Artikel aus der Kategorie „Events“ 1.124

  • Die Deutsche Gesellschaft für Photographie und die Deutsche Börse Photography Foundation schreiben erneut gemeinsam die beiden Preise „Thinking Photography. DGPh-Forschungspreis“ und „Writing Photography. DGPh-Preis für innovative Publizistik“ aus. Die Auszeichnungen werden alle zwei Jahre vergeben.

    Der „Thinking Photography. DGPh-Forschungspreis“ zeichnet wissenschaftliche Arbeiten aus dem Gebiet der Fototheorie und -geschichte aus und würdigt geistes-, kultur- und sozialwissenschaftliche Ansätze, die einen außergewöhnlichen Beitrag zur Fotografieforschung leisten. Er kann neben Qualifikationsarbeiten (Master, Diplomarbeiten oder Dissertationen) auch für andere eigenständige Publikationen verliehen werden, mit denen eine Erweiterung der Forschungsperspektiven auf das Medium Fotografie verknüpft ist. Eingereicht werden können publizierte oder unpublizierte Texte aus den letzten zwei Jahren. Der Preis ist mit 3.000 Euro dotiert.

    Das Nachdenken über Fotografie geschieht jedoch… [weiterlesen]

  • Seit rund 20 Jahren fotografiert Andreas Jorns Menschen. Schon immer faszinierte den Fotografen aus Haan in Nordrhein-Westfalen besonders die Portraitfotografie. Neben dem Genre, das nach Jorns weitaus über "die bloße Fotografie hinaus" geht, sind es die Menschen an und für sich, die ihn interessieren.

    Die Ausstellung „Black is the color“ ist bis zum 20. August 2022 in der Leica Galerie Düsseldorf in der KÖ Galerie (Königsallee 60) zu sehen. Es ist, so die Veranstalter, die erste Retroperspektive der Schwarzweiß-Portraits von Andreas Jorns.

    Bild: Andreas Jorns, Sarah B, 2021 [weiterlesen]
  • Der Congress der CEPIC vom 25. bis 27. Mai 2022 brachte - so schildern es die Teilnehmer, eine offizielle Erklärung der Cepic liegt uns noch nicht vor - rund 210 Teilnehmer auf die Insel. 39 Aussteller-Tische, davon 7 Tische durch CEPIC-Sponsoren, waren belegt. Man könnte also sagen: Es war ein kleiner Kongress. Wundert das? Die Ertragslage bei den Agenturen in den letzten beiden Jahren war so, dass selbst Ausflüge nach "Malle" gestrichen wurden.

    Am Besten trifft es das Resümé von Oliver Hamann, Medienberater mit Schwerpunkt Fotografie und Video: "Unter den Teilnehmern herrschte einerseits Erleichterung, man war froh, bei einem Branchen-Austausch wieder face to face sprechen zu können. Andererseits wurde geklagt: Natürlich über durch die Covid-Krise zurückgegangenen Einnahmen. Ein weiterer Faktor, der Honorarerlöse zunehmend drückt, sind die aktuell hohen Papierpreise, die einige deutsche Verleger z.B. dazu veranlasst haben Seitenumfänge zu reduzieren – weniger Seiten =… [weiterlesen]

  • Mal ehrlich: Wer weiß schon, dass Max Pechstein fotografierte? Wir kennen ihn als expressionistischen Maler mit teils sehr bunten Bildern, als Mitglied der Künstlervereinigung "Brücke". Und der hat schwarz-weiß fotografiert?

    Zum Nachweis kann man in seine Heimatstadt Zwickau fahren, sich dort in den Kunstsammlungen Zwickau in der Ausstellung Seegewohnheiten überzeugen lassen.

    Das Museum schreibt: "Die Ausstellung zeigt eine neue Facette von Max Pechstein (1881-1955): Erstmals wird eine breite Auswahl von ihm aufgenommener Fotografien in direkten Bezug zu seinen Werken aus dem Früh- bis Spätwerk gesetzt – darunter originale Ölgemälde, Aquarelle, Zeichnungen und Druckgrafiken. Dieser Dialog, gegliedert in verschiedene Themenbereiche, vergrößert die Geschichte des Einzelwerkes und ermöglicht einen neuen Blick auf das Gesamtschaffen des Künstlers. Im Aufeinandertreffen von Fotografien und illustrierten Briefen Max Pechsteins als eine weitere authentische Quelle, die Einblicke… [weiterlesen]

  • Die diesjährigen Hauptpreisträger kommen aus Bayern, Berlin, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen und Sachsen. Ihre Bilder überzeugen durch persönlichen Bezug, vielfältige gesellschaftliche Themen sowie kreative Umsetzung. Die Preisverleihung fand am 22. Mai vor rund 200 Zuschauern statt. Es wurden Preise im Gesamtwert von 13.500 Euro im Museum für Angewandte Kunst Köln (MAKK) vergeben.

    Die Ausstellung ist noch bis zum 12. Juni im MAKK zu sehen. Unter dem Motto „WE_LOVE“ präsentiert sie neben den aktuellen Preisträger eine Rückschau auf jugendliche Lebenswelten der vergangenen 60 Jahre.

    Das Archiv der Preisträger ist hier: jugendfotopreis.de/preistraeger.html [weiterlesen]

  • Sehen Sie die Delinquenten hängen, die pickenden Raben auf ihren Schultern? Betrachten Sie den Galgen und geben Sie mir Recht: Berthold Steinhilber ist einfach ein Meister der Atmosphäre. Das bewies er bereits in seinen frühen Arbeiten "Ghost towns in the American West". Seitdem zeigt er, dass er ein Könner der großformatigen Landschaftsfotografie ist und diese Qualität gerne auch zur Illustration historischer Themen einsetzt. In Erinnerung sind auch seine Dokumentarbilder über Göbekli Tepe, eine Ausgrabungsstätte im Südosten der Türkei bei Sanliurfa. Es ist die älteste bekannte Kultstätte der Menschheit, deren Steinzeit-Kunst uns Steinhilber mit seiner Lichttechnik plastisch vor Augen führt.

    Für sein neuestes Buch "Deutschland – Eine Reise durch die Zeit" ging er erneut auf eine historische Reise, blieb allerdings im Lande: Gemeinsam mit der Journalistin Sabine Böhne reiste er durch Deutschland, um historisch bedeutsame Orte und Landschaften zu dokumentieren.

    Wo in Deutschland… [weiterlesen]


  • Man Rays "Le Violon d'Ingres" (1924) ist zweifellos eine der bekanntesten Fotografien dieser Erde. Jetzt ist es sogar die teuerste! Denn wie das Magazin Art News aus New York schreibt, wurde das Bild bei Sothebys New York für 12,4 Millionen US-Dollar versteigert.

    Der Verkauf erfolgte nach einem langen Bietergefecht, das fast 10 Minuten dauerte, während der Auktion von Christie's New York, die der surrealistischen Kunst gewidmet war. Geschätzt war das Bild auf "nur" 7 Millionen Dollar.

    Der Abzug des Man Ray-Fotos, das seine Muse Kiki de Montparnasse zeigt, ist insofern eine Rarität, als er als "fotografische Originalkopie" gilt. Das Bild stammt aus dem Nachlass der Sammler Rosalind Gersten Jacobs und Melvin Jacobs, die enge Verbindungen zu surrealistischen Kreisen hatten. Die Jacobs kauften Le Violon d'Ingres 1962 direkt von Man Ray und haben es seither in ihrem Besitz behalten.

    Das Ergebnis übertraf den bisherigen Auktionsrekord für eine Fotografie um das Dreifache. Seit 2011… [weiterlesen]

  • In den frühen neunziger Jahren lebt und studiert der deutsche Fotograf Peter Bialobrzeski eine Zeitlang in England und findet dort eine gesellschaftliche Wirklichkeit vor, die ihm als Deutschen sehr fremd vorkommt und der er sich mit fotografischen Mitteln nähert. Die Bilder, die entstehen, zeigen den unvoreingenommen, aber beeindruckend scharfsinnigen Blick des Außenstehenden auf ein Land, das schwer angezählt scheint.

    Thatcher ist nach langer Regierungszeit abgetreten, das Land von Arbeitslosigkeit und Inflation gezeichnet. Die Wirtschafts- und Sozialpolitik der Premierministerin hat die Schere zwischen Arm und Reich weit auseinanderklaffen lassen und die starren Unterschiede der Klassengesellschaft deutlich hervorgehoben.

    Genau diesen Nachwirkungen geht Bialobrzeski nach und bewegt sich dabei in parallelen Welten. Die eine präsentiert Wohlstandsbürger, eine Welt der Cocktailkleider, der Pferderennen und der exklusiven Partys. Die andere Welt hat nichts zu feiern. Den… [weiterlesen]


  • Sora Park (*1991 in Gimpo, Südkorea) ist mit ihrer Serie „Bei mir, bei Dir“, 2018–2021, die diesjährige Gewinnerin des August-Sander-Preises..

    Park studiert zurzeit an der Folkwang Universität der Künste in Essen. Zuvor hat sie an der Sunchon National University in Suncheon, Südkorea am Department of Photographic arts studiert.

    Zum Entstehungskontext der prämierten Serie erläutert die Fotografin: „Als ich im Jahr 2015 von Südkorea nach Deutschland gezogen bin, habe ich mich ganz bewusst bemüht, […] neue Menschen kennenzulernen. Als Photographiestudentin schien es mir natürlich, dass ein Teil des Kennenlernens darin bestand, Photos zu machen. Wenn ich jemanden neu kennenlernte, begann ich […] mit einem mehrstündigen Gespräch, bis die Person sich wohl fühlte oder entspannt war, und dann machte ich ein einziges Photo mit einer analogen Großformatkamera.“

    Jede Person lichtet Sora Park entweder in deren oder in ihrer eigenen Wohnung ab, einige Personen sind an beiden Orten… [weiterlesen]

  • Der im letzten Jahr gegründete Dachverband Deutscher Fotorat lädt am Mittwoch, 1. Juni 2022, 14 bis 19 Uhr, zu einem Symposium ein: Fotografie – Das Auge unserer Gesellschaft. Physisch stattfinden wird es in den Deichtorhallen Hamburg, Auditorium im Haus für aktuelle Kunst.

    Die Ausrichtung der vier Gründungsverbände des Fotorats – Deutsche Fotografische Akademie (DFA), Deutsche Gesellschaft für Photographie (DGPh), Berufsverband Freie Fotografen und Filmgestalter (BFF) und Freelens – spiegelt sich in der ersten öffentlichen Veranstaltung zum Auftakt der Festival Week der Hamburger Phototriennale wider:

    Die Themen sind:
    • Wie wandelt sich das Berufsbild der Fotografen? Mit dem BFF-Fotografen Simon Puschmann und der Art Producerin Susanne Kastner
    • Was wird aus dem fotografischen Erbe? Mit dem Fotografen Rudi Meisel und Sebastian Lux, Geschäftsführer der Stiftung F.C. Gundlach
    • Welche Rolle spielt die Fotografie in der Kunst? Mit Barbara Hofmann-Johnson, Leiterin Museum für Photographie
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