Artikel aus der Kategorie „Events“ 1.613

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    Die Retrospektive – sie läuft noch bis zum 10. Mai 2026 im Foto Arsenal Wien - zeichnet Daidō Moriyamas fotografisches Werk und seine konzeptuellen Auseinandersetzungen mit den Medien nach: von seinen frühen Arbeiten für japanische Magazine über sein wachsendes Misstrauen gegenüber dem Fotojournalismus bis hin zu seinem Beitrag zur „Provoke“-Bewegung.

    Der japanische Fotograf – neben weiteren Ausszeichnungen ist er auch DGPh-Kulturpreisträger 2004 – wird mit über 200 Kunstwerken, 250 Reproduktionen aus Publikationen, Büchern und audiovisuellen Projektionen gefeiert. Die Ausstellung ist damit eine der umfassendsten Ausstellungen über das Werk des Fotografen. Wien ist bereits die fünfte Station dieser internationalen Wanderausstellung, die zuvor in São Paulo, Berlin, London und Helsinki präsentiert wurde. Von der britischen Zeitung The Guardian wurde sie zur besten Fotoausstellung des Jahres gekürt. [weiterlesen]

  • Zur Person, dem Werk und der Ästhetik Leni Riefenstahls (1902 – 2003) hat wohl jeder seine eigene Meinung. Ob ich meine ändern werde in Folge der Forschung der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, das glaube ich eher nicht.

    Zentral aber ist, dass „die Preußen“ mit dem Nachlass Leni Riefenstahls eine Schenkung durch die Erbin erhielten, die durchaus das Potential zum Danaergeschenk hat. Über 700 Kisten mit Fotos, Filmen, Notizen, Briefen, Manuskripten und weiteren Dokumenten waren der SPK 2018 übertragen worden. Sicherlich, die Bestände bergen enormes Forschungspotential. Gleichzeitig ist das Konvolut eine beträchtliche Herausforderung – sowohl im Hinblick auf Umfang und Vielfalt seiner Inhalte als auch in ethischer, rechtlicher und gesellschaftspolitischer Hinsicht. „Ziel“, so SPK, „ist eine sukzessive Erschließung in Teilprojekten, die jeweils unterschiedliche Perspektiven einbeziehen“.

    Nach dem Tod ihrer NS-Mentoren und ihrer politischen Entlastung vor dem Spruchkammerverfahren als… [weiterlesen]

  • Zum 100. Geburtstag der Fotografin Ursula Edelmann zeigt die Ausstellung „Sehnsucht nach Arkadien“ Potsdamer Stadtansichten zweier eng miteinander verbundenen fotografischer Persönlichkeiten: Arbeiten von Ursula Edelmann (1926–2024) und ihres Lehrmeisters Max Baur (1898–1988). Fast alle gezeigten Fotografien sind in Potsdam entstanden, über einen Zeitraum von sieben Jahrzehnten, von den 1940er- bis in die 2000er-Jahre.

    Ursula Edelmann begann ihre fotografische Laufbahn vor 80 Jahren in Potsdam mit einer Lehre bei Max Baur. Ihre frühen Arbeiten stehen am Anfang eines umfangreichen fotografischen OEuvres, das sie seit den 50er Jahren vor allem in Frankfurt am Main fortentwickelte und das durch technische Präzision, eine sachliche Bildsprache und formale Klarheit geprägt ist.

    Max Baur gilt wie kaum ein anderer als fotografischer Chronist Potsdams. Seine historischen Aufnahmen prägen bis heute das Bildgedächtnis der Stadt: „Potsdam ist ein Paradies für meine Kamera“, schrieb… [weiterlesen]
  • Erstmals wird der LOBA Women Grant 2026 international ausgeschrieben. Im Rahmen des Leica Oskar Barnack Awards (LOBA) richtet sich die neue Kategorie zur Projektförderung ausschließlich an Fotografinnen unter 21 Jahren. Die Ausschreibung erfolgt – so Leica – „in Anerkennung des anhaltenden Ungleichgewichts zwischen den Geschlechtern im Bereich der Fotografie“.

    Damit erhalten Fotografinnen die Möglichkeit, eine neue Projektidee und Bildserie zu realisieren, die dann im Kontext des LOBA vorgestellt wird. Somit wird es unter dem Dach des Leica Oskar Barnack Awards zukünftig nicht nur eine Auszeichnung in der Hauptkategorie und eine Newcomer-Förderung geben, sondern als zusätzliche Position auch den Women Grant. [weiterlesen]

  • Das fünfte Leipzig Photobook Festival widmet sich dem Thema „Power / Fragility“. Was stellen sich die Veranstalter darunter vor? Lassen wir sie mal besser selbst zu Wort kommen:

    „”Power” als politische Kraft, die Gesellschaften prägt, als ökonomische Dynamik, die Ungleichheiten vertieft, und als soziale Energie, die Gemeinschaften trägt. Macht kann physisch sein – sichtbar in Körpern, Architektur oder Naturgewalten – ebenso wie subtil und unsichtbar in Strukturen, Symbolen und Blicken. Sie zeigt sich in Widerstand und Emanzipation, in Technologiekontrolle oder in der Selbstermächtigung des Individuums. Dabei wird auch deutlich, wie toxisch Macht wirken kann, wenn sie zur Unterdrückung oder Manipulation missbraucht wird.

    „Fragility“ erscheint dabei nicht bloß als Schwäche, sondern auch als Ausgangspunkt für Transformation. Aufbauend auf dem Konzept der Antifragilität (Nassim Nicholas Taleb) begreifen wir Instabilität und Störung als produktive Kräfte: Was zerbricht,… [weiterlesen]
  • Die Deutsche Gesellschaft für Photographie (DGPh) hat den Beschluss der Mitgliederversammlung vom Oktober 2024 zur Gründung einer zusätzlichen Sektion „Fotoindustrie und -handel“ umgesetzt. Am 15. Januar 2026 fand die konstituierende Sitzung der neuen Sektion als Online-Meeting statt.

    Mit der neuen Sektion knüpft die DGPh an eine historisch gewachsene Nähe zur Fotoindustrie an und schafft zugleich eine Plattform für den Austausch zwischen Fotokultur, Markt und Branchenpraxis. Ziel ist es, die in Deutschland tätigen Fotounternehmer und Fotohändler innerhalb der DGPh stärker einzubinden und die Verbindung zwischen Industrie, Handel und Fotoszene wieder zu intensivieren.

    Bild: Kommissarischer Vorstand der DGPh Sektion Fotoindustrie und –handel, v.l.n.r.: Martin Wagner (Ringfoto), Peter Hytrek (Dinax), Guido Krebs (Canon) [weiterlesen]
  • Der BFF-Förderpreis für inszenierte Fotografie geht in die nächste Runde – dieses Jahr lautet das Thema „Spielen“. Der Fotografenverband sucht die zwölf besten Nachwuchsfotografen, die mit kreativen Perspektiven begeistern und inspirierende Denkanstöße zu diesem vielseitigen Thema liefern.

    „Metaphorisch, konkret oder abstrakt – Spielen ist überall. Kinder treffen sich zum Spielen, Familien und Freundeskreise verbringen gemeinsame Spielabende. Sportliche Wettkämpfe fesseln Millionen, während in Kunst und Kultur das Spielen von Rollen essenziell ist – sei es im Theater, im Film oder in der Musik. Auch unser Alltag steckt voller Spiel: Das Wetter spielt verrückt, das Leben kann ein Glücks- oder Trauerspiel sein, und nicht selten wird mit verdeckten Karten gespielt“, so der Veranstalter.

    Der Wettbewerb endet am 1. Mai 2026, Infos zur Bewerbung hier: foerderpreis.bff.de/ausschreibung/#bewerbung [weiterlesen]

  • Unicef Deutschland zeichnet mit dem internationalen Wettbewerb „Unicef Foto des Jahres“ jährlich Bilder und Reportagen professioneller Fotojournalisten aus, die die Persönlichkeit und Lebensumstände von Kindern dokumentieren. Bereits zum fünften Mal zeigt der Freundeskreis Willy-Brandt-Haus die Fotografien. Die Gewinnerbilder des Wettbewerbs 2025 wurden Ende Dezember prämiert und werden vom 30. Januar bis 26. April 2026 im Willy-Brandt-Haus in Berlin (Stresemannstraße 28, 10963 Berlin) präsentiert.

    Das Siegerbild (oben) der französischen Fotojournalistin Elise Blanchard zeigt die zehnjährige Hajira aus der afghanischen Provinz Nangarhar – beim versunkenen Lernen in ihrem Zuhause, in einem abgelegenen Dorf östlich von Kabul. Es steht für die stille, aber unbeirrbare Widerstandskraft von Millionen afghanischer Mädchen, denen seit mehr als vier Jahren der Zugang zur weiterführenden Schulbildung verwehrt bleibt. [weiterlesen]