Artikel aus der Kategorie „Bildrecht“ 137

  • Es gibt Orte, von denen man ahnt, dass sich vielleicht peinliche Komplikationen ergeben könnten und die man deshalb lieber nicht mit Kollegen oder gar Vorgesetzten besucht. Etwa schummrige Bars, insbesondere im Rotlichtmilieu. Als unschuldig und unverfänglich galten bislang Restaurants und Eiscafés. Das ist ein Fehler.


    Ein Fehler, der vier Altenpflegerinnen aus Basel den Job kostete. So berichteten justillion.de und 20min.ch. Die Vier saßen mit ihrer Stationsleiterin im amerikanischen Restaurant „Papa Joe´s" zusammen. Zum Nachtisch wurde Bananensplit bestellt. Der war auf eine Art dekoriert, die bei Polterabenden beliebt ist, mit einer aufrecht stehenden Banane.


    Alle lachten, die Chefin ließ sich beim Biß in die Banane fotografieren. Was sie später bereute: "Es ist mir erst im Nachhinein bewusst geworden, dass ich nicht nur einfach in eine Banane gebissen habe. Aber als ich bemerkte, wie ich da vorgeführt wurde, ist in mir alles hochgekommen. Ich konnte nicht mehr mitmachen».


    Dass

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  • Ein Möbelhaus ist keine Kunsthalle – und doch finden auch an solch profanen Orten von Zeit zu Zeit Ausstellungen statt. In diesem Fall war es eine Gemäldeausstellung. Als der Künstler danach seine Bilder auf Fotos des neuen Möbelkatalogs und der Internetseite des Möbelhauses wiederfand, klagte er. Er sah sein Urheberrecht verletzt und verlangte Auskunft und Schadensersatz.


    Seine Gemälde seien nur unwesentliches Beiwerk im Sinne des § 57 UrhG, befanden das Landgericht und das OLG Köln. Sie wiesen seine Klage deshalb ab.


    Der Bundesgerichtshof sieht es anders (Urteil vom 17.11.2014 -Az.: I ZR 177/13).


    Anders als die Vorinstanzen hat der BGH dabei nicht den Anteil der Gemälde am gesamten Möbelkatalog im Blick, sondern den Raum und die Bedeutung der Gemälde auf den einzelnen Möbelbildern. Hauptgegenstand der Veröffentlichung sei jeweils die konkrete Fotografie. Wäre das anders, wären einzelne Werke in umfangreichen Veröffentlichungen weniger geschützt, als in kleiner formatigen.


    Wann ist

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  • 18.075 Euro sind beisammen, 14.000 Euro waren anvisiert, damit ist das Crowdfunding für den Rechtsstreit um Straßenfotografie erfolgreich abgeschlossen. Espen Eichhöfer, ein Fotograf der Ostkreuz-Agentur sorgt sich um die Zukunft der Straßenfotografie und möchte ein Grundsatzurteil erstreiten.


    Was war passiert? Er hatte im Mai 2013 vor dem Berliner Bahnhof Zoo eine Passantin im Leoparden-Druck-Mantel abgelichtet - mit einer Designertasche in der einen Hand und einer Plastiktüte in der anderen. Das Foto wurde Teil einer Kunstausstellung im Amerikahaus. Eichhöfer sieht in seinen Berliner Straßenfotos „ein Kaleidoskop der Gegensätze: Reich und bitter arm begegnen sich, die Vergnügten eilen an den Verzweifelten vorbei, die glamouröse Seite des Westens schlägt in die grausame um…".


    Als die fotografierte Fußgängerin ihr Bild in der Ausstellung entdeckte, war sie nicht geschmeichelt. Sie sah ihr Persönlichkeitsrecht verletzt und verklagte Eichhöfer und die Galerie auf jeweils 4.500 Euro

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  • Nicht ganz einig in ihrem Kommentar zu einem Urteil des Amtsgerichts Köln aus dem vorigen Dezember sind sich Rechtsanwalt Dr. Bahr und Rechtsanwalt Markus Kompa in ihren Rechtsblogs.

    Im Dezember ging es in Köln um das Laien-Bild einiger Junggänse aus einer Hobbyzucht, die die Klägerin auf eBay feilbot. Ein Landwirtschaftler, der ebenfalls auf eBay Gänse verkaufen wollte, sparte sich das Fotografieren und setzte statt dessen das Gänsebild der Hobbyzüchterin in sein Angebot.

    In Abwesenheit des Bauern entschied das Gericht, der Fotografin stünden neben einem Unterlassungsanspruch 20,- EUR Schadensersatz zu. Der Streitwert liege bei 2.000,- EUR.

    RA Markus Kompas titelt „Urheberrechts-Amateur-Trolle-nein, Danke! Und findet, die „sehr deutlichen Worte“ ähnelten sehr denen seiner eigenen Schriftsätze. Als „vollkommen abwegig“ beurteilt dagegen RA Dr. Bahr den Gerichtsentscheid. Es werde nicht einmal erwähnt, dass das OLG Köln in einem Beschluss vom 25.08.2014 (6 W 123/14)… [weiterlesen]
  • Dass nach dem Teilen eines Artikels eine Abmahnung des Fotografen ins Haus flattert, damit rechnet wohl so schnell keiner. Genau das ist allerdings jetzt einer Facebook-Nutzerin passiert, nachdem sie den „Share“-Button unter einem Bild-Bericht über den Fußballspieler Marco Reus geklickt hatte. So berichtet IT Anwalt Christian Solmecke auf seiner Webseite. Seine Mandantin ist Inhaberin einer Fahrschule und sie teilte einen Artikel, in dem zu lesen ist, dass Reus mit einem gefälschten Führerschein unterwegs war. Auf dem Foto sieht man ihn aus seinem Sportwagen aussteigen.

    Weil die Urhebernennung fehlt, verlangt der Fotograf mit der Abmahnung um die 1.000 Euro. Beim Teilen von Inhalten kann ein dazu gehörendes Bild weder verändert, noch entfernt werden, ganz anders als beim Setzen eines Links. Mit dem gutgläubigen Drücken des „Share“-Buttons ist die Tat also schon vollbracht.

    Solmecke fürchtet eine Abmahnwelle und fordert, dass Blogbetreiber und Online Medien den Button nur unter… [weiterlesen]
  • Das in Stuttgart ansässige Bildbeschaffungsunternehmen PiReCon veranstaltet am 25. Februar 2015 von 10 bis 16 Uhr in Stuttgart das Seminar „Bilderrechte beachten“.

    Anhand von Beispielen und Übungen aus der täglichen Praxis geben Rechtsanwältin Annika Trockel und Bildredakteur Frank Geggus einen Überblick zu den Themenbereichen Urheberrecht, Social media/Onlinemarketing und Bildbeschaffung.

    Die Veranstalter versprechen: "Es erwartet Sie kein trockener Vortrag in unverständlichem Juristendeutsch, sondern ein klar verständlicher Einblick in die komplexen Themen der Bilderwelt."

    Infos: Seminar_PiReCon_Feb_2015

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  • Die Sektion Kunst, Markt und Recht der Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPh) lädt zu Teil 2 ihrer Veranstaltungsreihe Lavieren in der juristischen Grauzone ein. Dr. Daniel Kötz, der als Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht tätig ist und dem Sektionsbeirat angehört, befasst sich in seinem Vortrag mit dem Urheberschutz im Internet. Es geht unter anderem um Fragen wie und mit welchen Mitteln unberechtigte Bildübernahmen aufzudecken und zu verhindern sind, ob, wie und mit welchen Chancen Urheberrechte, auch im Ausland, verfolgt und welche Ansprüche geltend gemacht werden können.

    Wann: 5. Dezember 2014, 18 Uhr
    Wo: Aula der Kunsthochschule für Medien, Filzengraben 2-2a, 50676 Köln

    Der Eintritt ist frei, es wird aber um Anmeldung gebeten: dgph@dgph.de, Tel. 0221/ 92 32 069 oder Fax. 0221/ 92 32 070. [weiterlesen]
  • Günther Öttinger, der neue EU-Kommisar für Digitale Wirtschaft, tönte im Handelsblatt, er wolle im Zuge einer Urheberrechtsreform eine "eine Abgabe auf geistiges Eigentum einführen".

    Die CEPIC, der europäische Dachverband der Bildagenturen, führt aktuell dazu eine Diskussion auf Linkedin, in der auch die Situationen in Spanien und Frankreich beleuchtet werden. [weiterlesen]
  • Die Frankfurter Bildagentur f1online veranstaltet seit einigen Jahren Seminare und Workshops für Ihre Kunden. Der aktuelle Termin zum Thema "Bilder in Unternehmenskommunikation" ist am 6. November in Zürich. Das Seminar erfolgt in  Zusammenarbeit mit der Schweizer Kanzlei Meili | Pfortmüller.

    Der Anlass: Immer mehr Unternehmen und auf Kundenzeitschriften spezialisierte Verlage gehen dazu über, eigene digitale Bildarchive mit Bildern, die sie über Werbeagenturen, Bildagenturen oder andere Quellen bezogen haben, anzulegen und selbst zu verwalten. Diese Bilder werden dann für redaktionelle Nutzungen und  Marketing- und Kommunikationsmaßnahmen eingesetzt. Die Vorteile liegen dabei auf der Hand. Doch was ist zu beachten?

    Termin: Donnerstag, 06.11.2014 , 10:00 bis 16:00 Uhr im Volkshaus Zürich, Grüner Saal , Stauffacherstrasse 60, 8004 Zürich

    Anmeldungen per e-Mail an info@f1online.de, Infos telefonisch unter 0049 (0)69-800 69 0 [weiterlesen]