Wie Kathedralen für die Zukunft gesichert werden


  • Der Idee nach sind die großen gotische Kathdralen ein Spiegel des tausendtürmigen Jerusalems - und gebaut für die Ewigkeit zum Ruhme des Ewigen.

    Sagen wir es mal höflich: Eine Theorie, die ziemlich viele Löcher hat! Denn "ewig" ist an diesen großen Kirchen nur, dass es ewige Baustellen sind. Wir stellen uns gerne vor, diese Kathedralen wurden vor Jahrhunderten geplant und gebaut - und dann stehen sie für immer. Aber selbst im "Normalbetrieb" - also: wenn nicht gerade eine katastrophal abfackelt wie neulich Notre Dame de Paris - werden diese Kirchen ja nie fertig. Im Hintergrund dieser architektonischen Großanlagen stehen fest installierte Dombauhütten, die kontinuierlich reparieren, restaurieren, neu bauen.

    Einer dieser Bauhütten, der des Münsters zu Freiburg, hat KNA bild eine Reportage gewidmet: Sie zeigt die Handwerker, das Baugeschehen, die Bemühungen, die Substanz irgendwie zu halten.

    In gewissem Sinne stehen diese filigranen Kirchen in einer fast paradox anmutenden Situation: Das, was ihren Bau statisch erst möglich machte, die Verwendung leichten weichen Steins - gerne Sandstein - ist gleichzeitig ihre Achillesferse. Denn dieser Stein ist sehr anfällig, gegenüber natürlicher Verwitterung, verschärft auch durch Faktoren wie Luftverschmutzung in den Städten.

    Aufgehängt wird die Reportage, die von Harald Oppitz für KNA fotografiert wurde, an Musab Jabri, Steinmetz-Lehrling an der Freiburger Münsterbauhütte syrischer Herkunft. In seinem Gefolge sehen wir Stationen der Bauhütte und ihrer Arbeit.

    Web: Wie Kathedralen für die Zukunft gesichert werden

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