Artikel aus der Kategorie „Featured News“ 1.223

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    Chargesheimer ist ja bekanntlich "das Urgestein" der Kölner Fotografenszene. So wundert es nicht, dass er - der doch alles aufnahm - auch Jazz in Köln fotografierte: In den 1950er Jahren begegnete er dem Eisdielenbesitzer und Jazz-Enthusiasten Gigi Campi, der in seiner Eisdiele Konzerte organisierte und zeitweilig ein eigenes Schallplatten-Label „Mod Records“ herausgab.

    Chargesheimer fotografierte seitdem Künstler, Proben und Konzerte und steuerte Vorlagen für Schallplatten-Cover bei. Er selbst veröffentlichte 1961 die Mappe »Armstrong. Fitzgerald«. [weiterlesen]
  • Über sich selbst sagt Boris Eldagsen: "Ich studierte Kunst und Philosophie, weil ich in einem von beiden eine Antwort auf die Fragen des Lebens erhoffte. Dadurch sind jedoch nur die Fragen genauer geworden."

    Nun, im Gespräch mit Jana Kühle von den Bildbeschaffern, Hamburg, gibt er dennoch einige Antworten, die die neuen Entwicklung der künstlichen Intelligenz in der Fotografie ausleuchten.

    Hier: die-bildbeschaffer.de/news/bor…eber-ki-in-der-fotografie [weiterlesen]


  • „esse est percipi vel percipere“! Der englische Philosoph Bischof George Berkeley - auch wenn ihn heute kaum mehr jemand kennt, geschweige denn seine Thesen vertritt: Er ist einer der großen Idealisten der Philosophiegeschichte - definierte "Sein" als "Wahrnehmen oder Wahrgenommen werden." Und weil der Mann eben auch ein frommer Bischof war: Derjenige, bei dem alle Wahrnehmungsdaten zusammen laufen, ist natürlich Gott. Die Welt ist nichts als die Datensammlung und Datenverarbeitung im Geiste Gottes...

    Warum ich das erzähle? Weil ich mich spontan frage: Sind das etwa die Pfade, auf die sich das Symposium mit dem Titel „Datenvisualisierungen – Werkzeuge der Erkenntnisse“ begeben möchte? Eine Antwort erfährt man am 24. und 25. November im Hörsaal in der Expo Plaza 2 zu Hannover.

    Das Symosium ist eine Begleitveranstaltung einer Ausstellung, in der Fotografie-Studenten sich den Fragen widmen: "Welche Daten produzieren wir freiwillig oder unfreiwillig, bewusst oder unbewusst?" In einem… [weiterlesen]


  • Lehrers Kinder und Pfarrers Vieh
    gedeihen selten - oder nie!

    Ob es diesen Lästervers in Jindřich Štreits Heimat, Tschechien, auch gibt, das weiß ich nicht. Aber ich weiß, das der, der den Pfarrer mit Federvieh fotografiert hat, selbst Lehrer ist. Ob er Kinder hat, weiß ich auch nicht.

    Aber ich weiß, dass er ein außerordentlicher Dokumentarfotograf ist! Seine Aufnahmen aus den Dörfern Böhmens und Mährens haben etwas sehr unmittelbares, das den Betrachter sofort in die Geschichte hinein zieht.

    In dem kleinen Dorf Sovinec war Štreit in den sechziger Jahren als Lehrer tätig. In seiner Freizeit streift er mit seiner Kamera durch die Umgebung und begreift sich in Ortschronist. Die Region damals ist geprägt von den Wirren und Beschädigungen der Weltkriege und einer nachfolgenden Diktatur. Dabei konnte der Kontrast der Aufnahmen Štreits zu den offiziellen ideologischen Darstellungen nicht gravierender sein. Eine Wertung der bestehenden Lebensverhältnisse war in seinen Bildern immer… [weiterlesen]

  • "Ich bin eben dazu gekommen, dass ich eine Kamera kriegen konnte, eine Leica, und ich wollte eigentlich … aber warum soll ich das eigentlich alles erzählen? Ich bin Fotografin, Punkt.“ So selbstbewusst sprach Leonore Mau in einem Interview mit Ingo Niermann im Jahr 2005.

    Die bpk-Bildagentur und die S. Fischer-Stiftung haben in Kooperation eine Plattform geschaffen, die einem breiten Publikum einen Einstieg in das umfangreiche fotografische Werk Leonore Maus (1916-2013) ermöglicht. Zugleich bietet sie ein Recherchetool für wissenschaftliche Auseinandersetzungen mit ihren Arbeiten.

    Auf der Webseite werden Themenschwerpunkte ihrer Arbeit beleuchtet, ihre zahlreichen Reisen durch Afrika, Amerika und Europa mit dem Schriftsteller Hubert Fichte visualisiert und die Rezeptionsgeschichte ihrer Arbeit von ethnologischer Dokumentation bis Kunstfotografie untersucht. [weiterlesen]

  • In ihrem Langzeitprojekt "The Atlantic Cowboy" führt uns die norwegische Fotografin Andrea Gjestvang auf die Färöer, an einen unvertrauten Ort, der mit einem besonderen Problem zu kämpfen hat. Die Inseln mit ihren knapp 50.000 Einwohnern erleben seit den 1990er Jahren ein Missverhältnis in der Geschlechterverteilung. Die Frauen zieht es zum Studium ins Ausland, die Männer fahren daheim zur See. Leben auf den Färöern bedeutet: viele Jobs in der Fischerei, wenige andere Berufsfelder.

    Der Fischfang bestimmt nicht nur das wirtschaftliche, sondern auch das gesellschaftliche Leben, aus dem sich die Frauen aber zunehmend herauslösen und emanzipieren. Und: Nur wenige Frauen, die einst gegangen sind, kehren auf die abgelegene nordatlandische Inselgruppe zurück.

    Von 2014 bis 2019 war Andrea Gjestvang für längere Aufenthalte auf den Inseln. Ihre Bilder untersuchen, welche Auswirkungen der Männerüberschusses auf die kleinen Gemeinden hat. Dabei stellt sie Fragen nach Tradition, obsoleten… [weiterlesen]

  • Die Fotografen Ninja-N. Kage und Oliver Kage zeigen ab dem 10. Juli 22 bis zum 23.September.22 im Wattenmeer-Besucherzentrum in Cuxhaven ihre erste gemeinsame Ausstellung. "Blue Sky Thinking" zeigt abstrakter Strukturmuster und Himmelsformationen am Wattenmeer-Horizont, im Sonnenuntergang des Moores und den eingefangenen Lichtspielen des Nordens.

    "Unsere fotografischen Werke bilden einerseits die Wirklichkeit ab, sie zielen jedoch ebenso auf die Wahrnehmung und Vorstellungskraft der Betrachter. Die Ausstellung möchte hierbei einen offenen Raum für individuelles und vielfältiges Denken bieten - unentfremdet, unverstellt und unvorhersehbar", so die beiden Fotografen.


    UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer-Besucherzentrum Cuxhaven, Nordheimstraße 200, 27476 Cuxhaven, wattbz.cuxhaven.de [weiterlesen]



  • In Frankfurt / Main existiert seit mehr als 40 Jahren ein Forschungsarchiv, das sich mit Frauen im historischen Musik-Business, Damenkapellen, Solistinnen ab dem ausgehenden 19. Jahrhundert beschäftigt. Warum ich das erzähle? In Zusammenarbeit mit der Deutschen Digitalen Bibliothek wurden weitere Teile des Bestandes des Archivs Frau und Musik digitalisiert und stehen nun über die Deutsche Digitale Bibliothek frei zur Verfügung.

    In dieser Sammlung zu stöbern macht einfach Spaß! Musikerinnen, Komponistinnen, Programmhefte, Noten, Postkarten...


    Bild: Original Dornfels-Ensemble (um 1900), Archiv Frau & Musik (CC BY-SA 4.0 International) [weiterlesen]


  • Die Bachelorabsolventen des Studiengangs Fotojournalismus und Dokumentarfotografie der Hochschule Hannover begeben sich in diesem Sommersemester auf Spurensuche und finden Wege, die Spuren ihrer Suche im fotografischen Medium sichtbar zu machen. Ausgestellt werden die Arbeiten dann vom 23. Juni bis 03. Juli 2022 im GAF Hannover.

    Wenn wir es mit Fotografie zu tun haben, sehen wir zumeist ja nur die Bilder. Hier allerdings erfährt man ein wenig mehr, findet zumindest von der Grundidee her erläutert, was sich die Fotografen bei ihrer "Suche", vorgenommen haben, welche Leitidee ihr Projekt inspinierte. Gönnen wir ihnen ein wenig Platz!


    In vielen Arbeiten wird ein Verschwimmen der Grenze zwischen Fiktion und Realität spürbar. So nimmt etwa das Gemeinschaftsprojekt ‚Das perfekte Verbrechen: Zur Ermordung der Realität‘ von Jan A. Staiger und Malte Uchtmann die Allgegenwärtigkeit des fiktiven Mordes im deutschen Krimi zum Ausgangspunkt, um zu untersuchen, inwiefern vermeintliches Wissen… [weiterlesen]