Artikel aus der Kategorie „News“ 923

  • Der DFB-Nationalspieler Julian Draxler tauschte im Sommer 2019 auf einer Yacht in Ibiza Zärtlichkeiten mit einer unbekannten Frau aus - nicht seiner langjährigen Freundin. Die Bild-Zeitung informierte ihre Leser darüber, bezeichnete Draxler als „Käptn Knutsch“, zeigte Kussbilder und daneben zum Vergleich auch Bilder der betrogenen Freundin beim Stadionbesuch. Der Fußballspieler klagte vor dem Landgericht Köln auf Unterlassung und bekam dort vollumfänglich Recht.

    In der Revision unterscheidet das Oberlandesgericht Köln zwischen Wortberichterstattung und Bildern. Der Artikel und die Titulierung „Käptn Knutsch“ sind mit dem Urteil des OLG erlaubt, die Bilder der Knutscherei und das Bild seiner Freundin dürfen zur Illustration aber nicht gezeigt werden. (Urteil vom 22.11.2018, Az. 15 U 96/18).

    „Nicht alles, wofür sich Menschen aus Langeweile, Neugier und Sensationslust interessieren, rechtfertigt dessen visuelle Darstellung in der breiten Medienöffentlichkeit“. Zwar habe die… [weiterlesen]
  • Von Michael Wiese erreichte uns folgende Mitteilung mit der Bitte um Publikation:

    "Mit heutigem Tag und sofortiger Wirkung übernehme ich, Michael Wiese, wieder sämtliche Bildrechte meiner Agentur face to face Agentur GmbH & all4prices. (siehe weiter unten: Kündigungsschreiben meines Anwalts.)

    Leider ist der im Sommer geschlossene Vertrag von der Käuferin nicht eingehalten worden. Aus diesem und anderen Gründen, die ich hier nicht weiter erörtern möchte, bitte ich Sie, sämtliche noch ausstehende Honorare ab sofort und ausschließlich an die ihnen in der Vergangenheit bekannte Bankverbindung zu übermitteln.

    Der Betrieb, der Versand von täglichem Bildmaterial wird, wie sie alle es von mir gewohnt waren, unkompliziert weiterlaufen."


    Zum Hintergrund: Ohne auf die Vorgeschichte(n) der Agentur facetoface eingehen zu wollen, es genügt die letzte Entwicklung: Face to face und die Marke all4prices wurden an Siri Vorbeck weiter gegeben und wurden seit Juli 2019 als Limited Company mit… [weiterlesen]
  • Die Photobastei - sie war das einzige Haus für Fotografie in Zürich - schliesst nach fünf Jahren zum Ende Juni. Trotz guter Besucherzahlen bleibt das Ausstellungs- und Kulturzentrum am Sihlquai 125 defizitär.

    Bei einem Umsatz von rund einer Million Franken sind die Risiken, die sich insbesondere aus dem Museumsbetrieb ergeben, zu groß, um vom Hauptverantwortlichen, Romano Zerbini, als Einzelperson getragen zu werden. Deshalb hat er entschieden, die Photobastei zu schliessen.

    Die Photobastei hatte es seit ihrer Gründung finanziell nie leicht. Sie versuchte, sich durch einen Angebots-Mix von Museum, Vermietung von Ausstellungsräumen sowie einem Kulturzentrum mit Gastronomie selbst zu tragen. Ziel war ein kultureller Freiraum, der sich unabhängig von Sponsoring und Kulturförderung finanzierte. "Nach fünf Jahren zeigt es sich nun, dass dies knapp, aber eben leider nicht ganz gelingt", so Romano Zerbini.

    In der Mitteilung heißt es weiter: "Das kleine Team, bestehend aus vier… [weiterlesen]

  • Mit den analogen Reisebildern des ehemaligen Touristikfotografen Walter Rudolph ist jetzt ein weiterer Fotonachlass der Kölner Partneragentur United Archives digitalisiert und aufbereitet im Bestand der Bildagentur imago images verfügbar.

    Über mehr als 25 Jahre lieferte Walter Rudolph seit den frühen 1970er Jahren Fotoserien an damals international tätige Bildagenturen wie Toni Stone, Bavaria, ZEFA und viele andere mehr.

    Als etablierter Reisefotograf dokumentierte Walter Rudolph im Auftrag des Touristikunternehmens TUI weltweit Traumreiseziele, um durch seine professionellen Aufnahmen Reiselust und Fernweh bei allen Urlaubswilligen zu wecken. Die 70er Jahre gelten als das Jahrzehnt der Pauschalreisen - das zunehmende Angebot an preiswerten Flügen ließ auch weit entfernte Länder zum Greifen nah erscheinen.

    Neben Fotos unter anderem aus Österreich, Italien, Spanien, Frankreich und Griechenland ergänzen Aufnahmen entfernterer Reiseziele wie Kuba, Jamaika, Marokko und aus den USA… [weiterlesen]

  • Ansgar Marx, aus der Serie Grenzübergang Marienborn, 2019 © Ansgar Marx

    Vom 14. Dezember bis zum 12. Januar präsentiert das Museum für Photographie in Braunschweig eine Ausstellung unter der Überschrift „Zonenrandgebiet“. Die Region um Braunschweig gehörte so wie alle Gebiete mit Grenzverläufen zur DDR zum „Zonenrandgebiet“.

    Nach 30 Jahren Mauerfall und Grenzöffnung waren die Mitglieder des Museumsvereins dazu aufgerufen, in ihre Archive in die Gegenwart und möglicherweise in die Zukunft zu blicken. Wie stellen sich die Realitäten gesellschaftlicher Bedingungen früher und heute dar?

    Dass Grenzerfahrungen mit Blick auf politische Systeme heute auch über Deutschland hinaus erkennbar sind, stellt ein weiterer Beitrag mit einem Bild aus Korea vor. Darüber hinaus sind Blicke auf Zonen und Grenzen auch im häuslichen Alltag möglich und werden im Privaten in Mauern, Toren und Absperrungen oder Zäunen sichtbar, wo sie zum Alltag eines Sicherheitsdenkens gehören, bei dem das Private… [weiterlesen]
  • Eine Zahnärztin hatte oberhalb ihres Empfangstresens eine Videokamera installiert. Die aufgenommenen Bilder konnten in Echtzeit auf Monitoren angesehen werden, die sie in den Behandlungszimmern aufgestellt hatte. Das Bundesverwaltungsgericht betätigte die Entscheidung der Vorinstanz und wies die Revision der Ärztin ab. Denn: Die Videokamera muss so ausgerichtet werden, dass der den Patienten und sonstigen Besuchern zugängliche Bereich vor dem Empfangstresen, der Flur zwischen Tresen und Eingangstür und das Wartezimmer nicht mehr erfasst werden. (Urteil vom 27.03.2019 – BverwG 6 C 2.18)

    Die Notwendigkeit der Videoüberwachung sei nicht ersichtlich gewesen. Die seit dem 25. Mai 2018 in der EU geltende Datenschutzgrundverordnung finde keine Anwendung auf Anordnungen, die vor diesem Zeitpunkt erlassen worden seien.

    Der Bundesgesetzgeber hatte die Zulässigkeit der Video-Beobachtung öffentlich zugänglicher Räume vor dem 25. Mai 2018 durch das Bundesdatenschutzgesetz abschließend… [weiterlesen]

  • Dr. Julia Spohr wird ab 2. Januar 2020 die Führung der Deutschen Digitalen Bibliothek übernehmen. Sie ist damit die Nachfolgerin von Frank Frischmuth, bisheriger Geschäftsführer Finanzen, Recht, Kommunikation, der die DDB nach über sechs Jahren zum Jahresende 2019 verlässt. Dr. Spohr hat Geschichte, Politikwissenschaften und Soziologie an der Humboldt-Universität in Berlin studiert und an der Freien Universität Berlin über die Geschichte der früheren zentralen Untersuchungshaftanstalt des DDR-Staatssicherheitsdienstes in Berlin-Hohenschönhausen promoviert. [weiterlesen]
  • C/

    C/O Berlin zeigt bis zum 20. Februar 2020 eine Retrospektive des Werkes des chinesischen Künstlers Ren Hang, der bis zu seinem Freitod 2017 im Alter von 29 Jahren in Peking lebte und arbeitete.

    Er publizierte zahlreiche Fotobücher und veröffentlichte seine Arbeiten auf seiner Webseite, über Facebook, Instagram und Flickr. Er war ein „Digital Native“, der die sozialen Netze nutzte, um sich und seine Werke zu inszenieren und bekannt zu machen. Bei seinem künstlerischen Schaffen zog er aber die klassische analoge Kamera der digitalen Technik vor. 2010 erhielt er den Third Annual Prize for Contemporary Art. Sein Werk findet posthum eine stetig wachsende Anhängerschaft.

    Ren Hangs Bilder erzählen in einer humorvoll-verspielten Bildsprache von Gefühlen, Sehnsüchten, Ängsten und von der Einsamkeit einer jungen Generation in China. Sie stehen symbolhaft für deren Rebellion gegen die Konventionen eines restriktiven kommunistischen Regimes, in dem Nacktheit sowie sexuelle Freiheit bis… [weiterlesen]
  • Der Schweizer Presserat wies die Beschwerde eines Lesers gegen Blick.ch vollumfänglich ab – die Familienfotos eines tödlich verunglückten Zehnjährigen durften mit Einwilligung seiner Eltern veröffentlicht werden. Der Junge war im Dezember 2018 von einem LKW überrollt worden und dabei zu Tode gekommen. Die Beschwerde richtetes sich gegen eine Homestory, in der der Name des Jungen ungekürzt genannt wurde und unverpixelte Fotos des Kindes, seiner Eltern und seines Bruders gezeigt wurden.

    Da die Eltern explizit den Wunsch geäußert hatten, den Namen und die Bilder nicht zu anonymisieren, urteilte der Presserat, die Privatsphäre des Jungen sei durch die Homestory nicht verletzt worden.

    Über die schlechte Bewertung eines Zahnarztes, der von seiner auszubildenden Assistentin auf Google kritisiert und negativ bewertet worden war, berichtete "Blick" mit einem Foto der Assistentin und einem verpixelten Bild des Arztes. Sie titelte: „Dentalassistentin Sadia H. (20) kritisiert ihren Ex-Chef… [weiterlesen]
  • Herausforderung Digitalisierung: Bildbranche organisiert gemeinsame Interessenvertretung im BVDW

    Berlin, 10. Dezember 2019 – Die digitale Transformation eröffnet der deutschen Bildbranche weitreichende Potenziale, birgt aber auch große Herausforderungen. Um dieser Entwicklung proaktiv zu begegnen, organisieren sich sieben führende Berufsverbände der Bildbranche künftig im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. in dem eigens hierfür gegründeten Gremium „Initiative Bild“. Bei der ersten Sitzung haben die Gründungsmitglieder aus ihren Reihen Christian Müller-Rieker (PIV) als Leiter sowie Torsten Hoch (BVPA) und J. Konrad Schmidt (BFF) als weitere Sprecher des Gremiums bestätigt.

    Die digitale Transformation verändert zahlreiche gesellschaftliche wie auch wirtschaftliche Bereiche teilweise von Grund auf. Für die Bildbranche spiegelt sich dies vor allem durch die zunehmende Diversität und Vernetzung der Aufnahmegeräte, den Werteverfall der professionellen
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