstimmungen zu nächtlichen Flaneuren innerhalb der Gehry-Galerien werden.
    In der Dämmerung scheinen sich die Farben… [weiterlesen]


  • Einen bundesweiten Fotowettbewerb für Nachwuchsfotografen zum Thema Nachhaltigkeit unter dem Motto „Zukunft jetzt – Mein Bild für die Expo 2020“ veranstalten die photokina und der deutsche Pavillon auf der Expo 2020 Dubai. Plattform für den Wettbewerb ist der Deutsche Jugendfotopreis.

    Bis zum 20. Januar können Bilder eingereicht werden, die zeigen, wie sich Menschen für ein lebenswertes Deutschland stark machen und auf unterschiedliche Weise nachhaltig für die Umwelt engagieren. Teilnehmen können alle bis 25 Jahre, die nicht als Profifotograf arbeiten.
    Es können online bis zu 6 Einzelbilder eingereicht werden. Falls eine Serie eingereicht wird, wählt die Jury das beste Bild aus. Beim Upload der Bilder ist ein kurzes Statement gewünscht, das die Idee hinter den Bildern verstehen hilft und auch den Bezug zu einem ganz bestimmten Bundesland verdeutlicht.

    Die Jury setzt sich aus Vertretern der Veranstalter zusammen. Die ausgewählten jungen Fotografinnen und Fotografen erhalten… [weiterlesen]




  • von Prof. Lars Bauernschmitt


    Vom 01. November 2019 bis zum 31. Januar 2020 können sich Bildautorinnen und Bildautoren, die nicht älter als 35 Jahre sind, um den mit 10.000 Euro dotierten Freelens Award, den mit 5.000 Euro dotierten Lumix Digital Storytelling Award sowie die Präsentation ihrer Arbeiten auf dem Lumix Festival 2020 in Hannover bewerben.

    Neben dem Freelens Award und dem Lumix Digital Storytelling Award vergibt die Jury darüber hinaus den Lammerhuber Photography Award und den Preis der Umweltdruckerei Hannover. Alle Besucherinnen und Besucher des Festivals haben die Möglichkeit an der Abstimmung über den HAZ-Publikumspreis teilzunehmen.

    Teilnehmen dürfen Arbeiten von einzelnen Bildautor*innen sowie Autor*innenteams. Die Arbeiten müssen nach dem 01. November 2017 entstanden sein. Alle Arbeiten müssen digital über die Website des Festivals eingereicht werden.

    Für den Freelens Award ist pro Bewerber*in oder Bewerber*innenteam nur die Einreichung einer Bildstrecke… [weiterlesen]
  • Die „Bild am Sonntag“ illustrierte ihr „Urlaubslotto“, bei dem eine Kreuzfahrt verlost wurde, ohne Einwilligung der Abgebildeten mit einem Foto von drei Schauspielern der Serie „Traumschiff“ in Schiffsuniform. Das Bild war mit dem Hinweis versehen, die Abgebildeten werde man auf der Kreuzfahrt „zwar nicht treffen. Aber wie auf dem echten TV-Traumschiff schippern Sie zu den schönsten Buchten und den spannendsten Städten“. Der Kapitänsdarsteller klagte und bekam vor dem Oberlandesgericht Köln Recht. Das Bild durfte nicht verwendet werden (Urteil vom 10.10.2019 Az. 15 U 39/19).

    Maßgeblich wertete das Gericht dabei die vorwiegend werbliche Bildnutzung. Auch wenn ein Gewinnspiel im Grundsatz noch der redaktionellen Tätigkeit eines Presseorgans zuzuordnen sei, habe im konkreten Fall das Bild kaum echten Nachrichtenwert gehabt. Die Beliebtheit des Schauspielers habe als „Garant“ für eine Traumreise ersichtlich auch auf den Hauptgewinn abfärben sollen. Mit dem Bild des Klägers sei… [weiterlesen]

  • Wer sich daran erinnern möchte, wie und für welche Themen Menschen in den Achtziger Jahren in Berlin auf die Straße gingen – oder wer als Unter-Dreißigjähriger neugierig auf die Zeit vor seiner Geburt ist, kann die Bildern des Berliner Fotografen Peter Hebler betrachten, den die Bildagentur akg-images ab sofort vertritt.

    Zu sehen sind Punker mit Hahnenkamm, Szenen aus dem Christopher Street Day – 1979 gab es in Deutschland die ersten CSD-Veranstaltungen - , Kopfsteinpflaster-werfende Demonstranten bei der Demo gegen den Staatsbesuch Ronald Reagans in Berlin 1982, brennende Reifen bei der Räumung besetzter Häuser und Anti-Atom-Demonstrationszüge mit als Skelett kostümierten Protestierenden. Und: Schon vor Jahrzehnten gingen Menschen friedlich für den Umweltschutz auf die Straße. 1990 fotografierte Hebler Ost-Berliner radelnde Umweltschützer bei ihrer Fahrrad-Demo.

    akg-images vertritt ab sofort den Fotografen Peter Hebler. Hier geht's zur Sammlung: [weiterlesen]