Artikel aus der Kategorie „News“ 805



  • Vom 7. Juni bis zum 25. August sind im Willy-Brandt-Haus in Berlin mehr als zweihundert Fotografien zu sehen, die die Modefotografie des ostdeutschen Magazins SYBILLE zeigen.

    Von 1956 bis 1995 erschien die Zeitschrift mit einer Auflage von 200.000 Exemplaren sechsmal jährlich im Verlag für die Frau in Leipzig.

    Die langjährige Sibylle-Fotografin Ute Mahler erklärt: „40 Seiten Mode, 40 Seiten Kultur…Es ging um Stil, Geschmack und die Ermutigung zur Individualität…In der Sibylle haben in all den Jahren die besten Fotografen des Landes gearbeitet. Sie wurden mit ihren Porträts, Reportagen, essayistischen Serien oder mit Landschaftsfotografie bekannt, deshalb ist auch die Modefotografie in dem Heft so besonders, weil wir alle in unserem Stil fotografiert haben.“ (Barbara Hartmann)
    fkwbh.de/ausstellung/sibylle

    Willy-Brandt-Haus
    Stresemannstr. 28
    10963 Berlin [weiterlesen]
  • Im Dezember 2014 wurde auf einer Internetseite ein Video veröffentlicht, das den Sänger Herbert Grönemeyer in einer Auseinandersetzung mit zwei Reportern auf dem Köln-Bonner Flughafen zeigt. Trotz seiner Äußerungen, Fotoaufnahmen zu unterlassen, waren er und seine Begleitung weiter fotografiert worden. In dem kurzen Film ist nur der wütende Sänger zu sehen.

    Grönemeyer erhob gegen die Betreiberin der Internetseite Klage auf Unterlassung. Das Landgericht Köln gab der Klage statt. Die Berichterstattung sei einseitig erfolgt und vermittle den Eindruck, der Kläger sei anlasslos auf die Reporter losgegangen.

    Die Berufung der Beklagten vor dem Oberlandesgericht war erfolglos. Das OLG Köln bejaht ebenfalls den Unterlassungsanspruch. (Urteil vom 9.3.2017, 15 U 46/16)
    Auch wenn in dem Verhalten des Klägers ein Notwehrexzess und ein zeitgeschichtliches Ereignis zu sehen sei, sei durch die konkrete Form der Veröffentlichung die berechtigten Interessen des Klägers gemäß § 23 Abs. 2 KUG… [weiterlesen]
  • Die Überwachungskamera, die ein Wohnungseigentümer auf seinem Balkon angebracht hatte, muss er wieder abmontieren. Sie war auf den Gemeinschaftsgarten des Hauses gerichtet. Die Nachbarn dürfen auf Gemeinschaftsflächen nicht gefilmt werden. So hat das Amtsgericht München entschieden (Az. 484 C 18186/18 WEG).

    Obwohl die Kamera die Nachbarn nach den Angaben des Beklagten lediglich aus einer Entfernung von drei Metern filmte und den 15 Meter entfernten Garten gar nicht erfasste, urteilte die Richterin, durch das bloße Vorhandensein der Kamera werde in die Rechte der Nachbarn eingegriffen und ein „unzulässiger Überwachungsdruck aufgebaut“.

    Es sei für die Nachbarn nicht erkennbar, ob die Kamera tatsächlich aufnehme oder nicht. Sofern eine Überwachung befürchtet werden müsse, liege bereits ein Eingriff in das Persönlichkeitsrecht der Gartennutzer vor. Das Sicherheitsinteresse des Beklagten sei zwar nachvollziehbar, nachdem in das Haus mehrmals eingebrochen worden war und dabei zwei… [weiterlesen]
  • Tja, die alte Frage wird wieder hochgekocht: Was ist eigentlich ein Fotograf? Ein Handwerker, ein Künstler oder auch nur jemand, der von seinem Können gerne leben möchte – selbst wenn er kein offizielles Abschlusszeugnis besitzt. Oder gar einen Meisterbrief hat.

    ProfiFoto ahnt Übles! Und startet eine Online-Petition gegen Pläne der Regierung, den bereits 2004 - in meinen Augen: zu Recht - abgeschafften "Meisterzwang" für gewerblich tätige Fotografen zu re-animieren.

    Hier der Hintergrund und der Aufruf zur Petition profifoto.de/szene/notizen/201…427060c&mc_eid=fd59107940 [weiterlesen]

  • © John Moore, Getty Images

    Vom 30. Mai bis zum 23. Juni präsentiert der Freundeskreis Willy-Brandt-Haus eine Ausstellung mit Arbeiten aller 42 beim World Press Photo Award 2019 ausgezeichneten Fotografen.

    Der amerikanische Fotograf John Moore wurde für sein Foto „Crying Girl on the Border“ mit dem World Press Photo of the Year 2019 ausgezeichnet. Es zeigt zentral ein weinendes kleines Mädchen: Die zweijährige Yanela aus Honduras bricht in Tränen aus, als ihre Mutter Sandra Sanchez in Texas, an ein Auto gelehnt von US-Beamten abgetastet und durchsucht wird.

    Für den World Press Photo Award 2019 wählte die Jury die Sieger aus rund 78.801 Fotos von 4.738 Fotografen aus 129 Ländern aus. Der Freundeskreis Willy-Brandt-Haus präsentiert die World Press Photo Ausstellung zum 16.Mal im Willy-Brandt-Haus. (Barbara Hartmann)


    Willy-Brandt-Haus
    Stresemannstr. 28
    10963 Berlin [weiterlesen]
  • Es ist das erste Mal, dass dieser Preis ausgeschrieben wurde. Das Thema lautete "Hauptsache grün", der Köllner Fotograf Paul Lichte ist der Gewinner des Pictrs Photo Award 2019.

    “Auf dem Bild sieht man ein Teefeld aus der Vogelperspektive, welches an die Struktur von Blattadern erinnert. Aufgenommen wurde es im Februar 2019 auf den zu Portugal gehörenden Azoren, der westlichsten Inselgruppe Europas”, so der Fotograf.

    Die weiteren Gewinner sieht man unter blog.pictrs.com/ [weiterlesen]
  • Ein sorgeberechtigter Elternteil kann nicht alleine ohne familiengerichtliche Übertragung auf Löschung von Fotos des gemeinsamen Kindes auf Internetseiten klagen. So hat das Oberlandesgericht Oldenburg am 24. Mai 2018 entschieden (13 W 10/18).

    Die Eltern eines sechsjährigen Mädchens sind geschieden, beide Eltern übten bis auf das Aufenthaltsrecht das Sorgerecht gemeinsam aus. Das Kind lebte mit der Mutter auf dem Bauernhof des neuen Partners. Die Mutter hatte Fotos ihres Kindes auf ihrer für den Bauernhof werbenden Webseite veröffentlicht. Der Kindsvater war damit nicht einverstanden und beantragte für eine beabsichtigte Klage auf Löschung der Fotos Prozesskostenhilfe.

    Das Landgericht Oldenburg wies den Antrag des Vaters zurück, der dagegen sofortige Beschwerde einlegte.

    Das Oberlandesgericht bestätigte das Urteil der Landgerichts. Alleine sei der Vater nicht befugt, gegen die Fotoveröffentlichung von Bildern seiner Tochter vorzugehen. Dafür sei entweder gegenseitiges… [weiterlesen]

  • George Holz
    Madonna, Hollywood, 1983
    © George Holz


    Das Museum für Fotografie und die Helmut-Newton-Stiftung präsentieren vom 7. Juni bis zum 17. November in Berlin eine Ausstellung mit Bildern aus dem monumental-formatigen Fotobuch SUMO. Ergänzt werden diese Motive durch Aufnahmen aus der privaten Fotosammlung von Helmut und June Newton sowie durch Bilder der drei ehemaligen Newton-Assistenten Mark Arbeit, George Holz und Just Loomis.

    Der Bildband „SUMO“ wurde vor zwanzig Jahren, 1999, veröffentlicht. Er wurde in einer Auflage von 10.000 Exemplaren gedruckt, alle Bücher wurden von Newton persönlich signiert und mit einem von Philippe Starck entworfenen Metallständer ausgeliefert. Schon vor zehn Jahren, 2009, organisierte die Helmut Newton Stiftung eine Ausstellung, in der die 460 Buchseiten den Monumentalbuches „SUMO“ gerahmt an der Wand präsentiert wurden, Seite an Seite in drei Reihen übereinander.

    Heute, noch einmal zehn Jahre später, werden die SUMO-Bilder wieder in einer… [weiterlesen]


  • Wie Pirelli mit Hilfe der italienischen Nachrichtenagentur ANSA "durchstach", wird der nächste Pirelli-Kalender - 2020 - vom italienischen Mode- und Portrait-Fotografen Paolo Roversi produziert.

    Was wäre denn zu Paolo Roversi zu sagen? Der 1947 in Ravenna geborene Fotograf lebt seit vielen Jahren in Paris und hat für die Crème de la Crème der Modewelt gearbeitet. In den mittlerweile vier Jahrzehnten seines Schaffens ist es Roversi gelungen, einen sehr typischen persönlichen Stil mit einer ungemein prägnanten Bildsprache zu entwickeln, die sich sowohl in seinen Portraits als auch in seinen Stillleben spiegelt. [weiterlesen]