Das fünfte Leipzig Photobook Festival widmet sich dem Thema „Power / Fragility“. Was stellen sich die Veranstalter darunter vor? Lassen wir sie mal besser selbst zu Wort kommen:
„”Power” als politische Kraft, die Gesellschaften prägt, als ökonomische Dynamik, die Ungleichheiten vertieft, und als soziale Energie, die Gemeinschaften trägt. Macht kann physisch sein – sichtbar in Körpern, Architektur oder Naturgewalten – ebenso wie subtil und unsichtbar in Strukturen, Symbolen und Blicken. Sie zeigt sich in Widerstand und Emanzipation, in Technologiekontrolle oder in der Selbstermächtigung des Individuums. Dabei wird auch deutlich, wie toxisch Macht wirken kann, wenn sie zur Unterdrückung oder Manipulation missbraucht wird.
„Fragility“ erscheint dabei nicht bloß als Schwäche, sondern auch als Ausgangspunkt für Transformation. Aufbauend auf dem Konzept der Antifragilität (Nassim Nicholas Taleb) begreifen wir Instabilität und Störung als produktive Kräfte: Was zerbricht, eröffnet neue Perspektiven; was ins Wanken gerät, kann zu unerwarteter Erneuerung führen. Zwischen fragil, robust und antifragil entfaltet sich ein Spannungsfeld, in dem das Fotografische selbst auf dem Prüfstand steht.“
Zum zweitägigen Festival gehören Podiumsdiskussionen, Präsentationen, Gespräche, Fotobuch- und Fotoausstellungen, Filmvorführungen, Portfolio-Reviews, Projektionen, Workshops etc.
Es findet in der HALLE 14 - Zentrum für zeitgenössische Kunst in der Leipziger Baumwollspinnerei (Spinnereistraße 7,
04179 Leipzig) am 7. und 8. März statt. Der Eintritt ist frei.
Bild: Lina Scheynius, aus ihrer Fotoausstellung „Intimacies“, die auf dem Festival gezeigt wird
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