Artikel aus der Kategorie „News“ 838

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    Ein Vater hatte in die Veröffentlichung einer Fotografie seiner damals 15-jährigen Tochter eingewilligt. 1999 war in einer Zeitschrift eine „Homestory“ mit dem Bild abgedruckt worden. Als ihr Bild neunzehn Jahre später erneut publiziert wurde, legte die inzwischen volljährige Frau Klage wegen der Verletzung ihres Persönlichkeitsrechtes ein. Sie verlangte Unterlassung, da die damalige Einwilligung ihres Vaters die erneute Veröffentlichung nicht rechtfertigten.

    Das Landgericht Frankfurt gab der Klägerin Recht (29. September 2019 2-0 O 454/18). Da sie als Jugendliche keine Einwilligung in die Bildveröffentlichung gegeben habe, habe sie selbst noch keine bindende Entscheidung hinsichtlich der Veröffentlichung getroffen. Die Entscheidungsmöglichkeit darüber müsse auch Personen zugebilligt werden, die als Minderjährige mit Zustimmung ihrer gesetzlichen Vertreter abgebildet wurden, nun aber die Volljährigkeit erreicht hätten.

    Die Klägerin kann die Unterlassung der Bildveröffentlichung… [weiterlesen]
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    Erstmals wird "Der Neue BFF-Förderpreis" dieses Jahr in den drei Kategorien „Angewandte Fotografie / Design“, „Kunst“ und „Reportage / Dokumentation“ ausgeschrieben. Den Bewerber steht dabei die ganze Bandbreite der Fotografie offen. Ihnen ist das Genre – Werbung, Journalismus, Still-Life, Food oder People – ebenso freigestellt wie die Wahl zwischen Studio- und Location-Shooting. Voraussetzung ist, dass das Konzept noch nicht fertig umgesetzt wurde und unveröffentlicht ist.

    Thematisch stellt der Wettbewerb "diesmal die fotografische Auseinandersetzung mit sozialen, kulturellen, ökologischen oder ökonomischen Aspekten unter dem Leitmotiv »elementar« in den Mittelpunkt. In den einzureichenden Konzepten sollen sich die Bewerber*innen gezielt mit elementaren Fragestellungen und Herausforderungen unserer Zeit befassen", so der Fotografen-Verband.

    Die Bewerbungsphase hat begonnen und läuft bis zum 15.11.2019, Infos gibt es unter foerderpreis.bff.de. [weiterlesen]
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    Bis zum 23. November präsentiert die Rathausgalerie Kunsthalle in München Arbeiten des Fotografen und Schauspielers Stefan Hunstein. Der 1957 in Kassel geborene Hunstein gehört zum Ensemble des Bayerischen Staatsschauspiels. 1991 wurde er mit dem Deutschen Photopreis ausgezeichnet.

    Von Dokumentarfotografie distanziert sich Stefan Hunstein in seinem „fotografischen Manifest“, das man auf seiner Webseite lesen kann. „Die Realität, die die Fotographie in immer neuen Varianten behauptet, ist eine Lüge“, führt er dort aus. Der Dokumentarist sei ein „Lügner“, die Fotographie wolle die Dinge nicht erkennen, sondern nur auf die Dinge schauen. Seine Folgerung: „Darum: statt Dokumentation Fiktion, Statt Sichtbarem Unsichtbares, Statt Fotos Poesie“.

    Sein Werk „Die Augen der Attentäter“ zeigt sieben stark vergrößerte Nahansichten der Augenpartie der Männer, die mit einer Autobombe den SS-Mann Reinhard Heydrich in Prag umbrachten. Für seine Arbeit „Schön war’s“ (2009) hat er… [weiterlesen]

  • Paolo Pellegrin: Rom. Italien 2015 © Paolo Pellegrin/Magnum Photos

    Vom 25. Oktober bis zum 1. März 2020 präsentiert das Haus der Photographiein Hamburg mehr als 200 Fotografien des Dokumentar- und Kriegsfotografen Paolo Pellegrin. Der Gewinner zahlreicher Fotopreise und der Capa Goldmedaille ist seit 2001 Mitglied der Fotoagentur Magnum Photos.
    Die Bilder werden von einem Minimum von Wandtexten begleitet und stattdessendurch Videoclips des Fotografen kontextualisiert. Die Arbeitsweise des Fotografen, seine Bildfindung wird dem Ausstellungsbesucher durch die in derAusstellung gezeigten Notizbücher, Skizzen, Drucke, Negative und Folien anschaulich. Der interaktive Charakter der Installationen lädt zum Stöbern und Nachforschen ein.

    Un´ Antologia ist eine Hommage an Pellegrins "lebenslange Beschäftigung mit dem menschlichen Dasein", dient aber auch als wichtige Erinnerung daran, dass Reportage-Fotografie weit mehr war, ist und bleibt als nur ein Medium für die tägliche… [weiterlesen]
  • Ein Lehrer eines rheinland-pfälzischen Gymnasiums hatte sich bei einem Fototermin freiwillig mit zwei Schulklassen ablichten lassen. Gegen die Veröffentlichung der Bilder im Schuljahrbild klagte er, seine Zustimmung dazu sei nicht eingeholt worden. Er habe sich von einer Kollegin zur Teilnahme an dem Fototermin überreden lassen, den Verwendungszweck der Bilder habe er nicht gekannt. Die Fotografin habe ihm versichert, dass die Bilder nicht veröffentlich würden. Im ersten an der Schule herausgegeben Jahrbuch seien keine Bilder von ihm veröffentlicht worden.

    Das Verwaltungsgericht Koblenz wies seine Klage ab, die Bilder müssen nicht aus dem Jahrbuch entfernt werden (VG Koblenz, Urteil vom 6.9.2019 %K 101/19.KO).

    Das Gericht begründet: Der Lehrer habe durch seine Teilnahme an dem Fototermin konkludent in die Veröffentlichung der Bilder eingewilligt. Obwohl ihm die Gepflogenheit der Veröffentlichung von Klassenfotos in Jahrbüchern bekannt gewesen sei, habe er sich mit den Schülern… [weiterlesen]

  • Schon immer war gefrorenes Wasser mit seinen mannigfaltigen Erscheinungsformen in verschiedensten Naturräumen geeignet, Stephan Amm zu faszinieren und fotografisch herauszufordern. Als Fotograf, der einen Großteil seiner Aufnahmen am liebsten in den verschiedenen Naturräumen seiner Heimat Franken macht, lernte er Eis schnell als eine Zutat zu schätzen, welche fähig ist, vielen Motiven das gewisse Etwas zu verleihen: „Mit meinem Interesse an klassischer Malerei, überrascht es mich immer wieder, wenn die eigentlich zufällige Kombination verschiedener natürlicher Stoffe ein vollkommen harmonisches Bild ergibt“, erzählt der Fotograf aus Kronach.

    Mit seinem Portfolio "The art of ice" gewinnt Stephan Amm den Fritz Pölking Preis 2019 der Gesellschaft für Naturfotografie (GDT). [weiterlesen]
  • Die funktionsstüchtige Kamera, die ein Grundstückseigentümer aus dem Kreis Altenkirchen im Westerwald aus einem seiner Fenster auf das Nachbargrundstück ausrichtete, muss er entfernen. Auch eine gleichzeitig aufgestellte Kameraattrappe in seinem Haselnusstrauch darf er nicht behalten, da bereits durch den Schein beim Nachbarn ein „Überwachungssdruck" entsehen könne (Beschluss vom 5.09.2019, Az. 13 S 17/19).

    Nach der erfolgreichen Klage des Nachbarn müssen nun beide Kameras entfernt, beziehungsweise so ausgerichtet werden, dass sie weder das Nachbargrundstück noch den öffentlichen Bereich in den Fokus nehmen. Der Unterlassungsanspruch ergibt sich aus § 1004 und § 823 Abs. 1 BGB.

    Das Urteil des LG Koblenz bestätigt das Urteil der Vorinstanz AG Betzdorf: Eine ständige Videoüberwachung greife in das Recht auf informationelle Selbstbestimmung ein. Bei einer Kameraüberwachung auf Privatgrundstücken müsse sichergestellt werden, dass weder angrenzende öffentliche Bereiche, noch… [weiterlesen]




  • Vom 16. Oktober bis zum 18. Januar 2020 sind in der Leica Galerie in NürnbergFotografien Hardo Reimanns zu sehen.

    Als der Wetzlarer Anwalt und Notar Reimann Nepal bereiste, war er begeistert von der landschaftlichen Schönheit und menschlich betroffen von den Lebensumständen der Volksgruppe der Sherpa, die dort wohnt.

    Die Schwarz-Weiß-Bilder der Ausstellung geben Einblick in die bedrückende Lebensumgebung der Kinder Nepals.

    Hardo Reimann engagiert sich in mehreren Projekten, die die Situation der Menschen in Nepal verbessern sollen, wie zum Beispiel dem Aufbau von Schulen für Waisen und Behinderte.

    Mit seinen Bildern möchte er Einblick in die Situation in Nepal geben, Interesse für die Menschen dort wecken und Verständnis für humanitäre Hilfsprojekte vermitteln. (Barbara Hartmann)

    leica-store-nuernberg.de/Leica…ungen/Hardo-Reimann-Nepal
    Leica Store Nürnberg , Obere Wörthstr. 8, 90403 Nürnberg [weiterlesen]


  • Noch ist es ein virtuelles Museum. Erst 2023 sollen dann reale Ausstellungsräume in London hinzu eröffnet werden. Naheliegenderweise beschäftigt sich das Museum of Youth Culture mit dem Sujet "Jugendkultur", deren Historie man dort auf "100 Jahre" definiert. Auch wenn dieses ausgerufene Jubiläum historisch natürlich absolut willkürlich und unsinnig ist.

    Aber in Kooperation mit Google Arts & Culture sind über 16.000 Motive online, die in 40 durchaus interessanten Portfolios und Themensammlungen geordnet sind. Schwerpunkt ist natürlich UK, aber "Die Geschichte der Blue-Jeans-Jacke" beispielsweise passt schon auch auf dem Kontinent. [weiterlesen]


  • Vom 17. Oktober bis zum 19. Januar 2020 präsentiert das Vitra Design Museum eine Retrospektive des Gesamtwerkes des indischen Architekten und Stadtplaners Balkrishna Doshi in der Pinakothek der Moderne München.

    Doshis Lebenswerk wurde 2018 mit dem Pritzker-Preis geehrt. International bekannt wurde er durch seine visonären Stadtplanungen und sozialen Wohnprojekte sowie durch sein Engagement im Bildungsbereich. Sein Verständnis von Architektur ist stark von Le Corbusier und Loius Kahn geprägt, mit denen er als junger Architekt zusammenarbeitete.

    Ausgehend von deren modernen Formensprache hat er sein eigenes ästhetisches Vokabular entwickelt, das mit den lokalen Bedürfnissen und indischen Traditionen in Einklang steht. In der Ausstellung sind dreidimensionale Architekturmodelle, Nachbauten seiner Architekturen, Pläne, Malereien, Filme und Fotografien zu sehen. (Barbara Hartmann)

    Pinakothek der Moderne
    Barer Str. 40, 80333 München
    www.pinakothek-der-moderne.de [weiterlesen]