Artikel aus der Kategorie „Featured News“ 1.211

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    In den frühen neunziger Jahren lebt und studiert der deutsche Fotograf Peter Bialobrzeski eine Zeitlang in England und findet dort eine gesellschaftliche Wirklichkeit vor, die ihm als Deutschen sehr fremd vorkommt und der er sich mit fotografischen Mitteln nähert. Die Bilder, die entstehen, zeigen den unvoreingenommen, aber beeindruckend scharfsinnigen Blick des Außenstehenden auf ein Land, das schwer angezählt scheint.

    Thatcher ist nach langer Regierungszeit abgetreten, das Land von Arbeitslosigkeit und Inflation gezeichnet. Die Wirtschafts- und Sozialpolitik der Premierministerin hat die Schere zwischen Arm und Reich weit auseinanderklaffen lassen und die starren Unterschiede der Klassengesellschaft deutlich hervorgehoben.

    Genau diesen Nachwirkungen geht Bialobrzeski nach und bewegt sich dabei in parallelen Welten. Die eine präsentiert Wohlstandsbürger, eine Welt der Cocktailkleider, der Pferderennen und der exklusiven Partys. Die andere Welt hat nichts zu feiern. Den… [weiterlesen]
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    Das Thema Flucht und Vertreibung gewinnt durch den Krieg in der Ukraine aktuell ja wieder eine neue, zusätzliche Dynamik. Historisch interessant sind deshalb auch Dokumente früherer Fluchtbewegungen im 20. Jahrhundert. APA Picure Desk aus Wien hat - kuratiert von Dr. Gerald Piffl - eine Zusammenstellung zeithistorischer Bilder aus ihren Beständen zusammen getragen, die die Situation früherer Migarationsbewegungen, vor allem aus den Ländern Osteuropas, illustriert.

    "Speziell in Osteuropa liegt eine Kette an Krisen und Konflikten vor, die Menschen immer wieder nach Österreich flüchten ließ", so Piffl. "Über das Land verteilt wurden sie in Flüchtlingslagern betreut, fassten hier Fuß oder reisten nach einiger Zeit in andere Länder weiter. Eine Rückkehr in ihre Heimatländer war in den seltensten Fällen möglich.

    Die erste große Fluchtbewegung wurde bereits im Ersten Weltkrieg ausgelöst, als Juden etwa aus Galizien flüchten mussten. (...) Auch vertriebene Deutsche aus der… [weiterlesen]

  • „Aufbruch im Osten - VR Polen und CSSR in den 80er Jahren“ ist eine Gemeinschaftsausstellung der Fotografen Andreas Varnhorn und Dirk Eisermann im Haus am Dom zu Frankfurt am Main (Domplatz 3, 60311 Frankfurt am Main). Die Schau läuft vom 2.6. bis 30.8.22.

    Die Arbeiten der beiden Bildjournalisten dokumentieren - unabhängig voneinander - politische Geschehnisse dieser spannungsreichen Zeit, genauso wie alltägliche Momente, oftmals mit den Stilmitteln der Street Photography.

    Unser Bild oben stammt von Dirk Eisermann, Warschau, 1982. Friedlicher und symbolischer Protest gegen die Verhängung des Kriegsrechts in Polen (1981-1983). Fast täglich wurde mit Blumen auf dem Warschauer Siegesplatz (heute Pilsudski-Platz) ein Kreuz gelegt. Häufig kommen auch Hochzeitspaare dorthin um ihre Solidarität und ihren Protest zu zeigen. Dann marschiert die Polizei mit Wasserwerfern auf, räumt den Platz und zerstört das Blumenkreuz.

    Bild unten von Andreas Varnhorn: Am 19. August 1989 fand das… [weiterlesen]
  • Den Wandel des fotojournalistischen Berufsfeldes und seine Folgen für die journalistisch Bildkommunikation beschreiben, analysieren und diskutieren 14 Autoren in dem von Elke Grittmann und Felix Koltermann herausgegebenen Band “Fotojournalismus im Umbruch”. Um was geht es dabei?

    Mit Dr. Felix Koltermann sprach Dr. Stefan Hartmann

    • Herr Koltermann, Sie haben Ihren Sammelband "Fotojournalismus im Umbruch" mit dem Untertitel versehen "Hybrid, multimedial, prekär". Bezieht sich diese Reihung von Buzz-Wörtern nun auf Fotojournalismus oder markiert das die Richtung, in die der Umbruch führt?
    Felix Koltermann: Ich würde sagen, es ist eine Mischung aus beidem. Wir sind der Meinung das Hybridisierung, Multimedialisierung und Prekarisierung drei Prozesse sind, die für den zeitgenössischen digitalen Fotojournalismus kennzeichnend sind und darüber hinaus miteinander in Beziehung stehen. Wobei die Prozesse noch nicht abgeschlossen sind, es also durchaus die Möglichkeit gibt, dass nochmal… [weiterlesen]

  • Es ist ein Wettbewerb, der Naturschutz mit Humor verbindet. Überpointiert ausgedrückt: Damit ist er britisch! Bei uns in Germany ist Natur- und Umweltschutz ja leider so oft mit einer sorgenvollen Mine voller Betrüblichkeit verbunden. Seit des alten Bernhard Grzimeks Zeiten im Schwarz-weiss-Fernsehen: Naturschutz ist immer nur Kampf hart vor dem Abgrund.

    Die Briten sind wohl anders sozialisiert, da darf "environmental protection" durchaus auch spaßige, ja sogar komödiantische Elemente haben. Das zeigt der Erfolg des Comedy Wildlife Photography Award, der mittlerweile traditionell einmal im Jahr ausgeschrieben wird. Die Auflage 2022 ist nun - bis zu, 1. September 2022 - offen für Einsendungen. Teilnahmegebühr gibt es keine.

    Aber fotografieren alleine reicht nicht zum Gewinnen! Die Veranstalter erwähnen ausdrücklich: "Gewonnen hat das Bild, das nach Meinung der Jury die beste technische Leistung mit dem amüsantesten Inhalt und der besten Bildunterschrift verbindet."

    Alle Infos: [weiterlesen]

  • In ihrer finalen Sitzung hat die Jury das Arbeitsstipendium für die Realisierung eines fotografischen Projekts an Magnus Terhorst vergeben. Mit einer Anerkennung prämiert wurden die Fotografinnen Amelie Sachs und Barbara Haas sowie das DOCKS Collective.

    Für sein Projekt „Definition von Glück“ wurde Magnus Terhorst - Student an der Fachhochschule Dortmund - mit dem 1. Preis des DGPh-Förderpreises für Photographie 2021/2022 ausgezeichnet. Er erhält für die Fortführung und den Abschluss des Projekts ein Stipendium in Höhe von 5.000 €.

    "Magnus Terhorst überzeugte", so die Jury, "mit der fotografischen Umsetzung eines gesellschaftlich allgegenwärtigen und relevanten Themas, dem omnipräsenten Alkoholkonsum. Terhorst zeigt mit seinen Fotos – jedes nimmt einen anderen Aspekt des Themas auf – eine sehr direkte Sichtweise auf scheinbar alltägliche Situationen. Er zeigt und hinterfragt nicht nur den Alkoholkonsum an sich, sondern auch dessen Akzeptanz als Normalität."


    Bild: Entlang eines… [weiterlesen]


  • Es ist ein reizvolles Projekt, das Sebastian Wells und Lars Spannagel zu den Winterspielen 2022 gestartet haben: Across the Great Wall.

    Sebastian Wells ist einer der wenigen freien Fotografen, die nach Peking reisten und dort fotograiferen. Bereits 2016, 2018 und 2021 besuchte er die Olympischen Spiele und berichtete davon in Fotokolumnen u.a. in der Berliner Zeitung und der Süddeutschen Zeitung. Er gewann bereits zweimal das VDS Sportfoto des Jahres.

    Seine Aufnahmen der Spiele werden von Lars Spannagel in Berlin kommentiert. Spannagel ist Redakteur im Tagesspiegel-Ressort Story. Zuvor berichtete er viele Jahre über Sport, unter anderem von den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro.

    Das Zwiegespräch von Bild und Text findet sich hier: acrossthegreatwall.de/


    Bild: Sebastian Wells. "06.02.2022. Gebäudekomplex am Zielbereich der Ski Alpin Piste in Yanqing, der nach den Spielen wegen fehlender Nutzungsperspektiven wieder abgebaut werden soll." [weiterlesen]


  • Spiegelnde Visiere von Astronautenhelmen, menschenleere Ateliers und verlassene Arbeitszimmer im Vatikan: Die Abwesenheit ist Grundmotiv im Werk des Fotografen Matthias Schaller. Er porträtiert Menschen, indem er einen direkten Blick auf sie verwehrt. Mit rund 100 Arbeiten unter anderem aus den Serien Disportraits, Die Mühle, Lagunenwalzer oder Das Meisterstück präsentiert das NRW-Forum die unkonventionellen Porträts des Fotokünstlers.

    Anstatt die Kamera auf Personen zu richten, widmet Schaller sich ihren alltäglichen Umgebungen und Gegenständen. Seine fotografischen Arbeiten, die von der Kunstgeschichte des Mittelalters ebenso inspiriert sind wie von der jüngsten Gegenwart, leben von der Abwesenheit. [weiterlesen]

  • Wer sich für Fotografie und modernes Theater gleichzeitig interessiert, sollte die Ausstellung „Ruth Walz. Theaterfotografie“ besuchen. Das Museum für Fotografie in Berlin zeigt noch bis zum 13. Februar 2022 Werke der deutschen Fotografin aus den letzten 50 Jahren. Für die Schaubühne Berlin hat Walz von 1976 bis 1990 legendäre Inszenierungen unter anderem von Peter Stein, Luc Bondy oder Robert Wilson dokumentiert und viele weitere Meilensteine der jüngeren europäischen Theater- und der Operngeschichte als Fotografin begleitet.

    "Nach dieser maßstabsetzenden, glücklichen Epoche hat sie Weggefährten auf vielen Stationen des europäischen Theaters und der Oper begleitet und gleichzeitig die Spannbreite ihrer Fotografie technisch (von der Analog- zur Digitalfotografie) erweitert", so die Beschreibung durch das Museum.

    Neben großen Bildfolgen aus einzelnen Inszenierungen – darunter Stücke von Shakespeare, Aischylos oder Goethe – gewährt die Ausstellung auch einen Blick hinter die… [weiterlesen]


  • Der Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Photographie teilt mit, dass er mit Peter Hytrek ein neues Mitglied für den Geschäftsführenden Vorstand gewinnen konnte. Hytrek folgt damit Gabriele Conrath-Scholl, die aus privaten Gründen den Vorstand im August 2021 verlassen hat.

    Dem PIC Verband e.V. gehörte Hytek als 1. Vorsitzender bis Oktober 2021 an und er bringt somit viel Erfahrung in der Verbands- / Vereinstätigkeit mit.

    In der DGPh sind über 1000 berufene Mitglieder organisiert, diese sind in nahezu allen Bereichen der Fotografie aktiv und bilden so ein weitreichendes Netzwerk.


    Bild: Peter Hytrek © Bernd Radtke [weiterlesen]