Zum 100. Geburtstag der Fotografin Ursula Edelmann zeigt die Ausstellung „Sehnsucht nach Arkadien“ Potsdamer Stadtansichten zweier eng miteinander verbundenen fotografischer Persönlichkeiten: Arbeiten von Ursula Edelmann (1926–2024) und ihres Lehrmeisters Max Baur (1898–1988). Fast alle gezeigten Fotografien sind in Potsdam entstanden, über einen Zeitraum von sieben Jahrzehnten, von den 1940er- bis in die 2000er-Jahre.
Ursula Edelmann begann ihre fotografische Laufbahn vor 80 Jahren in Potsdam mit einer Lehre bei Max Baur. Ihre frühen Arbeiten stehen am Anfang eines umfangreichen fotografischen OEuvres, das sie seit den 50er Jahren vor allem in Frankfurt am Main fortentwickelte und das durch technische Präzision, eine sachliche Bildsprache und formale Klarheit geprägt ist.
Max Baur gilt wie kaum ein anderer als fotografischer Chronist Potsdams. Seine historischen Aufnahmen prägen bis heute das Bildgedächtnis der Stadt: „Potsdam ist ein Paradies für meine Kamera“, schrieb Baur 1934, als er in die Residenzstadt kam. Besonders bekannt sind seine Ansichten der Potsdamer Mitte mit Altem Markt und Schlossanlage sowie von Park und Schloss Sanssouci. Durch den gezielten Einsatz von Licht und Schatten schuf er stimmungsvolle Bilder, die er erfolgreich in Bildbänden, Kalendern, Postkarten und großformatigen Abzügen verbreitete.
Die Schau endet am 1. März im Kunstverein KunstHaus Potsdam (Ulanenweg 9, 14469 Potsdam). Infos: kvkhpotsdam.de/
Bild: Ursula Edelmann, Ringerkolonnaden mit Schloss in Trümmern, 1947
1.002 mal gelesen