Das fotografische Erbe der DDR – erste Teilveröffentlichung


  • Mit der Publikation zentraler Ergebnisse der Machbarkeitsstudie „DGPh Netzwerk DDR-Foto“ liegt erstmals ein systematischer Überblick über das fotografische Erbe der DDR vor. Die von der Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPh) initiierte und von der Kulturstiftung der Länder geförderte Studie zeigt Umfang, Zustand und Perspektiven fotografischer Bestände aus der DDR und schafft damit eine Grundlage für zukünftige Forschung, Archivierung und Vermittlung.

    Fotografie spielte in der DDR eine Rolle als künstlerisches, dokumentarisches, aber eben auch als staatlich gelenktes Medium. Eine systematische Erfassung dieses Erbes ist bislang jedoch nur punktuell erfolgt. Die 2024 durchgeführte Machbarkeitsstudie erfasste erstmals in größerem Umfang die vorhandenen Bestände: Über 200 fotografische Einzelarchive, knapp 50 Institutionen sowie zahlreiche Publikationen und Ausstellungen wurden untersucht.

    Auf der Website der DGPh werden nun unter Netzwerk DDR Foto | Deutsche Gesellschaft für Photographie Ergebnisse der Studie öffentlich zugänglich gemacht. Geboten wird ein Überblick über die Bestände in Institutionen und Archiven und über deren Erschließungsstand informiert. Zudem gibt es umfangreiche Zusammenfassungen zur Literatur und zur Ausstellungshistorie. Damit entsteht erstmals eine zentrale Referenzplattform nicht allein für die Forschung, sondern auch die Informationsmöglichkeit für eine interessierte Öffentlichkeit. In einem nächsten Schritt ist geplant, Informationen über Archive einzelner Fotografen zu veröffentlichen.

    Web: dgph.de/netzwerk-ddr-foto


    Bild: Ost-Berlin - Palast der Republik - Fensterfront mit dem Staatsemblem der DDR, 1970er Jahre, Bestand Gerhard Kiesling © bpk-Fotoarchiv / Gerhard Kiesling

    2.202 mal gelesen