Artikel aus der Kategorie „Events“ 1.387


  • Erich Ohser ist vor allem bekannt für seine gezeichneten Bildgeschichten "Vater und Sohn", die er unter dem Pseudonym e.o.plauen publizierte. Aber diese unpolitischen Comics, die die Erlebnisse eines Vaters mit seinem kleinen Sohn thematisieren, waren nicht der Anfang, sondern das Ende seines Schaffens. Nach einem Grafikstudium in Leipzig arbeitete Ohser als Buchillustrator (etwa auch für Erich Kästner) und als Zeitungskarikaturist (u.a. für die SPD-Zeitung Vorwärts). Dort zog er sich durch die Verächtlichmachung von Hitler und Goebbels den Hass der Nationalsozialisten zu, so dass Erich Ohser nach deren Machtergreifung Repressionen und quasi einem Berufsverbot ausgesetzt war. Das wurde insofern gelockert, dass der Zeichner - allerdings mit einem Verbot der politischen Betätigung - unter dem Namen e.o.plauen weiter zeichnen durfte. Sein Leben endete tragisch: Wegen seiner Ablehnung der NSDAP denunziert, wurde Ohser vor Freislers Volksgerichtshof gestellt und dort 1944 zum Tode… [weiterlesen]

  • Chargesheimer (1924–1971) ist unbestreitbar ein Kölner Regionalheld, das Urgestein der Kölner Fotografenszene der Nachkriegszeit! Am 19. Mai 2024 wäre der Fotograf, getauft auf den Namen Carl Heinz Hargesheimer, einhundert Jahre alt geworden. Anlass für das Museum Ludwig noch bis zum 10. November 2024 im Fotoraum eine Ausstellung mit rund 50 seiner Aufnahmen zu zeigen. Chargesheimer wurde mit den Fotobüchern Cologne intime und Unter Krahnenbäumen bekannt, die der Stadt Köln und ihrem Alltagsleben gewidmet sind.

    1957 erschienen Chargesheimers Fotografien in dem vom damaligen Leiter des Nachrichtenamtes der Stadt Köln Hans Schmitt-Rost betreuten Fotobuch Cologne intime. Der Auftrag lautete, repräsentative Aufnahmen des Wiederaufbaus der kriegszerstörten Stadt anzufertigen, dabei aber auch die „typischen“ Kölner festzuhalten.

    Zwei Videos erlauben Einblick in die Fotobücher. Außerdem bezieht die Präsentation drei von Chargesheimers weniger bekannten Skulpturen – Mediationsmühlen… [weiterlesen]
  • Die DGPh und die weißensee kunsthochschule berlin (KHB) luden am 20. April 2024 zum 2. Symposium der Arbeitsgruppe 89+ Fotoperspektive Ost ein. Unter dem Motto „Erbe sichern, um Zukunft zu gestalten“ wurde der Austausch über Prägungen und Perspektiven ostdeutscher Fotografie fortgesetzt. Die Aufzeichnung des Symposiums ist nun in sechs Teilen in der Mediathek verfügbar: dgph.de/mediathek [weiterlesen]

  • Die GAF feiert ihr 10-jähriges Bestehen. "Diese 10 Jahre", so die hannoveranische Galerie, "waren nicht nur Zuckerschlecken. Wie bei allen freien Kulturprojekten waren sie geprägt von viel ehrenamtlicher Arbeit, oft auch Stress und immer chronischer Finanzknappheit. Unser Lohn waren die vielen Besucher, im letzten Jahr stolze 16.000, eine beachtliche Zahl für eine Hinterhofgalerie."

    In den 10 Jahren seit der Gründung wurden rund 90 Ausstellungen gezeigt. Zur Jubiläumsfeier wird eine Sammlung von Bildern zusammen getragen, [weiterlesen]
  • In seinem Webinar am 23. Mai 2024 widmet sich der BVPA aktuellen Klagefällen von Rechteinhabern gegen Tech-Unternehmen und deren KI-Modelle in den USA. Referentin Dr. Kerstin Bäcker bespricht die unterschiedlichen Argumente und blickt voraus auf die KI-Diskussion in Deutschland.

    In den USA hat der Aufstieg generativer KI bereits jetzt zu einer regelrechten Flut von Copyright-Klagen geführt. Das ungezügelte Abgreifen urheberrechtlich geschützter Werke zur Entwicklung kommerziell genutzter Large Language Models wie ChatGPT oder Bildgeneratoren wie Stable Diffusion rief in den vergangenen Monaten zahlreiche US-Rechteinhaber aus den Bereichen Fotografie, [weiterlesen]

  • Es sind zwei Werkkomplexe, in denen der Fotograf Michael Wesely faszinierende Antworten auf die Fragen gibt: "Wie lässt sich die räumliche und architektonische Entwicklungsdynamik einer Stadt fotografisch visualisieren? Wie kann Fotografie überhaupt Zeit einfangen?"

    Für „Doubleday“ legt Wesely seine eigenen Aufnahmen passgenau über alte Fotografien Berliner Architektur aus dem 19. und 20. Jahrhundert und schafft damit atemberaubende Zeitsprünge zwischen Einst und Heute: Flaneure des 19. Jahrhunderts am Alexanderplatz begegnen Touristen von heute, Ruinen werden von ihren wiederaufgebauten Kopien überblendet, an die Stelle des Schlosses Monbijou ist ein Park getreten. Vergangenheit und Gegenwart laufen in einem Bild ineinander. [weiterlesen]

  • Der Titel der Ausstellung "Close Enough" funktioniert natürlich nur vor dem Hintergrund eines Zitates des bekannten Fotojournalisten und Mitbegründers der Bildagentur Magnum Robert Capa: "Wenn Deine Bilder nicht gut genug sind, bist Du nicht nah genug dran." Die Ausstellung selbst sucht zu belegen, dass jene 13 Magnum-Fotografinnen mit ihren Bildern nahe genug dran waren.

    Vor dem Hintergrund des 75. Jahrestages der Gründung der Agentur Magnum (1947) konzentriert sich Close Enough auf Fotografinnen, deren unterschiedliche Standpunkte derzeit die fotografischen Perspektiven innerhalb der Agentur prägen. [weiterlesen]

  • Das Atelier Jungwirth hatte mit seiner ungewöhnlichen Ausstellung der Fotoarbeiten von Steve McCurry im vergangenen Jahr einen besonderen Erfolg zu verzeichnen. Das Besondere war, dass die Fotografien der Ausstellung in riesenhaften Formaten, hintergrundbeleuchtet, präsentiert wurden. An diesen Erfolg wollen die Grazer im Sommer nun mit einer Schau der Arbeiten von Kristian Schuller anknüpfen. Gezeigt werden neben Schullers Modefotografie natürlich auch seine Portraits von Sharon Stone, Cate Blanchett, Heidi Klum etc.

    Das Rezept: Schullers opulente Werke werden großformatig, schwebend und hinterleuchtet in den Formaten 2 x 3m und 3 x 4,5m gezeigt. "Diese Präsentation unterstreicht die Kraft der Fotografien und der magischen Momente", so Atelier-Chef und Fotograf Christian Jungwirth. [weiterlesen]

  • Der 1. Preis des Hansel-Mieth Preises 2023 geht an die Reportage „Ich will eine normale Frau sein. Einfach so“, die im Zeit Magazin 26/2022 veröffentlicht wurde. Die Arbeit ist eine Gemeinschaftsproduktion der Fotografin Anne Morgenstern und des Zeit-Autors Rudi Novotny.

    "Mit zwölf beschließt Ella, dass sie nicht mehr Eliah heißen will. Zwischen ihr und ihrem Ziel, eine Frau zu werden, liegen Jahre voller Euphorie und Enttäuschung, Hoffnung, Verzweiflung, Freundschaft und Liebe. Eine Geschichte über das Erwachsenwerden", so die Agentur Zeitenspiegel. Der Preis für engagierte Reportagen in Wort und Schrift wird seit 1998 von der Reportagen-Agentur-Zeitenspiegel vergeben.

    Die Reportage [weiterlesen]