Berlin: Max Liebermann- Porträtfotografie der Sammlung Ullstein


  • Elegant im Anzug, die Beine überschlagen, mit Hut, im Profil, mit Dackel Nicki im Wannsee-Garten oder erschöpft rauchend nach einer Sitzung in der Preußischen Akademie der Künste: Die Fotosammlung des geschichtsträchtigen Berliner Ullstein Verlags hält dutzende Porträtaufnahmen des Malers Max Liebermann (1847–1935) und seiner Familie bereit. Liebermann wurde vielfach und gerne porträtiert, der Mann hatte - neben seiner Prominenz - eben einen herrlichen Charakterkopf!

    So versammelt die Ausstellung in Max Liebermanns nobler Villa am Wannsee ein ganzes Panoptikum unterschiedlichster Fotoarbeiten, erstellt von so unterschiedlichen Fotografen wie Yva, Nicola Perscheid, Frieda Riess oder Erich Salomon, welche heute in der Sammlung Ullstein aufbewahrt werden. Sie sind Zeugnisse der vielfältigen Begegnungen Liebermanns mit fünfzehn z.T. richtungsweisenden Fotografen und Fotografinnen in der Zeit von 1905 bis 1932.

    Können wir sagen: Es war ein Deal auf Gegenseitigkeit? Denn nicht nur der Malerfürst profitierte von der Verbreitung seiner Fotografien, auch den großen Max Liebermann portraitieren zu dürfen, Zugang zu seinen Ateliers und Haus zu haben, ehrte gleichermaßen den Fotografen.

    Die Ausstellung startet am 25. März - Ende ist der 3. Juli 2023 - in der Liebermann-Villa in Berlin (Colomierstraße 3, 14109 Berlin).

    Zum Start der Schau wird Pictorial ein vertiefendes Gespräch mit Dr. Katrin Bomhoff, Senior Manager Asset & Exhibition bei ullstein bild, führen. Dann werden wir über Malerfürsten und ihr Verhältnis zu den Mächtigen, die Rolle der Fotografie in der Malerei zu dieser Zeit und natürlich über die kuratorischen Herausforderungen einer solchen Ausstellung sprechen.

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