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  • Der Berliner Fotograf Günter Bersch gilt als Meister der sozialen Fotoreportage. Dies gilt sowohl für seine Fotos zu Zeiten der DDR, als auch für die Zeit des Umbruchs nach 1990. Seine Reportagen über die letzten Tage der „Maxhütten“, den Abzug der Roten Armee aus Ostdeutschland, die Berliner Kultfigur „Jackie Spelter“ oder den
    Stadtstreicher und Poeten „Sysiphos“ sind in zahlreichen Magazinen erschienen, darunter Stern, Merian und ZEIT-Magazin.

    Man muss genau hinschauen bei seinen Bildern. Als Bildredakteur im Militärverlag der DDR und bei der Illustrierten "Für Dich" bebilderte er einerseits das von der Obrigkeit gewünschte positive Bild des real existierenden Sozialismus. Gleichzeitig ist Günter Bersch aber auch ein fotografisch interessanter Grenzgänger zwischen Fotojournalismus und der künstlerischen Fotografie in der DDR. Zumindest war dieser künstlerische, über den Bildjournalismus hinausreichende Ansatz, eine Forderung, die er an sich selbst stellte. Und der er in… [weiterlesen]
  • Am 13. September veranstaltet der BVPA die nächste PICTAnight in München.
    Der Rechtsstreit der Reiss-Engelhorn-Museen in Mannheim mit Wikipedia um die Veröffentlichung eines Portraits von Richard Wagner und die Rechtsunsicherheit um die Urheberrechte von digitalen Reproduktionen und Veröffentlichungen von Kunstgegenständen sind der Anlass des Impulsvortrages, den Dr. Richard Hahn halten wird.
    Er wird über die sichere Lizenzierung von historischen Bildern sprechen und den Unterschied zwischen Lichtbild und Lichtbildwerk erläutern. Auch der Umgang mit Creative Commons-Lizenzen wird Thema sein. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Bildarchiv der Bayerischen Staatsbibliothek statt. (Barbara Hartmann)
    Bayerische Staatsbibliothek /Lesesaal Musik, Karten und Bilder (1.OG)
    Ludwigstraße 16, 80539 München
    13. September 2018, 19:00 bis ca. 22:00
    Anmeldung bis 31.8. bei info@bvpa.org [weiterlesen]

  • Am 29. September hätte der italienische Maler Tintoretto seinen fünfhundertsten Geburtstag feiern und 500 Geburtstagskerzen ausblasenkönnen.
    „Das Färberlein“ bedeutet sein Name, abgeleitet vom Handwerk seines Vaters. Der Wahlspruch des Males lautete „Von Michelangelo die Zeichnung, von Tizian die Farbe“. Seine Bilder zeichnen sich durch starke Hell-Dunkel-Kontraste aus.
    Die Bildagentur akg images hat eine Auswahl der wichtigsten Werke zusammen gestellt. (Barbara Hartmann)

    akg-images.de/C.aspx?VP3=SearchResult&ALID=2UMEBMYW11998
    Bild: Tintoretto, eigentl. Jacopo Robusti. ital. Maler; Venedig 1518 – ebd. 31.5.1594./ akg images [weiterlesen]
  • Eine Palme hier, ein Cocktail da: Standard-Urlaubsfotos sind nichts für Marcus Hofschulz und Christof Schoppa. Die beiden Fotografen reisen als „into the world“ in ihrem Geländewagen um die Welt. Dabei entstehen Reisefotos der Extraklasse, die sie zu Adobe Stock Premium-Anbietern gemacht haben. Nebelverhangene Wälder, atmosphärische Seen und schroffe Berglandschaften prägen die atemberaubenden Werke der beiden Digitalnomaden.

    Wie alles begann? Christof spielte schon als Kind mit der alten russischen Zenit seiner Mutter und entdeckte die Fotografie dann mit seinem ersten fotofähigen Handy. Marcus‘ Leidenschaft wurde durch das Geschenk seines Großvaters geweckt: eine Kleinbildkamera mit Kassettenfilm. 2014 gaben die beiden ihre Wohnung auf, verfrachteten ihr Hab und Gut in einen Geländewagen und gingen auf die Reise. Seitdem leben sie von 15 Euro am Tag, Essen und Sprit inklusive. Ihre Tipps für das perfekte Reisefoto abseits aller Klischees haben sie jetzt auch verraten: „Wir lieben… [weiterlesen]



  • Die in München lebende Künstlerin Elizaveta Porodina (geb. 1987 in Moskau) hat sich als Modefotografin einen Namen gemacht. In ihrer ersten Museumspräsentation zeigt sie neue Bilder, die sich zwischen atmosphärischen Porträts, Mode und Dokumentarfotografie bewegen, stilistisch aber auch vom Surrealismus beeinflusst sind.

    Ihr gelingen farbenfrohe Fantasie-Szenerien, aber auch dramatische Schwarzweiß-Motive. Klassische Bildgenres sind Elizaveta Porodina nicht wichtig, vielmehr geht es ihr "um die Beziehung zwischen Menschen, um die Vision, diese großartigen Dimensionen sichtbar zu machen, letztendlich geht es nur um Liebe."

    Die Schau läuft vom 5. Oktober 2018 – 20. Januar 2019 im Münchner Stadtmuseum (St.-Jakobs-Platz 1, 80331 München) [weiterlesen]


  • KNA-Bild, die Bildagentur der Katholischen Nachrichten-Agentur in Bonn, vertritt die Pariser Agentur CIRIC exklusiv in Deutschland. Beide Agenturen haben den Schwerpunkt Religionen und Glaube. Das Bildsortiment umfasst Symbolbilder zu Glauben, Familie und gesellschaftlichen Konflikten und spielt u.a. auch Dokumentationen und Reportagen aus der ganzen Welt zu den Themen Judentum, Buddhismus, Islam, Christen in Kriegsgebieten, Alltag von Ordensleuten in Klöstern, Migration und vielem mehr. CIRIC verstärkt nun das Angebot mit Bildmaterial aus Frankreich und dem Nahen Osten.

    Die 1984 gegründete Agentur CIRIC - beheimatet in Montrouge / Paris und nicht zu verwechseln mit der ehemaligen Schweizer Bildagentur gleichen Namens - gefällt vor allem mit ihren Reportagen, in denen teilweise auch ungewöhnliche Sujets thematisiert werden, wie ein Portrait der Müllabfuhr mit ihren Arbeitern oder die Küchenkultur von Mönchen plus natürlich eine Extra-Strecke über ihrer Bierbraukunst.

    Darüber… [weiterlesen]


  • Der Streit der Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim mit Wikipedia (siehe auch Pictorial 3/2017) über die Veröffentlichung eines Porträts von Richard Wagner beschäftigt derzeit den Bundesgerichtshof. Es geht um die Frage, ob Bilder von Kunstobjekten wie Gemälden oder Skulpturen, deren Urheberrechte abgelaufen sind, frei im Internet verwertet werden dürfen – auch für kommerzielle Zwecke.

    Digitale Reproduktionen und Veröffentlichungen von Kunstgegenständen sind rechtlich häufig problematisch, denn dabei sind Urheberrechte, Leistungsschutzrechte, Schutzfristen, Hausrechte und Ceative Commons zu beachten.

    Der BVPA nimmt die Rechtsunsicherheit um dieses Thema zum Anlass und widmet seine PICTAnight am 13. September in München Fallstricken bei der Veröffentlichung historischer Bilder. Auf die Teilnehmer wartet eine Mischung aus praxisnahen Beispielen und rechtlicher Aufklärung. Der Referent, Dr. Richard Hahn, ist seit 2000 Rechtsanwalt bei der Kanzlei Lausen Rechtsanwälte, seit 2009… [weiterlesen]


  • Vom 9. August bis zum 9. September wird in der Villa Schöningen die Ausstellung „A Life for Moments“ mit über hundertzwanzig Fotografien des 95-jährigen New Yorker Fotografen Tony Vaccaro präsentiert.

    Am 3. September kann man Vaccaro persönlich treffen, wenn er zur Feier der Premiere des Dokumentarfilms „Ein Leben für den Augenblick – Die Bilder des Fotografen Tony Vaccaro“ zum Sommerfest der Villa Schöningen kommen wird. Der Film wird dort vorgeführt, 2. September wird er auch im Fernsehen um 22.20 Uhr erstausgestrahlt.

    Zu haben sind die Bilder von Tony Vaccaro bei akg-images. (Barbara Hartmann)

    villa-schoeningen.org/ausstellungen/kunst-1/ [weiterlesen]
  • Auf seiner Fotografie war ein urheberrechtlich geschütztes Gebäude zu sehen. Die Publikation des Bildes in einer Zeitung war nicht rechtens. Der Fotograf ist aber dafür nicht haftbar zu machen. Er ist in diesem Fall nicht Störer, sondern Hilfsperson, welche nicht verantwortlich zu machen ist. So hat das OLG Hamburg am 13.03.2018 entschieden (Az. 7 U 57/13).
    Der Fotograf schuldet weder Unterlassung noch Schadensersatz, da er keinen Einfluss auf die Art und Weise der Bildverwendung hatte. In der Anfertigung und Übergabe der Bilder an die Zeitungsredaktion sei noch keine Verbreitung zu sehen.
    Die Luftaufnahmen zeigen ein den Klägern gehörendes Anwesen auf der Halbinsel Schwanenwerder und wurden im Rahmen eines Beitrags über den Verkauf eines in der Nähe des klägerischen Grundstücks gelegenen Grundstück auf der Halbinsel Schwanenwerder, auf dem früher eine von Joseph Goebbels bewohnte Villa gestanden hatte veröffentlicht. Auf die Berufung des Beklagten wird das Urteil des… [weiterlesen]