Artikel aus der Kategorie „Events“ 1.068

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    Man Rays "Le Violon d'Ingres" (1924) ist zweifellos eine der bekanntesten Fotografien dieser Erde. Jetzt ist es sogar die teuerste! Denn wie das Magazin Art News aus New York schreibt, wurde das Bild bei Sothebys New York für 12,4 Millionen US-Dollar versteigert.

    Der Verkauf erfolgte nach einem langen Bietergefecht, das fast 10 Minuten dauerte, während der Auktion von Christie's New York, die der surrealistischen Kunst gewidmet war. Geschätzt war das Bild auf "nur" 7 Millionen Dollar.

    Der Abzug des Man Ray-Fotos, das seine Muse Kiki de Montparnasse zeigt, ist insofern eine Rarität, als er als "fotografische Originalkopie" gilt. Das Bild stammt aus dem Nachlass der Sammler Rosalind Gersten Jacobs und Melvin Jacobs, die enge Verbindungen zu surrealistischen Kreisen hatten. Die Jacobs kauften Le Violon d'Ingres 1962 direkt von Man Ray und haben es seither in ihrem Besitz behalten.

    Das Ergebnis übertraf den bisherigen Auktionsrekord für eine Fotografie um das Dreifache. Seit 2011… [weiterlesen]
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    In den frühen neunziger Jahren lebt und studiert der deutsche Fotograf Peter Bialobrzeski eine Zeitlang in England und findet dort eine gesellschaftliche Wirklichkeit vor, die ihm als Deutschen sehr fremd vorkommt und der er sich mit fotografischen Mitteln nähert. Die Bilder, die entstehen, zeigen den unvoreingenommen, aber beeindruckend scharfsinnigen Blick des Außenstehenden auf ein Land, das schwer angezählt scheint.

    Thatcher ist nach langer Regierungszeit abgetreten, das Land von Arbeitslosigkeit und Inflation gezeichnet. Die Wirtschafts- und Sozialpolitik der Premierministerin hat die Schere zwischen Arm und Reich weit auseinanderklaffen lassen und die starren Unterschiede der Klassengesellschaft deutlich hervorgehoben.

    Genau diesen Nachwirkungen geht Bialobrzeski nach und bewegt sich dabei in parallelen Welten. Die eine präsentiert Wohlstandsbürger, eine Welt der Cocktailkleider, der Pferderennen und der exklusiven Partys. Die andere Welt hat nichts zu feiern. Den… [weiterlesen]


  • Sora Park (*1991 in Gimpo, Südkorea) ist mit ihrer Serie „Bei mir, bei Dir“, 2018–2021, die diesjährige Gewinnerin des August-Sander-Preises..

    Park studiert zurzeit an der Folkwang Universität der Künste in Essen. Zuvor hat sie an der Sunchon National University in Suncheon, Südkorea am Department of Photographic arts studiert.

    Zum Entstehungskontext der prämierten Serie erläutert die Fotografin: „Als ich im Jahr 2015 von Südkorea nach Deutschland gezogen bin, habe ich mich ganz bewusst bemüht, […] neue Menschen kennenzulernen. Als Photographiestudentin schien es mir natürlich, dass ein Teil des Kennenlernens darin bestand, Photos zu machen. Wenn ich jemanden neu kennenlernte, begann ich […] mit einem mehrstündigen Gespräch, bis die Person sich wohl fühlte oder entspannt war, und dann machte ich ein einziges Photo mit einer analogen Großformatkamera.“

    Jede Person lichtet Sora Park entweder in deren oder in ihrer eigenen Wohnung ab, einige Personen sind an beiden Orten… [weiterlesen]

  • Der im letzten Jahr gegründete Dachverband Deutscher Fotorat lädt am Mittwoch, 1. Juni 2022, 14 bis 19 Uhr, zu einem Symposium ein: Fotografie – Das Auge unserer Gesellschaft. Physisch stattfinden wird es in den Deichtorhallen Hamburg, Auditorium im Haus für aktuelle Kunst.

    Die Ausrichtung der vier Gründungsverbände des Fotorats – Deutsche Fotografische Akademie (DFA), Deutsche Gesellschaft für Photographie (DGPh), Berufsverband Freie Fotografen und Filmgestalter (BFF) und Freelens – spiegelt sich in der ersten öffentlichen Veranstaltung zum Auftakt der Festival Week der Hamburger Phototriennale wider:

    Die Themen sind:
    • Wie wandelt sich das Berufsbild der Fotografen? Mit dem BFF-Fotografen Simon Puschmann und der Art Producerin Susanne Kastner
    • Was wird aus dem fotografischen Erbe? Mit dem Fotografen Rudi Meisel und Sebastian Lux, Geschäftsführer der Stiftung F.C. Gundlach
    • Welche Rolle spielt die Fotografie in der Kunst? Mit Barbara Hofmann-Johnson, Leiterin Museum für Photographie
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  • „Aufbruch im Osten - VR Polen und CSSR in den 80er Jahren“ ist eine Gemeinschaftsausstellung der Fotografen Andreas Varnhorn und Dirk Eisermann im Haus am Dom zu Frankfurt am Main (Domplatz 3, 60311 Frankfurt am Main). Die Schau läuft vom 2.6. bis 30.8.22.

    Die Arbeiten der beiden Bildjournalisten dokumentieren - unabhängig voneinander - politische Geschehnisse dieser spannungsreichen Zeit, genauso wie alltägliche Momente, oftmals mit den Stilmitteln der Street Photography.

    Unser Bild oben stammt von Dirk Eisermann, Warschau, 1982. Friedlicher und symbolischer Protest gegen die Verhängung des Kriegsrechts in Polen (1981-1983). Fast täglich wurde mit Blumen auf dem Warschauer Siegesplatz (heute Pilsudski-Platz) ein Kreuz gelegt. Häufig kommen auch Hochzeitspaare dorthin um ihre Solidarität und ihren Protest zu zeigen. Dann marschiert die Polizei mit Wasserwerfern auf, räumt den Platz und zerstört das Blumenkreuz.

    Bild unten von Andreas Varnhorn: Am 19. August 1989 fand das… [weiterlesen]
  • Letzte Woche sprachen wir mit Felix Koltermann über seinen neu erschienen Sammelband "“Fotojournalismus im Umbruch”, den er gemeinsam mit Elke Grittmann herausgibt. Die offizielle Vorstellung des Bandes wird am Mittwoch, 11. Mai 2022 um 19 Uhr an der Hochschule zu Hannover (Hörsaal HS Hannover Expo Plaza 2) erfolgen, wo Koltermann ja lehrt.

    Die Veranstaltung wird aber auch live auf Youtube gestreamt. Aufgrund aktueller Hygieneregeln ist die Anzahl der Besucher im Hörsaal auf 100 beschränkt. Im Gebäude herrscht Maskenpflicht.

    youtube.com/channel/UCgpcWK2M8nIG9DP5zdyKhzQ/videos [weiterlesen]


  • Die Gewinner stehen fest: Der Gesamtsieger, der auch den Titel Pink Lady Food Photographer of the Year 2022 führen darf, ist der indische Fotograf Debdatta Chakraborty mit seinem Bild „Kebabiyana“. Es zeigt einen Koch am Grill eines Straßenimbisses in der indischen Stadt Srinagar. Eingereicht wurde es in der Kategorie "Street Food".

    Scheinbar hatte auch der Fotografierte Spaß dabei. Gegenüber mid Day, einer in Bombay erscheinen englischsprachigen Zeitung, beschreibt der Fotograf die Aufnahme-Situation: "Er füllte Öl in die glühenden Kohlen und fragte mich mit einem Lächeln, ob ich noch mehr Rauch wolle. Er war äußerst hilfsbereit und glücklich, als ich ihm das Foto zeigte. Kaschmir ist das Land der warmherzigen Menschen." (mid-day.com/mumbai-guide/thing…/picture-a-story-23225098)

    Die Fotos der Bestplatzierten des Awards in den einzelnen Kategorien gibt es hier: pinkladyfoodphotographerofthey…m/finalists-gallery-2022/ [weiterlesen]


  • Mit dem Dr. Erich Salomon-Preis zeichnet die Deutsche Gesellschaft für Photographie (DGPh) in diesem Jahr die amerikanische Dokumentarfotografin Susan Meiselas aus. Damit würdigt die Gesellschaft ihre herausragende Arbeit aus rund 50 Jahren.

    „Susan Meiselas hat seit den 1970er Jahren ihre ganz besondere Art der journalistischen Autorenfotografie entwickelt: Mit persönlichem Engagement und großer Konstanz hat sie – teils in Langzeitprojekten – Schicksale und Geschichten in eindringlichen Bildern und Serien dokumentiert, die in bedeutenden Buchpublikationen und Ausstellungen mündeten. Auch ihr Engagement im Zusammenhang der Magnum Foundation, eine Institution zur Förderung unabhängiger Dokumentarfotografie mit sozialem und humanistischem Content und des globalen Netzwerks von Fotografen, die das Menschenrecht und soziale Gerechtigkeit thematisieren, ist ein Grund für diese Auszeichnung. Mit Susan Meiselas ehrt die DGPh eine der aktivsten und bedeutendsten… [weiterlesen]
  • Den Wandel des fotojournalistischen Berufsfeldes und seine Folgen für die journalistisch Bildkommunikation beschreiben, analysieren und diskutieren 14 Autoren in dem von Elke Grittmann und Felix Koltermann herausgegebenen Band “Fotojournalismus im Umbruch”. Um was geht es dabei?

    Mit Dr. Felix Koltermann sprach Dr. Stefan Hartmann

    • Herr Koltermann, Sie haben Ihren Sammelband "Fotojournalismus im Umbruch" mit dem Untertitel versehen "Hybrid, multimedial, prekär". Bezieht sich diese Reihung von Buzz-Wörtern nun auf Fotojournalismus oder markiert das die Richtung, in die der Umbruch führt?
    Felix Koltermann: Ich würde sagen, es ist eine Mischung aus beidem. Wir sind der Meinung das Hybridisierung, Multimedialisierung und Prekarisierung drei Prozesse sind, die für den zeitgenössischen digitalen Fotojournalismus kennzeichnend sind und darüber hinaus miteinander in Beziehung stehen. Wobei die Prozesse noch nicht abgeschlossen sind, es also durchaus die Möglichkeit gibt, dass nochmal… [weiterlesen]


  • Indien ist oftmals ein übler Ort für Frauen, die auf dem Subkontinent besonders häufig Opfer von Gewalt und systematischer Unterdrückung sind. Schon ab der Geburt aufgrund ihres Geschlechtes oftmals unerwünscht, werden - so schätzt man - zwei von drei Frauen später Opfer von Gewalt. Einen gewissen Schutz vor öffentlicher Brutalität bietet die Familie, die aber im gleichen Atemzug auch Ort des Ausgeliefertseins familiärer Gewalt ist.

    Die Ausstellung "Mahila" der Fotografin Helena Schätzle beschäftigt sich mit dem erschütternden Thema. Dreizehn Jahre lebte Schätzle dort, immer wieder mit massiver Unterdrückung von und Gewalt an Frauen konfrontiert. Auf der Suche nach Erklärungen hat sie gemeinsam mit dem indischen Fotografen Sudharak Olwe Frauen porträtiert und ihre Geschichten festgehalten – eine "Femmage an die starken Frauen Indiens", wie die von laif repräsentierte Fotografin schreibt. [weiterlesen]