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    Wer ist Nelly Rau-Häring, deren Bilder das Museum in der Kulturbrauerei Berlin - vom 29.09.-13.02.2022 - eine eigene Ausstellung widmet?

    Nelly Rau-Häring, geboren 1947 in Basel zog 1965 nach Berlin, um an der dortigen Fotofachklasse des Lette-Vereins zu studieren. Neben ihren Straßenaufnahmen erlangen auch ihre Presse- und Werbefotografien Aufmerksamkeit. Von den 1960er bis in die 2000er Jahre dokumentiert sie das Leben und den Alltag in den beiden Stadthälften Berlins. Inzwischen lebt und arbeitet die Fotografin wieder in der Schweiz.

    Die Schau dokumentiert eine kurze Zeitspanne, sagen wir: eine oszillierende Übergangsphase, in der Geschichte Ost-Berlins. Die Zeit der Veränderung zwischen Mauerfall und Wiedervereinigung. Nach der Grenzöffnung im November 1989 können die Menschen ungehindert reisen: von Ost nach West und umgekehrt. Zwar gibt es noch zwei deutsche Staaten, aber der Alltag verändert sich. Auf den Straßen trifft Neues auf Altbekanntes: Am Imbiss gibt es… [weiterlesen]
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    Nein, das ist eher nicht der Stil des zurückhaltend-distiguiert auftretenden Dr. Gerald Piffl von APA Picturedesk. Und er erklärt uns in einer weiteren Ausgabe seiner Archivgeschichten, "woher der Wiener Ausspruch „Fluchen wia ra Kapsgudscha“ kommt. Jenseits der Fiaker-Romantik, die bereits im 19. Jahrhundert beschworen wurde (man denke nur an das „Fiakerlied“ von Gustav Pick 1886), waren Pferdefuhrwerke und Schwerkutschen bis nach dem Zweiten Weltkrieg in Wien unterwegs, sorgten für den täglichen Bedarf an Lebensmitteln und transportierten Lasten aller Art.

    Eine besondere Form dieser Fuhrwerke bildeten die sogenannten Kaps (auch Caps oder Cabs). Der Name leitete sich vom englischen Hansom Cab ab, einer einachsigen, zweisitzigen Kutsche, die vorne offen war und in der der Kutscher erhöht hinter dem Verdeck saß. Bei den Wiener Kaps handelte es sich um stabile, kleine einspännige Lastenfuhrwerke, mit einer Achse, die bis zum Zweiten Weltkrieg vor allem für den Transport am Bau… [weiterlesen]
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    Mancher mag sich erinnern: Früher bekam man die Fotokataloge der einzelen Bildagenturen in solchen Mengen ins Haus getragen, dass man von Zeit zu Zeit aufräumen musste. Man brauchte drei Volontäre oder Praktikanten, diese dickleibigen Kataloge alle in den nächsten Kindergarten zu tragen, wo sie dann seziert und mit Mehlpampe zu Kollagen umgearbeitet wurden...

    Und heute? Sind Bildkataloge eine gesuchte Rarität! Gerne würde man das sinnliche Erlebnis noch einmal genießen, einen richtig guten Bildkatalog langsam händisch durch zu blättern. Stock-Motive nicht per Tastatur zu suchen, sondern - oft gemeinsam - betulich die Seiten eines Bilderbuches umzuschlagen und dann zu sagen: "Das und das passt!"

    Wer das nochmal erleben will und schnell ist, kann Okapia unter creative@okapia.de anschreiben. Denn Christian Grzimek verschenkt Okapia-Fotokataloge aus den 90ern, z.B. die Fritz Pölking Image Collection!

    Eine nostalgische Reise zurück. Oder aber ein Stück Historie für solche… [weiterlesen]
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    Cao Fei wurde mit dem mit £30.000 dotierten Preis der Deutsche Börse Photography Foundation ausgezeichnet. Die Verleihung fand in der Photographers’ Gallery in London statt. Prämiert wurde ihre erste große Einzelausstellung in Großbritannien, "Blueprints" im Jahr 2020. In ihren Arbeiten greift die 1978 in Guangzhou, China, geborene Künstlerin nicht nur auf Fotografie, sondern auch auf Film, digitale Medien, Bildhauerei und Installation zurück.

    Die Auszeichnung feiert in diesem Jahr ihr 25-jähriges Jubiläum. Sie wird an Fotokünstler oder Projekte vergeben, die in den vorangegangenen zwölf Monaten einen innovativen und bedeutenden Beitrag zur Fotografie geleistet haben.

    Wo kann man - außerhalb Londons - die Arbeiten sehen? Bis zum 19. September 2021 sind sie Teil der internationalen Fotografietriennale RAY Fotografieprojekte Frankfurt/RheinMain und werden dort am Unternehmenssitz der Deutschen Börse in Eschborn/Frankfurt ausgestellt.


    Bild: Cao Fei, Cosplayers, 2004, Courtesy of… [weiterlesen]

  • Über sein neuen Partner Partner Berlin-Brandenburgisches Wirtschaftsarchiv (BBWA) erhält akg images nun Zugang zum Fotoarchiv des Baukonzerns Philipp Holzmann, das akg-images ab sofort exklusiv im Vertrieb hat.

    Ich mag ehrlich zugeben, als ich die Meldung las, habe ich sie spontan unterschätzt! Dokus einer Baufirma? Aber die Philipp Holzmann AG gehörte jahrzehntelang zu den größten Baukonzernen Europas, die weltweit Bauten und Projekte realisierte. Bereits 1849 von Johann Philipp Holzmann im damaligen Großherzogtum Hessen (-Darmstadt) gegründet, entwickelt sich ein Baukonzern, der alle historischen Phasen Deutschlands begleitet. Von den Großmachtträumen im Kaiserreich, über die Moderne in der Weimarer Republik, den Nationalsozialismus, den Wiederaufbau nach dem 2. Weltkrieg bis hin zum Wirtschaftswunder in der Bundesrepublik und dem Bauboom nach der Wiedervereinigung. 2002 war die Firma dann insolvent. Das Fotoarchiv von Holzmann konnte für die Öffentlichkeit gerettet… [weiterlesen]
  • Die action press AG (Frankfurt am Main), Muttergesellschaft der 1970 in Hamburg gegründeten Medienagentur action press international GmbH, hat einen Kaufvertrag über den Erwerb von 100 % der Anteile der ddp Media GmbH (Hamburg) abgeschlossen. "Der Kaufpreis in Höhe eines mittleren einstelligen Millionenbetrags wird aus vorhandener Liquidität sowie neu aufgenommenem Fremdkapital (...) finanziert, so action press. Der Käufer wird von Uli Michel und Moritz Hunzinger geleitet.

    Über das äußerst komplexe Verhältnis von Moritz Hunzinger zu ddp, action press, den Doerks (vormals Eigentümer von action press und später von ddp images) werde ich jetzt keine detaillierte Analyse schreiben, wichtiger ist, was der Käufer so alles bekommen hat: Michael Wieses Agentur face to face hatte action press ja schon Anfang des Jahres übernommen. Nun kommt die ddp media GmbH (Hamburg), laif Agentur für Photos & Reportagen GmbH (Köln) und Stella Pictures AB (Stockholm) auch die Brands Picture Press,… [weiterlesen]


  • Mit der Ausstellung Aby Warburg: Bilderatlas Mnemosyne kommt Warburgs berühmter Bilderatlas zurück nach Hamburg in Warburgs Geburtsstadt und wird bis zum 31. Oktober 2021 in der Sammlung Falckenberg zu sehen sein. Der »Bilderatlas Mnemosyne« zählt bis heute zu den bedeutendsten kunsthistorischen Forschungsprojekten und wurde von Axel Heil und Roberto Ohrt in Zusammenarbeit mit dem Warburg Institute, London, rekonstruiert.

    Was ist das Besondere an dem Projekt? Der Bankierssohn Aby Warburg (1866–1929) wandte sich nach seinem Studium der Kunstgeschichte schon früh von der damals verbreiteten Genre- und Zeitzuordnung von Kunst ab und untersuchte die Wechselwirkungen von Bildern aus verschiedenen Epochen und kulturellen Kontexten. Dazu kombinierte er die Werke auf Tafeln.

    Er entwickelte den »Bilderatlas Mnemosyne«, um die Einflüsse der Antike auf die Renaissance und weit darüber hinaus bildlich darstellbar zu machen. Der Bilderatlas bestand in seiner letzten Version aus 63 großen… [weiterlesen]
  • Am Rande der PHOTOPIA Hamburg wurden auch Wissenschaftspreis 2021 sowie der Dr. Erich Salomon-Preis der DGPh verliehen.

    Der DGPh-Preis der Sektion Wissenschaft, Medizin und Technik dient der Anerkennung und Förderung von Wissenschaftlern und Fotografen. Diesjährige Preisträgerin ist Michelle Aimée Oesch. Die Schweizerin wird für ihre anatomischen Studien in der Veterinärmedizin ausgezeichnet. Die Preisträgerin arbeitet an der Universität Zürich, wo sie in der Fakultät Tiermedizin unter anderem Fotografien von anatomischen Präparaten anfertigt.

    Der Salomon-Preis der DGPh ist eine der wichtigsten Auszeichnungen für „vorbildliche Anwendungen der Fotografie in der Publizistik“. Gewidmet ist der Preis dem Bildjournalisten Dr. Erich Salomon. Im 50sten Jahr seines Bestehens geht der Salomon-Preis 2021 an den in Hamburg lebenden Bildjournalisten Hans-Jürgen Burkard. Vor allem mit seiner Arbeit für das in Hamburg erscheinende Magazin Stern hat er in den letzten fünf Jahrzehnten ein… [weiterlesen]

  • Über seinen neuen Partner in Konstanz, das Archäologische Landesmuseum Baden-Württemberg, hat bpk Bildagentur nun Zugang zu einer Sammlung archäologischer Objekte von der Steinzeit bis zum Mittelalter. Die Funde reichen von der Welt der Pfahlbauten über den römischen Schatzfund von Ladenburg bis hin zum alamannischen Adelsgrab von Trossingen.

    Die Exponate sieht man hier. bpk-bildagentur.de/shop?EVENT=…2995517136354&SEARCHTXT1=



    Bild: Hortfund von Ladenburg, Bronzener Türbeschlag, Seeleopardin. Datierung: 125 - 150 n.Chr. [weiterlesen]


  • Einst war es das vermutlich größte Kloster im Nahen Osten, nun ist es Gazas wichtigste archäologische Stätte. Das Hilarion-Kloster soll dank internationaler und interdisziplinärer Anstrengungen zu neuem Leben erweckt werden - und später auf die Welterbeliste der Unesco kommen. So der Plan.

    Nun, wer die Nachrichten verfolgt, ahnt, in Gaza ist nichts einfach, auch nicht die Ausgrabung eines frühchristlichen Klosters, was ja dem ideologischen Anspruch der dort herrschenden Hamas in ihrem Machtbereich klar zu widerläuft.

    Dennoch hat ein internationales Grabungsteam unter französischer Leitung die Genehmigung erreicht und gräbt seit Ende der 1990er-Jahre - mehr oder minder kontinuierlich - die riesige Anlage aus.

    Das nach dem Grab des heiligen Hilarion benannte Kloster hatte seinen Höhepunkt in byzantinischer Zeit im 5. und 6. Jahrhundert aufgrund seiner Lage an wichtigen Handelsrouten. Mit der islamischen Invasion im 7. Jahrhundert wurde es weitgehend aufgegeben, ein regionales… [weiterlesen]