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  • In der Schweiz ist eine Diskussion über die Veröffentlichung von unverpixelten Fahndungsbildern der Polizei von verdächtigten Teilnehmern einer gewalttätigen Demonstration losgebrochen. Die beiden reichweitenstarken Online-Medien Blick und 20 Minuten veröffentlichten Galerien solcher Polizeiaufnahmen und begründen dies mit dem öffentlichen Interesse. Andere Redaktionen und auch Medienrechtler sehen das nicht so.

    Den Stand der Diskussion fasst Nick Lüthi für das Schweizer Medienmagazin persönlich.com [weiterlesen]
  • Rechtsanwalt Sebastian Deubelli, Mitglied des DGPh-Sektionsvorstands Kunst, Markt und Recht, wird den Impulsvortrag zum Thema „Praxistipps zur Drittrechteklärung – Fotografieren im Kunstkontext“ halten und auch für Fragen zur Verfügung stehen.


    „Fotografien aus Ausstellungen, Ateliers oder dem Kunstbetrieb sind für viele Fotografen ein zentraler Bestandteil ihres Portfolios – und zugleich rechtlich oft komplexer als angenommen. Denn neben dem eigenen Urheberrecht können zahlreiche weitere Rechte betroffen sein: etwa am abgebildeten Kunstwerk, am Ort der Aufnahme oder an dargestellten Personen. Wann dürfen Fotografien von Kunstwerken auf der eigenen Website gezeigt werden? Welche Rechte müssen für eine Weiterlizenzierung an Dritte eingeholt werden? Und welche Rolle spielen dabei Museen, Galerien oder die abgebildeten Künstler selbst?“, so die DGPh. [weiterlesen]
  • Der Medienverband der freien Presse (MVFP) und der Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV) begrüßen, dass das Europäische Parlament aktuell mit seinem „Bericht über das Urheberrecht und generative künstliche Intelligenz – Chancen und Herausforderungen“ ein politisches Signal für einen besseren Schutz von Presse, Kreativbranche und weiteren Rechteinhabern gegenüber KI setzt. Aus Sicht der Verlage gilt: Der geltende Rechtsrahmen zum Schutz menschlicher Kreativität gegenüber KI ist unzureichend. Die Verbände fordern:
    • "ein umfassendes Verfügungsrecht für jegliche KI-Verwendungen von Inhalten,
    • vollständige Transparenz über die Nutzung von Inhalten Dritter durch KI-Systeme sowie
    • Transparenz und Regeln für die Nutzung von Crawlern und Bots und
    • eines robusten Vergütungsrechts für Rechteinhaber."
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  • Mit der Publikation BILDHONORARE 2026 veröffentlicht der Bundesverband professioneller Bildanbieter e.V. (BVPA) die aktuelle Ausgabe des Honorarkompendiums für die professionelle Nutzung von Bildern. Die Mittelstandsgemeinschaft Foto-Marketing (mfm), ein Arbeitskreis des BVPA, hat erneut eine Markterhebung unter professionellen Bildanbietern durchgeführt. Auf Grundlage dieser Datenerfassung liefert die Publikation eine Übersicht zu Honoraren für unterschiedliche Nutzungsarten und Mediensegmente. Berücksichtigt werden unter anderem redaktionelle und werbliche Bildnutzungen in Print- und Digitalmedien, Social Media, Online-Kampagnen sowie neue Ausspielungsformen. [weiterlesen]
  • Der BVPA lädt am 27. November 2025 zu einem Webinar zum Thema Fotografierverbot aus Eigentumsrecht ein. RA Prof. Dr. Christian Donle erläutert, welche rechtlichen Grenzen Eigentümer für Foto- und Videoaufnahmen setzen dürfen – und was das für professionelle Bild-/Videoanbieter und -nutzer in der Praxis bedeutet.

    Ob im Hof eines Schlosses, in Sakralbauten oder entlang von Strandpromenaden – immer häufiger untersagen Eigentümer das Fotografieren oder die kommerzielle Nutzung von Aufnahmen. Grundlage ist dabei das Eigentums- bzw. Hausrecht, das es den Besitzern ermöglicht, den Zugang zu Grundstücken oder Gebäuden zu kontrollieren und Bedingungen für Foto- oder Filmaufnahmen festzulegen. Für Content-Anbieter und -Nutzer aus Medien, Werbung oder Film kann dies erhebliche Auswirkungen auf ihre Arbeit und Vermarktungsprozesse haben.

    In den vergangenen Jahren haben mehrere Gerichtsentscheidungen die Reichweite solcher Fotografierverbote verdeutlicht. Bekannt ist etwa der Streit um Aufnahmen… [weiterlesen]

  • „Viele stehen der neuen Technologie noch kritisch gegenüber, jedoch ist der KI-Geist aus der Flasche gelassen und wird sich nicht mehr einfangen. Technologische Neugier und aufgeschlossene Geisteshaltung helfen dabei, KI-offen oder vielleicht sogar KI-affin zu werden.“ So das Fazit von Rechtsanwältin Dorothe Lanc, Justiziarin des BFF-Berufsverband Freie Fotografen und Filmgestalter.

    Doch was Dorothe Lanc davor schreibt ist fast schon ein Opus maximus zum Thema KI-VO. Kein ganz leichter Tobak, aber lesenswert.

    bff.de/news/die-bff-justiziarin-dorothe-lanc-informiert-4/


    Bild: Dorothe Lanc © Klaus Mellenthin [weiterlesen]
  • Das Trainieren einer KI mit urheberrechtlich geschützten Daten ist umstritten, die juristischen Fälle in der Kreativindustrie nehmen weltweit zu. In einem BVPA-Webinar am 28. Oktober beleuchtet die Medienrechtsanwältin Dr. Kerstin Bäcker aktuelle Auseinandersetzungen und gibt einen Ausblick.

    Ob Text, Bild oder Musik – KI-Modelle werden mit immensen Mengen urheberrechtlich geschützter Werke trainiert. Die juristischen Folgen sind weitreichend: Rechteinhaber, Verwertungsgesellschaften und Plattformen geraten in teils länderübergreifende Konflikte über die Rechtmäßigkeit und Vergütung dieser Nutzungen.

    Das Online-Seminar bietet einen Überblick über zentrale Rechtsstreitigkeiten, darunter:
    • Kneschke vs. LAION (D): Nutzung von Bildern im Datensatz
    • Bartz vs. Anthropic (USA): Autoren gegen Verwendung ihrer Werke im KI-Training
    • GEMA vs. OpenAI (D): KI-generierte Songtexte ohne Lizenzen
    • Getty Images vs. Stability AI (UK): Urheberrechtswidrige Trainingsmethoden
    • Like Company vs. Google (EU):
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  • Vor einigen Tagen hatte der bpp – Bund professioneller Portraitfotografen einen Sonder-Newsletter verschickt, in dem die Möglichkeit einer Sammelklage gegen das Land Hessen in Aussicht gestellt wurde. Der aktuelle Stand ist, wir zitieren aus dem neuesten Sonder-Newsletter vom 13. 9. 2025: „
    • Widerspruch ist nicht möglich – gegen den Bescheid kann ausschließlich Klage erhoben werden.
    • Die Klage muss innerhalb eines Monats nach Zustellung des Bescheids eingereicht werden.
    Leider können, nach Rücksprache mit einem Fachanwalt für Verwaltungsrecht, weder Widersprüche noch Sammelklagen eingereicht werden. Es muss gegen jeden einzelnen Rückforderungsbescheid individuell geklagt werden. [weiterlesen]
  • Die Mittelstandsgemeinschaft Foto-Marketing (mfm) eröffnet am 8. September 2025 ihre Jahreserhebung zur Erfassung marktüblicher Vergütungen für Bildnutzungsrechte. Eingeladen sind Fotografen, Bildagenturen sowie alle professionellen Anbieter fotografischer Inhalte.

    Die Befragung läuft bis zum 3. November 2025. Die Ergebnisse bilden die Grundlage für die Publikation BILDHONORARE 2026, die im Januar 2026 erscheinen wird. Hier geht's zur Erhebung: survey.lamapoll.de/MFM_2026 [weiterlesen]