Artikel aus der Kategorie „News“ 938

  • Die Temposünder-Fotos von Messgeräten des Typs Traffistar S350 sind als Beweise für ein Bußgeldverfahren nicht zulässig, urteilten die Verfassungsrichter (Urt. v. 05.07.2019 Az. Lv 7/17). Damit sind die Entscheidungen des Amtsgerichts Saarbrücken und des Saarländischen Oberlandesgericht in dem Fall aufgehoben.

    Ein Fahrer war im September 2017 in Friedrichsthal innerorts mit 27 Stundenkilometern zu viel geblitzt worden und hatte einen Bußgeldbescheid in Höhe von 100 Euro erhalten. Der Anwalt des Fahrers verlangte die Herausgabe der unverschlüsselten Rohmessdaten sowie der gesamten Messserie des Tattages und eine Kopie der Lebensakte des Messgerätes.

    Er fand bei der Auswertung heraus, dass die Daten bei diesem Gerätetyp gar nicht gespeichert werden und deshalb dem Mann seine Geschwindigkeitsübertretung im Nachhinein nicht mehr nachweisbar ist.

    Ein Sachverständiger bestätigte, die Weg-Zeit-Rechnung des Gerätes sei nicht nachvollziehbar. Das Gerät Traffistar S350 erfasst mittels… [weiterlesen]

  • Wie alle Museen Deutschlands ist auch das Museum der Westküste auf der Insel Föhr - unweit von Sylt im Nordfriesischen Wattenmeer - vorerst bis zum 19. April für Besucher geschlossen. Anstatt in Kummer und eine Sinnkrise zu verfallen, kam man zu dem Schluß: Es bleiben eine ganze Menge Möglichkeiten! Überall experimentieren Museen nun mit digitalen Angeboten, um ihre Ausstellungen trotz Schließung zuganglich zu machen.

    Das Museum der Westküste präsentiert die beiden Ausstellungen „See Stücke. Fakten und Fiktion“ und „Seestücke. Von der Romantik bis zur klassischen Moderne“ virtuell über seine Webseite in der Rubrik MKdW-TV (mkdw.de/de/mkdw-tv) über die Social-Media-Kanäle Facebook und Instagram sowie über Youtube.

    Statt das Café zu besuchen, kann man sich einen selbst gebrühten Kaffee neben den Bildschirm stellen, der Museumsshop ist online geöffnet. Wem noch etwas fehlt, wer die „Aura“des Kunstwerks so nicht zu spüren meint oder wer die frische Nordseebrise schmerzlich… [weiterlesen]

  • In diesen Tagen sitzen wir alle im Schicksal vereint und räumlich voneinander getrennt im Homeoffice. Internet, deine Zauber binden wieder, was der Infektionsschutz streng geteilt. Akg Images wirft einen Blick in die Geschichte der Arbeit zu Hause und stellt fest, dass die Heimarbeit in vergangenen Zeiten eine meist schlecht bezahlte Tätigkeit für Frauen und Kinder war – die Männer arbeiteten für besseren Lohn außerhäusig.

    Ein Beispiel für eine Heimarbeiterin ist die verhärmte, abgelebte Frau mit den erbarmungswürdig traurigen Augen auf dem Plakat „Deutsche Heimarbeit-Ausstellung“ von 1906 von Käthe Kollwitz.

    Wer von Ihnen jetzt in den Spiegel schaut und sich ebenso traurig findet, dem lege ich virtuell eine Hand auf den Arm – irgendwann werden wir alle wieder zusammen in unseren Büros sitzen. Bis dahin ist Homeoffice der Gold Standard – ohne Staufahrt und Office Politics. (Barbara Hartmann)

    akg-images.de/Package/2UMEBMBGI96SP

    Bild: Kollwitz, Käthe, geb. Schmidt… [weiterlesen]


  • Pirelli hat angesichts des derzeitigen Covid-19-Notstands beschlossen, die Produktion des Pirelli Kalenders 2021 einzustellen und dessen Veröffentlichung zu streichen. Im Zusammenhang mit anderen Initiativen, die das Unternehmen bereits ergriffen hat, wird das Projekt "The Cal" 100.000 Euro für den Kampf gegen das Coronavirus sowie dessen Erforschung spenden.

    „Die Produktion des Pirelli Kalenders wurde bereits 1967 sowie von 1975 bis 1983 eingestellt. Der beispiellose Covid-19-Notstand hat uns gezwungen, dies nun erneut zu tun. Wir werden zu gegebener Zeit zu dem Projekt zurückkehren, gemeinsam mit den Menschen, die aktuell mit uns daran gearbeitet haben", sagte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende und CEO von Pirelli, Marco Tronchetti Provera.

    Der akutelle Kalender 2020 „Looking for Juliet" wurde von Paolo Roversi fotografiert. (Bild) [weiterlesen]
  • Das Oberlandesgericht Koblenz verurteilt einen syrischen Flüchtling für das Verbreiten eines Fotos, auf dem er mit dem abgetrennten Kopf eines Soldaten posiert (sowie Kriminalität im Saarland) zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und sechs Monaten. Die dabei eingerechnete Einzelstrafe für das Kriegsverbrechen beläuft sich auf eineinhalb Jahre Haft (Aktenzeichen 1 StE OJs 20/17).

    Der 34-Jährige war schon 2018 vom Amtsgericht Saarbrücken wegen Drogenhandels und Körperverletzung zu einer Haftstrafe verurteilt worden.

    Dem Angeklagten wird nicht vorgeworfen, den Kopf selbst abgetrennt zu haben. Er hatte sich in Syrien dem bewaffneten Widerstand gegen die Regierung angeschlossen. Er verlor dort ein Bein.

    Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Verteidigung und Generalstaatsanwalt haben keine Revision angekündigt. (Barbara Hartmann) [weiterlesen]

  • Eingang Süd/ Foto: Koelnmesse / photokina / Autor: Harald Fleissner

    Nachdem die photokina 2020, die vom 27. bis 30. Mai stattfinden sollte, folgerichtig wegen der globalen Pandemie abgesagt wurde, steht nächste Termin für die internationale Leitmesse für Foto, Video und Imaging fest – sie wird vom 18. Bis 21. Mai 2022 stattfinden. Auch die Imaging Innovation Conference feiert nicht wie geplant 2020 Premiere, ein neuer Termin ist in Abstimmung.

    Mit dieser sehr frühzeitigen Ankündigung möchte die Koelnmesse Ausstellern und Besuchern Planungssicherheit geben. Die Entscheidung, die nächste photokina erst in zwei Jahren zu veranstalten, wurde mit Blick auf verschiedene Faktoren getroffen: Der Imagingmarkt war auch schon vor dem Auftreten des Coronavirus stark in Bewegung. Diese Entwicklung wird nun weiter an Dramatik gewinnen und muss in die Planungen für die kommende photokina einbezogen werden. Die Ausrichtung 2022 gibt allen Beteiligten genügend Zeit, die nächste photokina… [weiterlesen]


  • Im Moment macht das Meldungen schreiben wirklich keinen rechten Spaß! Es wird nichts angekündigt, nur monoton abgesagt...

    Da ist selbst eine Termin-Verschiebung schon - fast - eine freundliche Abwechslung!

    Denn der CEPIC Congress 2020 - der im Juni auf Mallorca stattfinden sollte - wird in den Herbst verlegt: vom 30. September bis 2. Oktober 2020. Die Wellcome Reception findet dann entsprechend am 29. September statt. [weiterlesen]
  • Die beiden Leiter des Festivals, Karen Fromm und Lars Bauernschmitt, schreiben:

    "Seit 2008 war das Lumix Festival für jungen Bildjournalismus bereits sechsmal ein Ereignis, bei dem sich Fachpublikum und Fotobegeisterte aus aller Welt in Hannover getroffen haben. Besucherinnen und Besucher konnten ein inspirierendes Programm mit Ausstellungen, Vorträgen, Diskussionen und Portfoliosichtungen erleben und einen Einblick in Tendenzen und Perspektiven des Bildjournalismus und des Visual Storytellings in Print- und Onlinemedien gewinnen.

    Auch 2020 sollte die Expo Plaza in Hannover wieder zu einem Ort werden, an dem aktuelle Entwicklungen diskutiert, hochkarätiger junger Bildjournalismus gezeigt und prämiert und Partys gefeiert werden. Leider lässt es die aktuelle Entwicklung jedoch nicht zu, das Festival so vorzubereiten und verantwortungsvoll durchzuführen, wie wir alle es uns wünschen. Das gesamte Lumix Festival Team bedauert es daher sehr, dass wir eine noch vor wenigen Wochen… [weiterlesen]
  • Der Rechtsstreit zwischen dem Chefkameramann des Filmes „Das Boot“ und den ARD-Rundfunkanstalten um eine weitere angemessene Beteiligung des Kameramanns an den von den Erlösen ist vor dem Bundesgerichtshof angelangt. In den ersten Instanzen hatte der Kameramann teilweise recht bekommen. Der BGH hob das Urteil des Berufungsgerichtes auf und verwies die Sache zurück. Die dortige Begründung wurde bemängelt. Mit dieser begründung könne dem Kläger kein Anspruch auf Zahlung einer weiteren angemessenen Beteiligung zuerkannt werden (Urteil vom 20.02.2020, Az.: I ZR 176/18 – Das Boot II).

    Der Chefkameramann hatte für seine Mitarbeit an dem 1980/1981 gedrehten Film eine Pauschalvergütung von 204.000 DM erhalten. Der Film fand im Kino, im Fernsehen, auf Videokassette und DVD zahlende Zuschauer.

    Beklagt wurden die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten, die zusammen mit dem in einem gesonderten Rechtstreit in Anspruch genommenem WDR in der Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen… [weiterlesen]