Zürich: Die Photobastei stellt ihren Betrieb ein

  • Die Photobastei - sie war das einzige Haus für Fotografie in Zürich - schliesst nach fünf Jahren zum Ende Juni. Trotz guter Besucherzahlen bleibt das Ausstellungs- und Kulturzentrum am Sihlquai 125 defizitär.

    Bei einem Umsatz von rund einer Million Franken sind die Risiken, die sich insbesondere aus dem Museumsbetrieb ergeben, zu groß, um vom Hauptverantwortlichen, Romano Zerbini, als Einzelperson getragen zu werden. Deshalb hat er entschieden, die Photobastei zu schliessen.

    Die Photobastei hatte es seit ihrer Gründung finanziell nie leicht. Sie versuchte, sich durch einen Angebots-Mix von Museum, Vermietung von Ausstellungsräumen sowie einem Kulturzentrum mit Gastronomie selbst zu tragen. Ziel war ein kultureller Freiraum, der sich unabhängig von Sponsoring und Kulturförderung finanzierte. "Nach fünf Jahren zeigt es sich nun, dass dies knapp, aber eben leider nicht ganz gelingt", so Romano Zerbini.

    In der Mitteilung heißt es weiter: "Das kleine Team, bestehend aus vier Teilzeitstellen, die den gesamten Betrieb stemmen, ist müde und ausgezehrt. Romano Zerbini ist nicht mehr in der Lage, die finanziellen Risiken zu tragen. Bei allem Elan und Idealismus ist das Projekt in dieser Form deshalb nicht zu halten."

    Eine bedauerliche Notbremsung.

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