Heilbronn: Mary Ellen Mark - The lives of women


  • Mit dem Werk der US-amerikanischen Fotografin Mary Ellen Mark (1940 – 2015) setzen die Städtischen Museen Heilbronn ihre Ausstellungsreihe zu "Pionieren der Fotokunst" fort. Die Ausstellung „The Lives of Women“, mit über 90 Fotografien aus allen Schaffensphasen, stellt die oft prekären Lebensumstände von Frauen und Mädchen in den Mittelpunkt.

    "Klar und direkt in ihrer Bildsprache, urteilsfrei und mit einem besonderen Gespür für ihr Gegenüber wandte sich Mary Ellen Mark den Ausgegrenzten, Bedürftigen und Stigmatisierten der Gesellschaft zu; was zu ihrer Zeit alles andere als selbstverständlich war. Geprägt von der aufkommenden Frauenbewegung der 1970er Jahre, thematisierte sie immer wieder die schwierigen Lebensbedingungen von Frauen und Mädchen", so der Ausstellungstext.

    „Ich fühle mich den Außenseitern verbunden, und auch wenn ich mich selbst nicht als Feministin sehe, stehe ich immer auf der Seite der Frauen, weil sie gewöhnlich die Außenseiter sind“, so die Selbstbeschreibung Mary Ellen Marks.

    Das Besondere an ihrer Art des Arbeitens ist, dass sie auch nach dem offiziellen Abschluss ihrer dokumentarischen Projekte oftmals an die Schauplätze zurück kehrt, um ihre Themen zu vertiefen. Über Wochen und Monate, im Fall der Kinderprostituierten Tiny sogar über drei Jahrzehnte, tauchte Mary Ellen Mark in die Realität ihrer Protagonistinnen ein und veröffentlichte die Ergebnisse in insgesamt zwanzig Bildbänden.

    Die Ausstellung endet am 28. Juli 2024 in der Kunsthalle Vogelmann, Allee 28, 74072 Heilbronn


    Bild: Mary Ellen Mark, Hippopotamus and Performer, Great Rayman Circus, Madras, Indien, 1989

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