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  • Die funktionsstüchtige Kamera, die ein Grundstückseigentümer aus dem Kreis Altenkirchen im Westerwald aus einem seiner Fenster auf das Nachbargrundstück ausrichtete, muss er entfernen. Auch eine gleichzeitig aufgestellte Kameraattrappe in seinem Haselnusstrauch darf er nicht behalten, da bereits durch den Schein beim Nachbarn ein „Überwachungssdruck" entsehen könne (Beschluss vom 5.09.2019, Az. 13 S 17/19).

    Nach der erfolgreichen Klage des Nachbarn müssen nun beide Kameras entfernt, beziehungsweise so ausgerichtet werden, dass sie weder das Nachbargrundstück noch den öffentlichen Bereich in den Fokus nehmen. Der Unterlassungsanspruch ergibt sich aus § 1004 und § 823 Abs. 1 BGB.

    Das Urteil des LG Koblenz bestätigt das Urteil der Vorinstanz AG Betzdorf: Eine ständige Videoüberwachung greife in das Recht auf informationelle Selbstbestimmung ein. Bei einer Kameraüberwachung auf Privatgrundstücken müsse sichergestellt werden, dass weder angrenzende öffentliche Bereiche, noch… [weiterlesen]




  • Vom 16. Oktober bis zum 18. Januar 2020 sind in der Leica Galerie in NürnbergFotografien Hardo Reimanns zu sehen.

    Als der Wetzlarer Anwalt und Notar Reimann Nepal bereiste, war er begeistert von der landschaftlichen Schönheit und menschlich betroffen von den Lebensumständen der Volksgruppe der Sherpa, die dort wohnt.

    Die Schwarz-Weiß-Bilder der Ausstellung geben Einblick in die bedrückende Lebensumgebung der Kinder Nepals.

    Hardo Reimann engagiert sich in mehreren Projekten, die die Situation der Menschen in Nepal verbessern sollen, wie zum Beispiel dem Aufbau von Schulen für Waisen und Behinderte.

    Mit seinen Bildern möchte er Einblick in die Situation in Nepal geben, Interesse für die Menschen dort wecken und Verständnis für humanitäre Hilfsprojekte vermitteln. (Barbara Hartmann)

    leica-store-nuernberg.de/Leica…ungen/Hardo-Reimann-Nepal
    Leica Store Nürnberg , Obere Wörthstr. 8, 90403 Nürnberg [weiterlesen]

  • Der Berliner Pressefotograf Paul Glaser dokumentierte über vier Jahrzehnte das Leben in der Hauptstadt. Ab sofort vertritt SZ Photo den Fotografen und übernimmt sein zeitgeschichtliches Fotoarchiv nach und nach in den Bildbestand.

    Politische und gesellschaftspolitische Themen stehen bei Glaser im Mittelpunkt. Er selbst sagte: “Überhaupt habe ich nur politische Themen bearbeitet, keine Schauspieler, keine Schlagersänger, außer sie haben für irgendwas kandidiert”.

    Als Fotograf blieb Glaser blieb immer selbstständig und arbeitete für wechselnde Auftraggeber. Zu seinen Kunden gehörten u.a. die taz, die Süddeutsche Zeitung oder Parteizeitungen von SPD und CDU.

    Und wie wurde er Pressefotograf? "In Berlin habe ich an der Freien Universität Philosophie studiert, das Studium abgebrochen während der Demo-Zeit 1967. Dann habe ich viele Schulden angehäuft nach einer Pleite mit einer Kneipe. Der Gerichtsvollzieher hat mir dann empfohlen, einen Job zu machen, bei dem ich so wenig verdiente,… [weiterlesen]


  • House of Pictures, eine in Kopenhagen ansässige Agentur für Interior und Lifestyle, wurde Anfang Oktober 2019 Teil der Image Professionals GmbH. Pernille Schlosser, Gründerin und Geschäftsführerin, bleibt an Bord und leitet künftig die Spezial-Bildagentur unter dem Dach der Image Professionals.

    House of Pictures, im Jahr 2000 von Pernille Schlosser gegründet, vereint die kreativen Arbeiten von mehr als 250 überwiegend skandinavischen Interior-Fotografen, Autoren und Stylisten. Martin Skultety, Geschäftsführer der Image Professionals GmbH, betont: "House of Pictures wird auch in Zukunft als eigenständige Agenturmarke unter dem Dach von Image Professionals weitergeführt werden." Die Münchner übernehmen die Aufgaben in den Bereichen Marketing, IT, Verschlagwortung und Verwaltung, House of Pictures kann sich damit vollständig auf den Ausbau seines Feature-Angebotes konzentrieren.

    Wem der Name Image Professionals nicht vertraut erscheint, lese hier: StockFood benennt sich um in Image[weiterlesen]


  • Noch ist es ein virtuelles Museum. Erst 2023 sollen dann reale Ausstellungsräume in London hinzu eröffnet werden. Naheliegenderweise beschäftigt sich das Museum of Youth Culture mit dem Sujet "Jugendkultur", deren Historie man dort auf "100 Jahre" definiert. Auch wenn dieses ausgerufene Jubiläum historisch natürlich absolut willkürlich und unsinnig ist.

    Aber in Kooperation mit Google Arts & Culture sind über 16.000 Motive online, die in 40 durchaus interessanten Portfolios und Themensammlungen geordnet sind. Schwerpunkt ist natürlich UK, aber "Die Geschichte der Blue-Jeans-Jacke" beispielsweise passt schon auch auf dem Kontinent. [weiterlesen]


  • Vom 17. Oktober bis zum 19. Januar 2020 präsentiert das Vitra Design Museum eine Retrospektive des Gesamtwerkes des indischen Architekten und Stadtplaners Balkrishna Doshi in der Pinakothek der Moderne München.

    Doshis Lebenswerk wurde 2018 mit dem Pritzker-Preis geehrt. International bekannt wurde er durch seine visonären Stadtplanungen und sozialen Wohnprojekte sowie durch sein Engagement im Bildungsbereich. Sein Verständnis von Architektur ist stark von Le Corbusier und Loius Kahn geprägt, mit denen er als junger Architekt zusammenarbeitete.

    Ausgehend von deren modernen Formensprache hat er sein eigenes ästhetisches Vokabular entwickelt, das mit den lokalen Bedürfnissen und indischen Traditionen in Einklang steht. In der Ausstellung sind dreidimensionale Architekturmodelle, Nachbauten seiner Architekturen, Pläne, Malereien, Filme und Fotografien zu sehen. (Barbara Hartmann)

    Pinakothek der Moderne
    Barer Str. 40, 80333 München
    www.pinakothek-der-moderne.de [weiterlesen]
  • Nach einer Demonstration „gegen Rechts“ in Essen-Steele im Mai 2018 verbreitete die Polizei Fotos der Versammlung in sozialen Netzwerken. Das OVG Münster gab jetzt zwei Klägern Recht, die sich auf den Bildern erkannt hatten (Urteil vom 17.09.2019 – 15 A 4753/18) und bestätigte das Urteil des Verwaltungsgerichtes Gelsenkirchen (Urteil vom 23.10.2018 – 14 K 3543/18). Die Berufung des Landes wurde damit zurückgewiesen. Das Vorgehen der Polizei war rechtswidrig. Die Aufnahmen seien für eine zulässige Polizei-Öffentlichkeitsarbeit nicht notwendig gewesen. Es bestehe die Gefahr, dass Demonstrierwillige sich durch das Verhalten der Polizei von der Ausübung des Demonstrationsrecht abhalten ließen. Dadurch sei das Recht auf Versammlungsfreiheit verletzt.

    Das Anfertigen der Fotos , um sie im Internet zu publizieren, habe in das Versammlungsgrundrecht aus Art. 8 Abs. 1 GG eingegriffen. Das Fotografieren und Filmen von Versammlungen durch Polizisten sei grundsätzlich geeignet, einschüchternd,… [weiterlesen]