Artikel aus der Kategorie „News“ 880



  • Noch ist es ein virtuelles Museum. Erst 2023 sollen dann reale Ausstellungsräume in London hinzu eröffnet werden. Naheliegenderweise beschäftigt sich das Museum of Youth Culture mit dem Sujet "Jugendkultur", deren Historie man dort auf "100 Jahre" definiert. Auch wenn dieses ausgerufene Jubiläum historisch natürlich absolut willkürlich und unsinnig ist.

    Aber in Kooperation mit Google Arts & Culture sind über 16.000 Motive online, die in 40 durchaus interessanten Portfolios und Themensammlungen geordnet sind. Schwerpunkt ist natürlich UK, aber "Die Geschichte der Blue-Jeans-Jacke" beispielsweise passt schon auch auf dem Kontinent. [weiterlesen]


  • Vom 17. Oktober bis zum 19. Januar 2020 präsentiert das Vitra Design Museum eine Retrospektive des Gesamtwerkes des indischen Architekten und Stadtplaners Balkrishna Doshi in der Pinakothek der Moderne München.

    Doshis Lebenswerk wurde 2018 mit dem Pritzker-Preis geehrt. International bekannt wurde er durch seine visonären Stadtplanungen und sozialen Wohnprojekte sowie durch sein Engagement im Bildungsbereich. Sein Verständnis von Architektur ist stark von Le Corbusier und Loius Kahn geprägt, mit denen er als junger Architekt zusammenarbeitete.

    Ausgehend von deren modernen Formensprache hat er sein eigenes ästhetisches Vokabular entwickelt, das mit den lokalen Bedürfnissen und indischen Traditionen in Einklang steht. In der Ausstellung sind dreidimensionale Architekturmodelle, Nachbauten seiner Architekturen, Pläne, Malereien, Filme und Fotografien zu sehen. (Barbara Hartmann)

    Pinakothek der Moderne
    Barer Str. 40, 80333 München
    www.pinakothek-der-moderne.de [weiterlesen]
  • Nach einer Demonstration „gegen Rechts“ in Essen-Steele im Mai 2018 verbreitete die Polizei Fotos der Versammlung in sozialen Netzwerken. Das OVG Münster gab jetzt zwei Klägern Recht, die sich auf den Bildern erkannt hatten (Urteil vom 17.09.2019 – 15 A 4753/18) und bestätigte das Urteil des Verwaltungsgerichtes Gelsenkirchen (Urteil vom 23.10.2018 – 14 K 3543/18). Die Berufung des Landes wurde damit zurückgewiesen. Das Vorgehen der Polizei war rechtswidrig. Die Aufnahmen seien für eine zulässige Polizei-Öffentlichkeitsarbeit nicht notwendig gewesen. Es bestehe die Gefahr, dass Demonstrierwillige sich durch das Verhalten der Polizei von der Ausübung des Demonstrationsrecht abhalten ließen. Dadurch sei das Recht auf Versammlungsfreiheit verletzt.

    Das Anfertigen der Fotos , um sie im Internet zu publizieren, habe in das Versammlungsgrundrecht aus Art. 8 Abs. 1 GG eingegriffen. Das Fotografieren und Filmen von Versammlungen durch Polizisten sei grundsätzlich geeignet, einschüchternd,… [weiterlesen]
  • Eigentümern steht kein Recht darauf zu, das Fotografieren ihrer Sachen zu verbieten. So hat das OLG München am 25.06.2019 entschieden (Az. 24 W 700/19).

    Geklagt hatte der Eigentümer eines Oldtimers. Er hatte sein Auto einer Werkstatt für die Ausstellung auf einem Messestand zur Verfügung gestellt, ohne weitere Absprachen über die werbliche Nutzung von Aufnahmen zu treffen. Nachdem er ein Bild seines Wagens auf der Facebookseite der Werkstatt entdeckt hatte, verlangte er vor Gericht Unterlassung und Schadensersatz.

    Aus der Rechtsprechung des BGH ergebe sich, dass ein allgemeines „Recht am Bild der eigenen Sache“ dergestalt, dass der Eigentümer einer Sache allein darüber bestimmen könnte, wer die Sache fotografieren und die gefertigten Fotos vermarkten darf, nicht existiere. Ein Abbild von einer Sache könne damit auch gegen den Willen des Eigentümersimmer dann gefertigt werden, wenn das möglich ist, ohne andere Eigentumsrechte wie durch das Betreten eines fremden… [weiterlesen]

  • Will Mc Bride/ Babys zeigen an der Mauer, 1961, courtesy the artist

    Vom 10. bis 13. Oktober findet im ehemaligen Heizwerk Mitte, dem „Kraftwerk Berlin“ in der Köpenicker Straße die Berlin Photo Week mit Fotoausstellungen, Foto-Workshops und Diskussionsforen statt. Zum Auftakt der Fotowoche präsentiert die Chaussee 36 drei Ausstellungen.

    Die Bilder der Gruppenausstellung „Walls Come Tumbling Down“ zeigen anlässlich des 30. Jubiläums des Mauerfalls nicht nur die Berliner Mauer, sondern auch aktuelle Sperren und Abgrenzungen weltweit. Was verraten all diese Mauern über den Zustand unserer Welt?

    Saudade“ – portugiesisch „Sehnsucht“ lautet der Titel der Einzelausstellung von Werken des deutschen Fotografen Olaf Heine. Zu sehen sind 20 großformatige Arbeiten, auf denen er den Besuchern die Schönheit Brasiliens zeigt.


    Olaf Heine, Palm Tree Forest (Detail), Bahia 2013, courtesy Olaf Heine

    Unter dem Titel „Chasing Dreams“ zeigt Chaussee 36 den Berliner Fotografen Erwin Blumenfeld.… [weiterlesen]

  • (c) Stefan Boness/Alfred Fried Photography Award

    Alle Achtung, einen gewissen Stil haben sie ja, die Österreicher! Die Sieger des Alfred Fried Photography Award 2019 wurden immerhin zu Wien im österreichischen Parlament ausgezeichnet!

    Hauptpreisträger, also der Fotograf, der das "Friedensbild des Jahres" aufgenommen hat, ist Stefan Boness. Der in Berlin und Manchester lebende Fotograf - Gründer der Agentur IPON - dokumentierte mit einer Reportage eine Fridays-For-Future-Demonstration, bei der Kinder und Jugendliche gegen das mangelnde Engagement der internationalen Politik im Zusammengang mit dem Klimawandel aufbegehren. Aus dieser Arbeit stammt das oben gezeigte Gewinnerbild des Wettbewerbs. Die internationale Jury bezeichnete Boness’ Reportage "als ein Dokument der gegenwärtig vermutlich größten Friedens-Initiative der Welt". Die Reportage sieht man hier [weiterlesen]
  • Aus religiösen Gründen tragen Anhänger des „Pastafarianismus“, Mitglieder der „Kirche des fliegenden Spaghettimonsters“, einen Dreispitz auf dem Kopf. Das Tragen dieses Kopfbedeckung ist auf einem Foto zum Personalausweis aber unzulässig. So hat das Oberverwaltungsgericht Hamburg am 15.5 2018 entschieden (So 72/17).

    Eine religiös begründete Ausnahme vom Erfordernis eines kopfbedeckungsfreien Fotos komme nicht in Betracht. So entschied bereits in erster Instanz das Verwaltungsgericht Hamburg. Das Oberverwaltungsgericht bestätigte die Entscheidung der Vorinstanz und wies die Beschwerde des Klägers zurück.

    Zwar könne gemäß §7 Abs. 3PAuswV eine Ausnahme vom Gebot des kopfbedeckungsfreien Ausweisbildes gemacht werden. Dies betreffe Personen, die glaubhaft und ernsthaft nach ihrer religiösen oder weltanschaulischen Überzeugungimmer eine Kopfbedeckung tragen müssen, und denen ein innerer Konflikt wegen eines Verstoßes gegen das Gebot erspart werden solle.

    Es sei offensichtlich, dass von… [weiterlesen]

  • Fotograf: Albert Watson

    Ab dem 23. November 2019 präsentiert die Galerie Camera Work in Berlin eine retrospektive Ausstellung von Arbeiten des britischen Fotografen Albert Watson, der seit fast 50 Jahren Stars und Prominente porträtiert – darunter David Bowie und die Fotomodelle Kate Moss, Christy Turlington und Gigi Hadid.

    Albert Watson fotografierte weit mehr als hundert Cover des Modemagazins „Vogue“. Bilder des Fotografen sind weltweit in Museen ausgestellt, vom New Yorker Metropolitan Museum of Art, der Londoner National Portrait Gallery, den Hamburger Deichtorhallen bis zum Moskauer Multimedia Art Museum.

    Sein allererstes Prominentenporträt entstand 1973 und zeigt Alfred Hitchcock, der bedauernd auf die nackt gerupfte Gans deutet, die er in der rechten Hand am Hals baumelnd der Kameralinse präsentiert. (Barbara Hartmann)

    www.camerawork.de [weiterlesen]

  • Till Brönner/ New York City Eagle/ USA, 2014/ © Till Brönner/ courtesy ALEXANDER OCHS PRIVATE

    Vom 14. September bis zum 26. Oktober 2019 zeigt die Salon-Galerie von Alexander Ochs die Ausstellung „Till Brönner: Bilder“ mit Künstlerportraits, abstrakten Arbeiten aus dem Ruhrgebiet und Reisefotografien des Jazz-Trompeters. (Im Duisburger Museum Küppersmühle kann zudem bis zum 6. Oktober die Solo-Ausstellung „Melting Pot“ besucht werden – Brönners fotografische Reise durch das Ruhrgebiet.)

    Beeinflusst durch eine Begegnung mit dem amerikanischen Jazz-Fotografen William Claxton begann der Jazz-Musiker Til Brönner selbst zu fotografieren. Es lag für ihn nahe, dass er Musiker, wie den südafrikanischen Trompeter und Sänger Hugh Masekale vor die Linse seiner Leica „M“ Kamera holte. Wer das „Startbild“ Brönners fotografischer Laufbahn einmal aus der Nähe betrachten möchte, erhält im Herbst in Berlin die Gelegenheit dazu. (Barbara Hartmann)
    Alexander Ochs Private, Schillerstraße 15, 10625… [weiterlesen]