Frankfurt: Retrospektive Manfred Rehm



  • Manfred Rehm, 15 Jahre als Fotograf für die Deutsche Presse-Agentur (dpa) im Einsatz, gibt in seiner Ausstellung „Manfred Rehm – Bildjournalist“ in Frankfurt einen Einblick in das breite Spektrum der Pressefotografie. Anlass der Ausstellung, die bis zum 21. Juli 2018 im Begegnungs- und Servicezentrum Höchst (Bolongarostr. 137, 65929 Frankfurt) zu sehen ist, ist Rehms 80. Geburtstag.

    Die Aufnahmen aus seiner dpa-Zeit geben das Nachrichtengeschehen der 60er und 70er Jahre wieder. Aus einem Fundus von mehreren tausend Motiven hat Rehm 18 Zeitzeugnisse ausgewählt. Darunter die vier Angeklagten im Kaufhaus-Brandstifter-Prozess Thorwald Proll, Horst Söhnlein, Andreas Baader und Gudrun Ensslin im Frankfurter Landgericht oder Altkanzler Konrad Adenauer beim Signieren seiner Memoiren in Bonn.

    Ein ganz besonderes Foto gelang ihm im Mai 1968, als er die Studentenunruhen an der Frankfurter Uni dokumentierte. Sein Foto von mit Feuerwehrschläuchen unter Wasser gesetzten Streikposten des SDS (Sozialistischer Deutscher Studentenbund) und VDS (Verband Deutscher Studentenschaften) ging um die Welt und bescherte ihm eine Nominierung für den Pulitzerpreis.

    1938 in Heidenheim an der Brenz geboren arbeitete Manfred Rehm nach seiner Ausbildung zum Schriftsetzer als Fotograf für die Tageszeitung seiner Heimatstadt. Von 1964 bis 1979 war Rehm als Bildjournalist für dpa in Frankfurt tätig. 1979 wechselte er in das Verlagswesen und setzte Reportagen für unterschiedliche Projekte um.

    Die Bilder von Manfred Rehm stehen unter picture-alliance.com oder im dpa-Archiv zur Verfügung.


    Bilder: Nass wurden die Streikposten des SDS und VDS am 15.05.1968 an den Eingängen der Goethe-Universität in Frankfurt am Main. Foto: picture alliance/ dpa/ Manfred Rehm

    Zwei Elefanten zum Beginn der Zirkus-Althoff-Tournee im März 1965 auf dem Güterbahnhof in Frankfurt am Main. Foto: picture alliance/ dpa/ Manfred Rehm

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