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  • Ich fand die Idee des Hausfotografen der WELT, Martin Lengemann, einfach nett und gelungen. Nun, Bilder abzukupfern ist ja sonst eigentlich nicht die Art von Martin Lengemann! Aber hier stellte er dann doch kurzerhand ein historisches Motiv von 1937 aus dem ullstein-Fundus mit modernen Models nach. Und nimmt uns so mit auf eine Zeitreise.

    Die Bildbeschreibung von damals lautet: "Dennis Morgan und Betty Furness proben einen Filmkuss mit Mundschutz, Hollywood (USA), Dreharbeiten zum Film "High, Wide, and Handsome" 1937." Wie es zum damaligen Bild kam? Während der Dreharbeiten des Films 1936 war eine Grippeepidemie ausgebrochen.

    Mein zweiter Gedanke war: Nach dem Bußgeldkatalog des Landes Rheinland-Pfalz hätte die Bildproduktion Folgekosten: Zweimal 150 Euro wegen offensichtlicher Unterschreitung der Distanzregel von 1,5 Metern. [weiterlesen]

  • Das Münchner Stadtmuseum sammelt als Gedächtnis der Stadt und seiner Geschichte wie und was sich in München in Zeiten des Coronavirus verändert. Um das Geschehen und den Alltag zu dokumentieren und Objekte aus ganz verschiedenen Perspektiven zu sammeln, bittet das Museum um Unterstützung.

    "Wir suchen Fotografien, Videos oder Texte wie beispielsweise Aushänge zu Restaurantschließungen, Hygienevorschriften oder Verhaltensregeln und Flugblätter, die die Veränderungen abbilden. Es können aber auch persönliche Erinnerungsstücke und Alltagsgegenstände, Schutzmasken, Fahnen, Tagebücher oder besondere Kleidungsstücke sein, die aus Ihrer Sicht für das Leben während der Corona-Krise von Bedeutung sind.

    Neben Objekten von Privatpersonen sind für uns auch Gegenstände und Unterlagen von Interesse, die das Wirken von Vereinen, Verbänden, Zentren, Initiativen oder Netzwerken in München während der Corona-Krise dokumentieren."

    Kontakt und Infos: [weiterlesen]
  • Nachdem das Lumix Festival für jungen Bildjournalismus in Hannover in seiner ursprünglich geplanten Form ja abgesagt werden musste, nimmt das alternative Programm des #lumixfestivaldigital immer mehr Gestalt an.

    Um der aktuellen Situation aufgrund der Corona-Pandemie Rechnung zu tragen, präsentiert das Team des Lumix Festivals vom 19. bis zum 28.06.2020 unter dem Titel „10 Tage – 10 Themen“ unter lumix-festival.de sowie auf Instagram und Facebook ein Programm aus Live Talks, Podcasts und Online-Portfoliosichtungen.

    Während auf der neugestalteten Website schon jetzt die für das Festival ausgewählten Arbeiten präsentiert werden, arbeitet das Festival-Team zur Zeit an den Inhalten der 10 Festivaltage. Jeder Tag ist einem anderen Schwerpunkt gewidmet. Jeden Tag diskutieren Fachleute aus aller Welt die Themen, die heute den Bildjournalismus prägen, geben Fotografen Einblicke in Arbeitsweisen und Projekte.

    10 Tage – 10 Themen
    • Immer das Gleiche zeigen? Stereotype im Bildjournalismus
    • Was
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  • Am 8. Mai 2020 jährt sich das Ende des Zweiten Weltkrieges in Europa zum 75. Mal. In einem Themenportal hat die bpk-Bildagentur 24 Portfolios zu den wichtigsten Ereignissen und Themen zusammengestellt. Das Portal bietet so einen schnellen und strukturierten Zugang zu den bedeutendsten Motiven des Kriegsendes im Frühjahr 1945 und der Neuordnung Europas in den darauffolgenden Monaten. bpk-bildagentur.de/?11830499641461563141

    Außerdem twittert die bpk-Bildagentur täglich Bilder zu #75JahreKriegsende.



    Bild: Sowjetische Soldaten hissen die Siegesfahne auf dem Reichstagsgebäude, Berlin, 02.05.1945. Jewgeni Chaldejs weltberühmtes Bild wurde allerdings nachträglich inszeniert, Tage nach den eigentlichen Ereignissen, an verschiedenen Stellen Berlins. Und es musste im Sinne der Sowjet-Propaganda retuschiert werden, da der hissende Soldat gleich mehrere Uhren an den Handgelenken trug - und so beim Betrachter zwangsläufig der Eindruck entstand, man hätte einen Plünderer vor sich. [weiterlesen]
  • Nun, an der Absage der Rencontres ist ja nichts erstaunliches. Aber erwähnen wir es trotzdem: Auch dieses altehrwürdige Fotofestival fällt in diesem Jahr aus. Die Veranstalter meinen: Auch wenn es vielleicht möglich sei, Ausstellungen unter Distanzbedingungen zu besuchen, es sei aber unmöglich, unter den gegenwärtigen Bedingungen Ausstellungen vorzubereiten und ein Festival zu organisieren.

    Wer sich nun fragt: "Und was ist mit der Visa pour l'image 2020" in Perpignon?" Tja, die Visa hat sich meines Wissens bisher nicht geäußert, da tut man weiter so, als würde die Pro-Week Anfang September stattfinden. [weiterlesen]

  • Irgendwie passen diese Online-Ausstellungen nicht so recht zu meinen konventionellen Sehgewohnheiten. Eine Kamera fährt die Gänge eines Museums entlang: hält manchmal an, fährt weiter. Und macht mich ganz kirre! Denn sie hält an Stellen an, an denen ich - bei physischer Anwesenheit - nicht gestoppt hätte. Aber sie fährt auch an Exponaten vorbei, die ich quasi aus den Augenwinkeln sehe, wo ich aber sofort hingelaufen wäre, um meine Nase näher dran zu bringen!

    Ja, es stellt sich mir die Frage: Wird sich das ändern? Werden sich meine Sichtweisen abändern, je mehr ich mich mit diesem Medium "Kamera-Rundgänge" durch Museen beschäftige? Ich bin mir geraden nicht sicher. In nuce ist es nur die Frage: Werde ich jemals lernen, entspannt etwas Interessantes nicht zu sehen?

    Warum ich das gerade jetzt hier so schreibe? Weil es mir beim Rundgang der #stayathome digital initiative der Mast Foundation eben wieder ganz besonders aufgefallen ist!

    Trotzdem sehe ich mich als Profiteur des neuen… [weiterlesen]

  • Helmut Newton, Stern, Los Angeles, 1980, Copyright Helmut Newton Estate

    Anstatt wie ursprünglich anvisiert - vom 28. Mai bis zum 11. Oktober - zeigt die Berliner Helmut Newton Stiftung die Ausstellung „America 1970s/80s“ mit Werken von Evelyn Hofer, Sheila Metzner, Joel Meyerowitz und Helmut Newton ihre Schau nun vom 9. Oktober bis zum 16. Mai.

    Die Ausstellung "Body Performance" musste am 15. März aufgrund der COVID-19 Pandemie unterbrochen werden und wird nun bis zum 20. September 2020 verlängert.

    In den 1970er-Jahren fotografierte Newton Mode und Akt in Amerika vor allem in New York, Las Vegas, Miami oder Los Angeles; diese Aufnahmen wurden sowohl in unterschiedlichen Magazinen als auch teilweise in seinem zweiten Bildband („Sleepless Nights“, 1978) publiziert. Nach 1980,als Helmut und die junge June Newton regelmäßig nach Los Angeles reisten, um im Chateau Marmont die Wintermonate zu verbringen, kamen zahlreiche Portraits der „Berühmten und Berüchtigten“ in und um… [weiterlesen]

  • Brutal ästhetisch betrachtet sind die herrschenden Ausgangsbeschränkungen ja ein echter Traum für die Reisefotografie. Die beeindruckende Aufnahmen verlassener Städte während des Corona-Lockdowns werden so in absehbarer Zeit - hoffentlich - nicht mehr entstehen können.

    Die Reisefotografie-Agentur Mato hat über ihre italienische Schwesteragentur Sime Photo italienische Städte portraitiert. Sime-Fotografen sind in letzten Wochen des Corona-Lockdowns mit Sondergenehmigungen durch diverse italienische Städte gestreift und konnten so einmalige Momente einfangen: Wo sich sonst Menschenmassen durch die engen Gassen Venedigs schieben, sieht man nun eine ungewöhnliche Leere. Der Ponte Vecchio, die bekannteste Brücke von Florenz, ohne eine Menschenseele…

    Anhand dieser Aufnahmen kann man die ungewöhnliche Stille buchstäblich spüren. Das Gute daran: Man kann diese Orte in ihrer ganzen Schönheit erfassen und so die traurigen Umstände für einen Moment vergessen.

    Die Bilder findet man auf… [weiterlesen]
  • Rasche und unbürokratische Unterstützung sollte es geben, versprach Staatsministerin Monika Grütters den Kulturschaffenden Mitte März, »koste es, was es wolle.« In einem offenen Brief erinnert Freelens-Geschäftsführer Lutz Fischmann sie an ihr Versprechen:

    Sehr geehrte Frau Grütters,

    das war eine gute Nachricht von Ihnen, die Sie am 11. März 2020 an die Kultur- und Medienschaffenden in Deutschland gerichtet haben. Sie wollten uns nicht im Stich lassen! Das fühlte sich warm an und es war gut zu wissen, dass man nicht allein ist in der Not. Wohl dem, der gute Freunde hat.

    Sie wollten helfen, kündigten Sie in einem FAZ-Interview am 30. März 2020 an, »die persönlichen Lebensumstände abzusichern«.

    Was seit Anfang März weggebrochen ist, sind quasi alle Aufträge und damit Einnahmen der Selbstständigen, die sie für ihren Lebensunterhalt benötigen. Und es ist jetzt schon abzusehen, dass dieser Zustand noch sehr, sehr lange anhalten wird. Schon heute kündigen z.B. Verlage, die selbst… [weiterlesen]