Artikel aus der Kategorie „Bildrecht“ 277

  • Auf der Jahresversammlung 2025 wurden Jan Spichala und Martina Landmann für drei Jahre als Vorsitzende der mfm gewählt. Ziel des Führungsduos ist es, die Beteiligung an der Honorarerhebung der Mittelstandsgemeinschaft Foto-Marketing zu steigern und die Bekanntheit der Publikation Bildhonorare durch digitale Abrufangebote zu erhöhen.

    Jan Spichala (39), Director Global Sales bei der Münchner Bildagentur Image Professionals, wurde erneut in das Amt des Vorsitzenden berufen. Spichala, der die Position bereits seit 2022 bekleidete, ist Fotograf und Bildredakteur. Als gleichberechtigte Stellvertreterin wurde Martina Landmann (62) gewählt. Die Germanistin ist Senior Sales Manager Lizenzen Foto bei der Berliner Bildagentur ullstein bild der Axel Springer Ullstein Syndication GmbH und bringt so jahrzehntelange Erfahrung im Bereich Bildlizenzierung mit. [weiterlesen]
  • Wird ein Model mit einer erkennbar ungewollt aufgrund eines abrutschenden Oberteils entblößten Brust fotografiert, liegt in der Veröffentlichung des Fotos eine Persönlichkeitsrechtsverletzung. Unter Abwägung der Umstände des Einzelfalls hat das Oberlandesgericht Frankfurt am Main dafür eine Entschädigung in Höhe von 3.000 € für angemessen gehalten.

    Die Klägerin arbeitete als Model auf einer Modewoche in Frankfurt am Main. Am Laufsteg waren an drei Stationen Fotografen positioniert. An der letzten der Stationen sollten die Models vor dem Verlassen des Laufstegs vor einem Sponsorenaufsteller eine einstudierte Pose zeigen. Nachdem die Klägerin bereits an den ersten beiden Stationen vorbeigelaufen war, bemerkte sie, dass ihr Oberteil begonnen hatte abzurutschen. Bei der letzten Station vor dem Sponsorenaufsteller, als die Klägerin die einstudierte Pose zeigte, nahm ein Fotograf das Foto auf: Auf ihm sieht man aufgrund des heruntergerutschten Oberteils die linke Brust der Klägerin bis… [weiterlesen]
  • Im Webinar des BVPA am 19. August 2025 steht der Schutz urheberrechtlich geschützter Bilder vor ungewolltem Einsatz im Training generativer KI im Fokus. Mit Lösungen, insbesondere durch den Einsatz von IPTC-Metadaten, werden Wege aufgezeigt, um ein maschinenlesbares Opt-out zu setzen und so die Kontrolle über die eigenen Werke zu behalten. Die Online-Veranstaltung richtet sich an professionelle Anbieter und Nutzer visueller Inhalte.

    Referent ist Robert Schmidt-Nia, Bereichsleiter bei DATAGROUP. Er ist seit 2020 Vorsitzender des International Press and Telecommunication Council (IPTC).

    Unter anderem geht es um folgende Fragen:
    • Warum ist es sinnvoll, den Nutzungsvorbehalt für Text- und Data Mining zu setzen?
    • Wie kann ein maschinenlesbarer Nutzungsvorbehalt in Bilddaten integriert werden?
    • Welche Rolle spielen IPTC-Metadatenfelder bei der Kennzeichnung von Nutzungsrechten?
    • Wie lässt sich ein Opt-out in Impressum oder AGB rechtssicher verankern?
    • Welche Tools und Best Practices gibt es für
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  • Klagen gegen Unternehmen, die mit „ausgeliehenem Material“ ihre KI-Programme trainieren, gibt es mittlerweile ja mehrere in verschiedenen Ländern. Nun aber rollen in den USA die Schwergewichte in die Arena: Disney und NBCUniversal haben gemeinsam vor dem US-Bundesgericht von Los Angeles Klage gegen Midjourney eingereicht. Damit ist in Hollywood der Reigen Mediengiganten gegen KI-Unternehmen eröffnet. [weiterlesen]
  • Die Helmut Newton Foundation (HNF) trägt die Verantwortung für das Erbe von Helmut Newton und verwaltet das Copyright seines Werkes. In dieser Funktion klagte die in Berlin ansässige Stiftung und bekam Recht: In einem Verfahren wegen der Verletzung von Urheberrechten vor dem United States District Court, Central District of California, hat die Helmut Newton Foundation einen Zivilrechtsprozess gegen Norman Solomon und andere Beklagte gewonnen (Fall Nr.: 2:22-cv-09320-RGK-SK).

    Norman Solomon wurde vorgeworfen, seit langem unrechtmäßig Abzüge zahlreicher berühmter Bilder von Helmut Newton hergestellt und international vertrieben zu haben, darunter so berühmte Motive wie „Rue Aubriot", „Elsa Peretti", „Woman into Man" oder „Sie kommen".

    Bereits im Jahr 2011 hatte June Newton, die Witwe des Fotografen, ein erstes Verfahren gegen Solomon angestrengt. Dieses wurde 2012 zu ihren Gunsten beigelegt, wobei Solomon verpflichtet wurde, die unrechtmäßigen Aktivitäten zu unterlassen. Dieser… [weiterlesen]
  • Teil 2: KI und Bildpublizistik



    Die Chancen und Risiken des Einsatzes Künstlicher Intelligenz werden zum Teil ja sehr emotional diskutiert. Wie bewerten aber diejenigen, die täglich Bilder nutzen und publizieren, die Optionen der KI? Wie gehen diejenigen, die in Deutschland Bilder veröffentlichen, in ihrem bildredaktionellen Alltag damit um?

    In ihrem ersten Gespräch diskutierten Prof. Lars Bauernschmitt (Leiter der Arbeitsgruppe image market – business trends am Studiengang Visual Journalism and Documentary Photography der Hochschule Hannover) und Dr. Stefan Hartmann (Pictorial) Fragen rund um KI auf der Seite der Bildproduzenten- und Agenturseite. Aber Prof. Bauernschmitt hat parallel eine zweite Studie erstellt und in Zusammenarbeit mit der dpa-Tochter Picture-Alliance die Nutzerseite der Bilderbranche untersucht.

    Sein zweiter Bericht beschreibt die Ergebnisse einer im Februar 2025 unter Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Bildredaktionen von Zeitungen und Zeitschriften,[weiterlesen]

  • Teil 1: Image Market – Business Trends 2025

    Seit spätestens 2022 die Künstliche Intelligenz im Bildbereich an Bedeutung gewann, weil Möglichkeiten zur Erstellung künstlich generierter Bilder frei verfügbar wurden, bestimmt das Thema die öffentliche Diskussion.

    Eine Erhebung, die die Arbeitsgruppe “image market – business trends” am Studiengang Visual Journalism and Documentary Photography der Hochschule Hannover unter Leitung von Prof. Lars Bauernschmitt zusammen mit dem BVPA durchführte, untersucht, wie und in welchem Umfang Bildagenturen in Deutschland Künstliche Intelligenz einsetzen, und wie sie diese Technik aktuell mit Blick auf den redaktionellen Alltag bewerten.

    Die Ergebnisse der Erhebung werden auf dem PICTAday am 03. April 2025 in Hamburg vorgestellt. Aber – nach alter Sitte – gibt es auch ein ausführlicheres Gespräch zwischen Prof. Lars Bauernschmitt und Pictorial, das Hintergründe aufzeigt und die Resultate einordnet und bewertet.

    Mit Lars Bauernschmitt (Bild links)[weiterlesen]