Artikel aus der Kategorie „Bildagentur“ 1.216



  • Nein, das ist eher nicht der Stil des zurückhaltend-distiguiert auftretenden Dr. Gerald Piffl von APA Picturedesk. Und er erklärt uns in einer weiteren Ausgabe seiner Archivgeschichten, "woher der Wiener Ausspruch „Fluchen wia ra Kapsgudscha“ kommt. Jenseits der Fiaker-Romantik, die bereits im 19. Jahrhundert beschworen wurde (man denke nur an das „Fiakerlied“ von Gustav Pick 1886), waren Pferdefuhrwerke und Schwerkutschen bis nach dem Zweiten Weltkrieg in Wien unterwegs, sorgten für den täglichen Bedarf an Lebensmitteln und transportierten Lasten aller Art.

    Eine besondere Form dieser Fuhrwerke bildeten die sogenannten Kaps (auch Caps oder Cabs). Der Name leitete sich vom englischen Hansom Cab ab, einer einachsigen, zweisitzigen Kutsche, die vorne offen war und in der der Kutscher erhöht hinter dem Verdeck saß. Bei den Wiener Kaps handelte es sich um stabile, kleine einspännige Lastenfuhrwerke, mit einer Achse, die bis zum Zweiten Weltkrieg vor allem für den Transport am Bau… [weiterlesen]

  • Mancher mag sich erinnern: Früher bekam man die Fotokataloge der einzelen Bildagenturen in solchen Mengen ins Haus getragen, dass man von Zeit zu Zeit aufräumen musste. Man brauchte drei Volontäre oder Praktikanten, diese dickleibigen Kataloge alle in den nächsten Kindergarten zu tragen, wo sie dann seziert und mit Mehlpampe zu Kollagen umgearbeitet wurden...

    Und heute? Sind Bildkataloge eine gesuchte Rarität! Gerne würde man das sinnliche Erlebnis noch einmal genießen, einen richtig guten Bildkatalog langsam händisch durch zu blättern. Stock-Motive nicht per Tastatur zu suchen, sondern - oft gemeinsam - betulich die Seiten eines Bilderbuches umzuschlagen und dann zu sagen: "Das und das passt!"

    Wer das nochmal erleben will und schnell ist, kann Okapia unter creative@okapia.de anschreiben. Denn Christian Grzimek verschenkt Okapia-Fotokataloge aus den 90ern, z.B. die Fritz Pölking Image Collection!

    Eine nostalgische Reise zurück. Oder aber ein Stück Historie für solche… [weiterlesen]

  • Über sein neuen Partner Partner Berlin-Brandenburgisches Wirtschaftsarchiv (BBWA) erhält akg images nun Zugang zum Fotoarchiv des Baukonzerns Philipp Holzmann, das akg-images ab sofort exklusiv im Vertrieb hat.

    Ich mag ehrlich zugeben, als ich die Meldung las, habe ich sie spontan unterschätzt! Dokus einer Baufirma? Aber die Philipp Holzmann AG gehörte jahrzehntelang zu den größten Baukonzernen Europas, die weltweit Bauten und Projekte realisierte. Bereits 1849 von Johann Philipp Holzmann im damaligen Großherzogtum Hessen (-Darmstadt) gegründet, entwickelt sich ein Baukonzern, der alle historischen Phasen Deutschlands begleitet. Von den Großmachtträumen im Kaiserreich, über die Moderne in der Weimarer Republik, den Nationalsozialismus, den Wiederaufbau nach dem 2. Weltkrieg bis hin zum Wirtschaftswunder in der Bundesrepublik und dem Bauboom nach der Wiedervereinigung. 2002 war die Firma dann insolvent. Das Fotoarchiv von Holzmann konnte für die Öffentlichkeit gerettet… [weiterlesen]
  • Die action press AG (Frankfurt am Main), Muttergesellschaft der 1970 in Hamburg gegründeten Medienagentur action press international GmbH, hat einen Kaufvertrag über den Erwerb von 100 % der Anteile der ddp Media GmbH (Hamburg) abgeschlossen. "Der Kaufpreis in Höhe eines mittleren einstelligen Millionenbetrags wird aus vorhandener Liquidität sowie neu aufgenommenem Fremdkapital (...) finanziert, so action press. Der Käufer wird von Uli Michel und Moritz Hunzinger geleitet.

    Über das äußerst komplexe Verhältnis von Moritz Hunzinger zu ddp, action press, den Doerks (vormals Eigentümer von action press und später von ddp images) werde ich jetzt keine detaillierte Analyse schreiben, wichtiger ist, was der Käufer so alles bekommen hat: Michael Wieses Agentur face to face hatte action press ja schon Anfang des Jahres übernommen. Nun kommt die ddp media GmbH (Hamburg), laif Agentur für Photos & Reportagen GmbH (Köln) und Stella Pictures AB (Stockholm) auch die Brands Picture Press,… [weiterlesen]

  • Über seinen neuen Partner in Konstanz, das Archäologische Landesmuseum Baden-Württemberg, hat bpk Bildagentur nun Zugang zu einer Sammlung archäologischer Objekte von der Steinzeit bis zum Mittelalter. Die Funde reichen von der Welt der Pfahlbauten über den römischen Schatzfund von Ladenburg bis hin zum alamannischen Adelsgrab von Trossingen.

    Die Exponate sieht man hier. bpk-bildagentur.de/shop?EVENT=…2995517136354&SEARCHTXT1=



    Bild: Hortfund von Ladenburg, Bronzener Türbeschlag, Seeleopardin. Datierung: 125 - 150 n.Chr. [weiterlesen]


  • Einst war es das vermutlich größte Kloster im Nahen Osten, nun ist es Gazas wichtigste archäologische Stätte. Das Hilarion-Kloster soll dank internationaler und interdisziplinärer Anstrengungen zu neuem Leben erweckt werden - und später auf die Welterbeliste der Unesco kommen. So der Plan.

    Nun, wer die Nachrichten verfolgt, ahnt, in Gaza ist nichts einfach, auch nicht die Ausgrabung eines frühchristlichen Klosters, was ja dem ideologischen Anspruch der dort herrschenden Hamas in ihrem Machtbereich klar zu widerläuft.

    Dennoch hat ein internationales Grabungsteam unter französischer Leitung die Genehmigung erreicht und gräbt seit Ende der 1990er-Jahre - mehr oder minder kontinuierlich - die riesige Anlage aus.

    Das nach dem Grab des heiligen Hilarion benannte Kloster hatte seinen Höhepunkt in byzantinischer Zeit im 5. und 6. Jahrhundert aufgrund seiner Lage an wichtigen Handelsrouten. Mit der islamischen Invasion im 7. Jahrhundert wurde es weitgehend aufgegeben, ein regionales… [weiterlesen]
  • Eineinhalb Jahre Wartezeit auf das Visum haben ein Ende: Zeitenspiegel-Reporter David Sahay darf nach China einreisen. Er wird über die Quarantäne-Zwischenstation Qingdao nach Peking aufbrechen, um von dort für die in Weinstadt beheimatete Agentur als China-Korrespondent zu berichten. Damit wird Zeitenspiegel in Asien künftig mit zwei Büros vertreten sein. Seit 2008 lebt Carsten Stormer als Philippinen- und Südostasienkorrespondent in Manila.

    "In China wird David Sahay sich vor allem auf die Entwicklung und Produktion von Dokumentarfilmen konzentrieren", so die Agentur. [weiterlesen]

  • Ab sofort sind Bilder aus den Sammlungen des Burns Archive and Museum of Historical Photography bei Bridgeman recherchierbar.

    Das Burns Archive verfügt über die größte private Sammlung früher medizinischer und historischer Fotografie. Es wurde in den späten 1970er Jahren von dem New Yorker Augenarzt Stanley B. Burns gegründet und besitzt mehr als eine Million Motive: von den Anfängen der Fotografie bis hin zur modernen Medizin.


    Bild unten: Aufnahme eines Krankenwagens, der in Birmingham vorgeführt wird, Birmingham, Großbritannien, 1939 (Silbergelatineabzug) / Privatsammlung / The Burns Archive and Museum of Historical Photography / Bridgeman Images

    Bild oben: Maskierte Krankenschwestern versorgen Säuglinge im Hospital Saint-Michel, Paris, Frankreich, ca. 1935 (Postkarte) / Privatsammlung / The Burns Archive and Museum of Historical Photography / Bridgeman Images [weiterlesen]
  • Die European Pressphoto Agency (epa) unterzeichnete eine Vereinbarung mit dem belgischen Unternehmen Permission Machine (PM). Ziel ist es, Bildrechtsschutz und die Verfolgung von Verletzungen für epas gesamtes Bildarchiv sowie die aktuelle Nachrichtenfotografie zu erreichen.

    So vergleicht PM die 10 Millionen epa-Bilder mit der Verwendung in verschiedenen Ländern in Europa und in den USA, um zu bestätigen, dass die Bilder entweder direkt von epa oder über berechtigte Vertriebspartner lizensiert wurden. Medien, die ohne Erlaubnis epa-Bilder veröffentlichen, erhalten einen Vergütungsvorschlag. [weiterlesen]
  • Unlängst hatte die Frankfurter Agentur Okapia eine Erhebung unter ihren Kunden durchgeführt, in der Einschätzung der Bildkäufer zu den aktuell angebotenen Lizenzmodellen erhoben wurde. Okapia-Chef Christian Grzimek schreibt dazu:

    "Die Umfrage (mit 85 Teilnehmern) hat gezeigt, dass es zu RM / RF kein klares Meinungsbild gibt: Während 22% angeben, RM sei das Modell der Wahl, halten es 21% für ein Auslaufmodell, 7% lehnen es ab. Umgekehrt sagen 12%, RF sei das Modell der Wahl, 20% halten es für das Modell der Zukunft und 7% lehnen es ab.

    59% würden ein vereinfachts RM-Modell begrüßen, 27% kämen hinzu, wenn höhere Kosten ausgeschlossen wären. Für den Erwerb einer RF-Lizenz würden 57% eine Direktzahlung in Kauf nehmen, 43% lehnen dies jedoch ab.

    Bei der Einschätzung der Marktdominanz von Getty und Co sagen knapp 50%, dass die Entwicklung Sorge bereitet, 14% würden deswegen bewusst bei alteingesessenen Agenturen kaufen. Immerhin."

    Grafisch aufbeeitet findet man die Daten hier: [weiterlesen]