Artikel aus der Kategorie „News“ 928

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    Ein Fotojournalist hatte keinen Erfolg mit seiner Klage gegen die Landeshauptstadt München.

    Dass die Münchner Feuerwehr selbst Fotos ihrer Einsätze anfertigt und über das Kreisverwaltungsreferat der freien Presse auf einem Portal im Internet gegen eine Aufwandsentschädigung von 25,00 Euro anbietet, ist laut Urteil des Gerichtes kartellrechtlich nicht zu beanstanden.

    Der Fotograf hatte geklagt und argumentiert, die Feuerwehr nutze hier ihre marktbeherrschende Stellung aus. Das gefährde seine Existenz.

    Außerdem verlasse die Feuerwehr mit dem Bilderhandel ihre Kernaufgaben der Gefahrenabwehr. Behörden dürften sich nur in engen Grenzen auf dem Gebiet der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit betätigen.

    Abgewogen wurde in dem Urteil zwischen der Garantie der kommunalen Selbstverwaltung und der Pressfreiheit.

    Die Feuerwehr müsse sich in ihren Publikationen auf Sachinformationen beschränken. Mit dieser Einschränkung seien presseähnliche Publikationen zur Information der Bevölkerung… [weiterlesen]
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    Bild: Sanna Kannisto, Corduelis spinus, 2015, Pigment Druck, 65 x 92 cm, Courtesy Persons Projects, Berlin

    Mit den unterstellten Geschichten beim Bilderschauen spielen die Fotografien der Ausstellung, die das Museum für Photographie in Braunschweig noch bis zum 27. September zeigt.

    Vorgestellt werden die bildnerischen Konzepte von Daniela Comani, Kata Geibl und Sauna Kannisto.

    Im fortlaufenden Fotoprojekt „Eine glückliche Ehe“ inszeniert sich die italienische Künstlerin Daniela Comani in gestellten Alltagsszenen gleichzeitig selbst als Mann und Frau. Die Geschichten hinter den Szenen entstehen im Kopf des Bildbetrachters – warum schaut die Frau mit dem Einkaufswagen wohl so sichtlich genervt in der Weinabteilung des Supermarktes, während der Mann versunken ein Etikett studiert?

    In ihrer mehrteiligen Werkgruppe „Sisiphus“ (2018) setzt sich die ungarische Künstlerin Kata Geibl in poetisch-illusionistischen Bildern mit ihrem schwankenden Vertrauen in die rationale Wissenschaft… [weiterlesen]
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    Ein Fotograf, der ein Bild an eine Redaktion weitergibt, trägt die nicht die Verantwortung dafür, dass durch eine Bildveröffentlichung keine Rechte verletzt werden – die presserechtliche Verantwortung trägt die Redaktion.

    Die Kammer des Ersten Senats des Bundesverfassungsgerichts gab der Verfassungsbeschwerde eines Fotografen statt, der 2014 das Bild eines dunkelhäutigen Patienten im Wartebereich des Universitätsklinikums Aachen unverpixelt an die Redaktion der Bild-Zeitung weitergegeben hatte (Beschluss vom 23. Juni 2020 – 1 BvR 1716/17).

    Zur Illustration eines Artikels, in dem die unzureichenden Sicherheitsbedingungen des Klinikums in Ebola-Verdachtsfällen dokumentiert werden sollten, wurde das Bild unverpixelt publiziert.

    Schon unmittelbar nach der Aufnahme des Bildes in der Klinik war der Fotograf von dem Patienten, der behandelnden Ärztin und der herbeigerufenen Polizei zur Löschung des Bildes aufgefordert worden. Die Ärztin erklärte dem Fotografen, dass der Ebola-Verdacht… [weiterlesen]
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    Bild: Astrid Klein: Ohne Titel (daß vollkommene Liebe…)1979/ Fotoarbeit, 149 x 125 cm, Bayerische Staatsgemäldesammlungen, München/ Foto: Sprüth Magers © Astrid Klein

    Vom 21. Juli 2020 bis zum 17. Januar 2021 zeigt die Pinakothek der Moderne in München eine Ausstellung mit Fotoarbeiten und Collagen der Fotokünstlerin Astrid Klein. Schon der Titel der Werkschau irritiert: „Dass vollkommene Liebe die Angst austreibe“.

    Die übergriffige, erzieherische Assoziation: „Pass bloß auf! Das werde ich dir noch austreiben!“ bestätigt sich in der zentralen Fotocollage der Ausstellung, auf der der Schriftzug „dass vollkommene Liebe die Angst austreibe“ über dem Knie einer von hinten eng umklammerten Frau installiert wurde.

    Ein Bild „vollkommener Liebe“ ist das sicher nicht, eher ein beklemmend besitzergreifender Zugriff. Auf einer anderen Collage drückt ein Mann einer Frau hinterrücks den Kopf in den Nacken – unter dem Text „Eine Frau muss geliebt werden - und sie muß wissen, daß… [weiterlesen]



  • Mal schnell eine gute Nachricht: Die Photobastei - Haus der Fotografie in Zürich konnte dem Aus entkommen. Chef Romano Zerbini schreibt: "Anfang dieses Jahres sah sich die Photobastei aus finanziellen Gründen gezwungen, die Schliessung auf Ende Juni zu kommunizieren. Die Ankündigung entfesselte eine grosse und unerwartete Dynamik, die zu neuen Ideen führte. Diese Dynamik und ein erfolgreiches Crowdfunding erlauben nun, die Photobastei mit einem neuen Konzept, neuen Köpfen und einer Kooperation mit der Stiftung JETZT KUNST weiterzuführen.

    Die Wiedereröffnung am Sihlquai findet am 3. September ab 18 Uhr statt." [weiterlesen]
  • Es ist ja nicht ganz neu: Im Internet werden massenhaft Fotos einfach verwendet – ohne Genehmigung und ohne dafür zu bezahlen. Gestohlene Fotos zu finden und das fällige Honorar einzutreiben, ist für die Rechteinhaber mühsam und zeitaufwendig. Das übernimmt der neu eingerichtete Service picturemaxx RightsControl.

    In Kooperation mit dem spezialisierten Dienstleister Image Professionals werden illegal genutzte Fotos aufgespürt und entgangene Erlöse monetarisiert. Die Urheber können nachträglich rechtmäßig vergütet werden.

    Das Handling ist für picturemaxx-Kunden einfach, denn Fotos, die picturemaxx AGENCY oder CORPORATE mit der BACKSTAGE-Datenbank nutzen, müssen für die Suche nach illegalen Duplikaten im Netz nicht erneut hochgeladen werden. Nach Klärung der individuellen Voraussetzungen kann der Service gebucht werden und schon wird geprüft. Zusätzlich beurteilen die Experten, welcher illegalen kommerziellen Nutzung erfolgreich nachgegangen werden kann.

    Wie geht es dann weiter? Nach… [weiterlesen]
  • Wie viele andere kulturelle Veranstaltungen musste auch das Lumix Festival coronabedingt sein Konzept ändern. So wurde innerhalb von weniger als drei Monaten eine rein digitale Alternative aus dem Boden gestampft: Was das Team um die Festivalleitung Lars Bauernschmitt und Karen Fromm unter dem Motto „10 Tage – 10 Themen“ auf der Website des Festivals lumix-festival.de/ und in den sozialen Medien präsentierte, kann als Erfolg gewertet werden. Dem Team aus Lehrenden und Studierenden des Studiengangs Fotojournalismus und Dokumentarfotografie der Hochschule Hannover ist es gelungen, mit digitalen Ausstellungen, Live-Vorträgen, Portfoliosichtungen und den Präsentationen der unterstützenden Firmen sein Publikum zu erreichen. Die Zahlen sprechen für sich: Bis zum letzten Festivaltag am Sonntag, den 28. Juni besuchten 14.800 Nutzer die Website, rund 100.000 Seitenaufrufe wurden gezählt.

    Das Festival war damit nicht „leider nur digital“, sondern überzeugte mit einem Konzept, das sein… [weiterlesen]
  • Zur Erweiterung unserer Meldung zur Entscheidungssituation des geplanten Bundesinstitutes für Fotografie sei auf einen umfassenden Artikel von Thomas Gerwers verwiesen. Der Chefredakteur der Zeitschrift ProfiFoto unternimmt den Versuch, detailliert den aktuellen Stand der Debatte zusammen zu fassen.

    Hier sein Artikel, man muss aber ein wenig Lesezeit mitbringen. [weiterlesen]
  • Das erste Gespräch letzter Woche mit Lars Bauernschmitt orientierte sich vor allem am Schwerpunkt "Fotografenfragen". Nun soll der Focus der Fragen zur Bildmarkt-Analyse 2020 auf die Erkenntnis zu Bildagenturen gerichtet werden. Mit Lars Bauernschmitt sprach Stefan Hartmann.

    • Pictorial: Herr Professor, wollen wir die Situation der Bildagenturen etwas beleuchten? Denn das war ja bislang das Hauptthema Ihrer Untersuchungen. Was sind die Aspekte, in denen sich Neues gegenüber der früheren Erhebungen ergab?
    Lars Bauernschmitt: Etwas wirklich Neues haben wir in diesem Jahr nicht erfahren, wir sind mittlerweile vor allem dabei, unsere Erkenntnisse der Vorjahre zu vertiefen. Ein wichtiger Punkt, der wieder deutlich geworden ist, ist die extreme Heterogenität der Bildagenturen. 36 Prozent der Agenturen haben keine Mitarbeiter*innen. Über 21 Prozent haben lediglich ein bis zwei Mitarbeiter*innen. Wir sollten in der Darstellung des Bildermarktes also vielleicht genauer von Bildagenturen und… [weiterlesen]