Archivgeschichten von apa picturedesk


  • Die Reihe Archivgeschichten - konzipiert und zusammengestellt von Dr. Gerald Piffl - ist immer ein kleines Highlight in meiner Mailbox. Diesmal geht es um die "Geschichte der Wiener Kinos" als ein Stück Kultur- und Architekturgeschichte, um Denkmäler in Wien, die im Laufe der Jahre versetzt wurden und um den Kunstpublizisten, Ausstellungsmacher und Museumsdirektor Otto Breicha, der mit seinen Fotografien ein Stück österreichischer Kunst- und Literaturgeschichte geschrieben hat.

    Mein Favorit diesmal ist die "Wiener Kino-Geschichte". Hier die Einleitung:


    "Wiener Kino-Geschichte

    Bereits vier Monate nach der Präsentation durch die Brüder Lumière in Paris fand die erste öffentliche Filmvorführung in Wien am 27. März 1896 statt, und selbst der Kaiser beehrte das Etablissement in der Kärntnerstraße. Die kurzen Filme, die meist weniger als eine Minute dauerten, galten in den ersten Jahren eher als Jahrmarktsensation, weshalb sich ein frühes Zentrum von Lichtspielhäusern gerade im Prater bildete. Im Jahr 1903 zählte man in Wien erst drei reguläre Kinos, 1906 bereits zwölf und bis zur Einführung des Tonfilms 1929 immerhin 177. Der Tonfilm brachte neuen Schwung auch in die Filmproduktion und Mitte der 1930er Jahre liefen in Wiener Kinos 300 Filme pro Jahr, mit zweimaligem Programmwechsel pro Woche.

    Die Welle der Arisierungen hat 1938 fast die Hälfte der Wiener Kinos betroffen, die nach 1945 großteils nicht den Erben, sondern der im städtischen Besitz befindlichen Kiba (Kinobetriebsanstalt GmbH.) übergeben wurden. Deren Hausarchitekt Robert Kotas zeichnete ab 1947 für den Um- und Neubau von mehr als 40 Kinos in Wien verantwortlich. Darunter das Forumkino oder das Gartenbaukino, das heute als einziges noch erhalten ist. Die Zahl der Kinos und ihrer Besucher ging immer weiter zurück. Waren es 1963 noch 200 Kinos in Wien, sind es heute 27."

    Hier die Bildauswahl bei apa picturedesk: picturedesk.com/bild-disp/sear…a7-4508-b984-498a87c2b72b

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